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Hexen bis aufs Blut gequält

Herstellungsland:Deutschland (1970)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Drama, Thriller, Historie
Alternativtitel:Mark of the Devil
Brenn, Hexe, brenn
Hexen
Austria 1700
Burn, Witch, Burn
Satan
Witches Are Tortured to Death
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,07 (45 Stimmen) Details
inhalt:
Zur Zeit der Hexenverfolgung: Graf Cumberland übernimmt das Regiment im Fürstentum und löst damit den brutalen Hexenjäger Albino ab, für den Folter und Verbrennung zur Tagesordnung gehören. Doch auch der Graf versteht es als seine heilige Pflicht, die vermeintlichen Dienerinnen Satans zu jagen und unschädlich zu machen. Diese Kunst will Cumberland an seinen Schüler Christian weitergeben, doch der verliebt sich in Vanessa, eine Verdächtige...
eine kritik von boondocksaint123:
Zur Zeit der Hexenverfolgung: Graf Cumberland übernimmt das Regiment im Fürstentum und löst damit den brutalen Hexenjäger Albino ab, für den Folter und Verbrennung zur Tagesordnung gehören. Doch auch der Graf versteht es als seine heilige Pflicht, die vermeintlichen Dienerinnen Satans zu jagen und unschädlich zu machen. Diese Kunst will Cumberland an seinen Schüler Christian weitergeben, doch der verliebt sich in Vanessa, eine Verdächtige... (Quelle: Quelle: Turbine/NSM DVD-Cover)

Ein wenig Skandal kann es doch auch mal wieder sein und dazu zählt der 1970 entstandene Film "Hexen bis aufs Blut gequält". Seiner Zeit musste sich der Film mit harter Kritik konfrontieren, heute wird er als Klassiker gehandelt. Doch trägt er diesen Status auch zu Recht?

Mit "Hexen bis aufs Blut gequält" ist dem Regisseur Michael Armstrong etwas gelungen,dass man auch von Anfang an beabsichtigt hat. Er sorgte für großes Aufsehen. Doch warum denn eigentlich?

Alleinig die Story ist der Gesellschaft schon ein Dorn im Auge. So wird man eigentlich immer wieder davon überzeugt,dass die Kirche immer Gutes zu stande gebracht hat. Doch sowohl die Kreuzzüge als auch die Hexenjagd forderte ihre Opfer. Und gerade in den 70er Jahren hatte die Kirche noch sehr viel zu sagen und das macht den Film allein wegen seiner Thematik schon sehr brisant.
Doch eins nach dem anderen. Das Bild flimmert über die Mattscheibe des TV`s und man hört eine ruhige und melodische Musik und wunderbare Landschaftsaufnahmen werden ins Bild gerückt. Und gerade in diesem Moment denkt man sich,dass der Film doch recht sanft zu Gange gehen kann...Fehlanzeige! Mit fortschreitender Laufzeit wird man Zeuge grausamer Geschehnisse, die sehr realistisch gehalten wurden und auch den Zuschauer vielleicht dazu ermutigen können sich dem gezeigten einfach abzuwenden. Doch der Reiz des verbotenen bleibt einfach bestehen und so kann man sich dem grausamen Bild einfach nicht entziehen.

Die Praktiken der Hexenjäger sind sehr schroff und genau diese Szenen machen diesen Film auch zum einen zu etwas besonderem! Denn wenn man sich nochmal vor Augen führt, dass der Film aus dem Jahre 1970 stammt,hat man sich wirklich sehr,sehr viel Mühe gegeben,dass diese Szenen sehr realistisch umgesetzt wurden.
Doch so gut die Goreszenen auch sein mögen,muss auch die Story stimmen und das hat man hier auch geschafft. Man erzählt eine flüssige Geschichte,die viel für Eigeninterpretation zulässt und trotzdem eine gewisse Richtung einschlägt um den Zuschauer eine Meinung aufzudrücken. So sollte auch hier wieder die gute Kirche ihr Fett weg bekommen und das zeigte man in der Gestalt der Figuren der Handlung.

So ist anfänglich der junge Christian de Meron (Udo Kier) ein Wissbegieriger Mann,der versucht seinem Herren immer zu folgen und doch irgendwann merkt,dass etwas mit dem Auftrag Gottes nicht stimmen kann.
Der alternde Lord Cumberland (Herbert Lom) der jenige, der sich selbst als die rechte Hand Gottes fühlt und somit auch das Recht hat über Leben und Tod zu entscheiden. So viel Macht in einer Person, dass kann doch einfach nur schief gehen.

Und gerade diese Personen sind die faszinierendsten der Handlung. Denn man vermag es kaum zu glauben, doch die beiden liefern sich ein Schauspielerisches Duell um zu sehen wer denn eigentlich wen an die Wand spielen kann. Udo Kier ist trotz seiner damaligen Erfahrung ein wenig im Nachteil, doch macht er seine Sache von Anfang bis Ende so grandios, dass man ihm die Rolle einfach immer abkauft.
Doch kann man nicht sagen wer von den beiden denn jetzt eigentlich der bessere Darsteller ist, denn sowohl Udo Kier,Herbert Lom,Reggie Nalder oder Olivera Vučo machen alle ihre Sache wirklich hervorragend.

Spannung kommt zwar nur bedingt auf,denn manchmal hat auch die Story ihre Hänger zu bieten, doch heißt es nicht automatisch, dass der Film automatisch schlecht sei. Diese Durststrecken sind gewollte Punkte im Film, die auch die Stimmung ein wenig lockern wollen.

In meinen Augen hat der Film seinen Status als Klassiker auf jeden Fall verdient und gehört in jede Sammlung von Fans des etwas herberen Filmgeschmacks.

In Deutschland ist der Film nach §131 StGB beschlagnahmt,was ehrlich gesagt nicht einmal verwunderlich ist. So blasphemisch wie er doch ist, aber trotzdem hat er eine Chance verdient! Auch heute glaube ich kaum, dass er eine Freigabe der FSK erhalten würde, doch eine SPIO/JK wäre denke ich mal drin, zudem eine Liste A indizierung. Aber,ich hab sowas ja sowieso nicht zu bestimmen ;-)

9,5/10 Punkte
10/10
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