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Full Metal Yakuza

Originaltitel: Full Metal Gokudo

Herstellungsland:Japan (1997)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich
Genre:Action, Science-Fiction, Splatter, Trash
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,80 (15 Stimmen) Details
inhalt:
7 langen Jahren im Gefängnis musste Yakuza Boss Tousa ertragen , bis er eines Tages aus
dem Gefängnis entlassen wird. Kaum wieder in der Freiheit und fit auf den Beinen gerät
er in einen Hinterhalt und wird getötet. Ein durchgedrehter Wissenschaftler kauft den toten Körper auf dem Schwarzmarkt und macht aus verschiedesten Schrottteilen einen unbesigbaren Cyborg aus diesem. Als Boss Tousa, als unbesigbarer Cyborg erwacht, hat er nur ein Ziel vor Augen: Rache!
eine kritik von cecil b:
Die Filme von Regisseur Takashi Miike sind meistens entweder Kunst (Audition), Trash(Zebraman) oder eine Mischung aus Beiden(GOZU). So wird es mal an der Zeit nach meinen Reviews zu den eher kunstvollen Filmen dieses Regisseurs (IZO, Three...Extremes(Box), Graveyard of Honor,GOZU, Visitor Q)  mal einen reinen Trashfilm aus der 'expect the unexpected' - Schmiede von Miike zu besprechen.

Hakemu ist ein Versager wie er im Buche steht. Nur durch seine innige Untergebung erreicht er es in der Yakuza aufgenommen zu werden. Als Speichel-leckender Lakai versucht er zumindest akzeptiert zu werden. Als Hakemu und der von ihm angebetete Yakuza-Boss erschossen werden ändert sich aber alles. Hakemu wacht auf, und bemerkt dass er nun einen teilweise mechanischen Körper mit unvorstellbaren Kräften hat, und ein Teil des Körpers seines Bosses nun auch ein Teil seines Körpers ist. Ein Wissenschaftler hat die funktionstüchtigen Körperteile Beider miteinander verbunden und diese durch eine Mechanik verstärkt, die Hakemu nun zum unbesiegbaren Full Metal Yakuza machen sollen. Er hat jetzt nur noch eine Schwäche: Gefühle sind nicht erlaubt, sie zerstören die Elektronik!

Was für ein kitschiges Märchen! Hakemu ist ein Wurm, ein weinerlicher Speichel-Lecker sondergleichen, der den Starken treu untergeben ist. Der Arme hat es aber auch nicht leicht. Selbst als er bei der Yakuza ist, wird er von Jugendlichen verprügelt, und eine Prostituierte lacht ihn -unter anderem wegen seinem kleinen Penis- aus. Als Full Metal Yakuza kann er sich für seine Schmach rächen! Er verprügelt jeden der ihm Probleme macht, hat nun ein beeindruckend großes Gemächt und braucht vor niemanden mehr Angst haben.

Wenn man Yakuza ist, hat man allgemein fast nur Probleme wenn man sich mit einem anderen Yakuza anlegt. Ansonsten ist dir ein gewisser Respekt sicher, da das 'gemeine' Volk Angst vor dir hat. Eine Schattenseite davon ist natürlich dass du mit deiner Persönlichkeit und deinen Gefühlen an dritter Stelle stehst. Miike verdeutlicht dies dann gleich mal albern, indem Hakemu als Full Metal Yakuza zwar Respekt erlangt, seine Schaltkreise aber durchbrennen wenn er fühlt.

Mit einer typischen Direct to Video-Kamera wird der FMY dann dabei begleitet wenn er schnell wie der Blitz mit dem Fahrrad fährt, er durch Wände schauen kann und Yakuza mit Leichtigkeit verprügelt, aber billige CGI-Blitze über seinen Körper flitzen wenn er starke Gefühle empfindet. Natürlich kommt es dann noch zu einer obligatorischen Die Schöne und das Biest-Variante. Auch wenn das Alles billig inszeniert und albern von statten geht, präsentiert Miike ein paar gute Momente in denen ihm gute Perspektiven und ein Hauch süßlicher Theatralik gelingen. Wirklich lustig wird es bei Hakemus Versuch im Bett ein 'Pornohengst' zu sein!

Wer die Story an sich lustig findet kann zugreifen. Denn die hält was sie verspricht. Der Film ist eigentlich genau so Banane wie es die Story vermuten lässt. Alberner Schund mit ein paar wenigen netten Momenten. Eher was für das jüngere Publikum, aber alkoholische Getränke bewirken ja auch mal Wunder.
5/10
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Kommentare

22.04.2017 12:01 Uhr - Horace Pinker
1x
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Interessante Früharbeit aus dem Hause Cecil, die schon deinen tollen Stil zeigt und einige interessante Formulierungen enthält, in manchen Bereichen aber auch noch ausbaufähig ist (du könntest etwa noch auf die Qualität der Effekte, den Härtegrad, die Leistung der Schauspieler, die starke Anlehnung des Werks an Verhoevens Sci-Fi Klassiker Robo Cop u.a. eingehen). Ich würde hier 6 Punkte vergeben, da Full Metal Yakuza für mich nicht gerade zu Miikes Meisterwerken zählt und mir oftmals einfach zu albern ist (etwa die absolut lächerlich wirkende Kampfmethode des Protagonisten), mich aber als Trash Film dank den rasanten Actionszenen und dem relativ hohen Blutgehalt noch relativ gut unterhalten konnte und damit noch deutlich besser ist als so mancher US-amerikanischer Streifen aus der selben Budgetklasse (ich sage nur Asylum). Allgemein ist Miike sicherlich einer der produktivsten Regisseure überhaupt 3-4 Filme pro Jahr ist schon ziemlich krass, auch wenn das nicht immer der Qualität aller Werke gut tut.

22.04.2017 14:14 Uhr - cecil b
1x
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Danke dir Horace Pinker! :)

Zu der Zeit gab es glaube ich auch noch keine Kommentar-Funktion, da hatte ich in erster Linie mit Dissection78 PM-Kontakt über Reviews.

Ja, ich stimme dir zu, was meine Review angeht. Die ist ausbaufähig. Die ist O. K. , und das Meiste ist drin, aber die schauspielerische Leistung, der Härtegrad und der Bezug zu Robocop hätten da noch reingekonnt. Die Effekte bespreche ich ja schon ein wenig, aber da geht noch mehr. :)

Ein paar Formulierungen und die Zeichensetzung werde ich mal eben etwas aufpeppen, vielleicht kriegt die Review irgendwann auch noch mehr Zutaten. NoCutsPlease hat mich auch schon ein paar mal auf alte Reviews angesprochen, im Endeffekt hatte ich alle editiert, die das noch gut gebrauchen konnten. :)

MIIKE: Ich habe auch noch die Aufzeichnung eines Theaterstücks von ihm, was ich noch nicht gesehen habe. Und Miike ist mit vielen Yakuza um sich herum aufgewachsen. Oder war das Kitano? Oder beide? Ich weiß es nicht mehr.

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