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Alexandre Ajas Maniac

Originaltitel: Maniac

Herstellungsland:Frankreich, USA (2012)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung
Genre:Horror, Drama, Krimi, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,17 (147 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Frank ist Besitzer eines Mannequin Ladens. Er lebt ein eher zurückhaltendes und verschlossenes Leben. Doch dies ändert sich, als die junge und hübsche Anna in sein Leben tritt. Für ihre neue Ausstellung wendet sie sich an Frank. Aus dem Treffen entwickelt sich eine Freundschaft. Doch der Schein trügt. Denn unter der Oberfläche verstärkt sich seine geheime Besessenheit. Je länger die Freundschaft anhält, desto heftiger tritt seine Manie zum Vorschein. (Ascot Elite)

eine kritik von eljuro:
"Alexandre Ajas Maniac" aus dem Jahr 2012 ist das Remake von "Maniac" aus dem Jahr 1980, wo noch William Lustig Regie führte. Das Original ist bis heute in Deutschland indiziert. Die Version von Franck Khalfoun und Aja hingegen wurde von der Spio/Jk durchgewunken.

Die Geschichte von Maniac handelt in beiden Versionen von Frank Zito, der in Los Angeles einen Mannequins Laden führt und ein eher schüchterner Typ ist (auf den ersten Blick). Denn Frank hat ein wirklich gestörtes Verhältnis zu Frauen. Ab und zu zieht Frank los und tötet junge Damen, die er meistens bei seinen Streifzügen sieht, um sie danach zu skalpieren und ihre Haarpracht dann auf seine Mannequins zu setzen. Eines Tages lernt er Anna kennen in die er sich ein wenig verguckt. Nun ist er hingerissen zwischen seinen zwei Persönlichkeiten...

Einleitend ist zu sagen, dass beinahe der gesamte Film aus der Ego-Perspektive gedreht wurde und so einen sehr subjektiven Blick auf die Dinge wirft. Interessant hier ist, dass ich zeitweise eine gewisse Empathie zu Frank verspürt habe. Das lässt sich meiner Meinung nach auf die spezielle Kamera zurückführen. Wo sonst in Filmen alles aus der Perspektive der Opfer geschildert wird, ist man hier direkt im Kopf des Täters. Man empfindet fast schon Mitleid mit Frank, der immer wieder mit sich selbst zu kämpfen hat.

Dazu trägt auch die gute schauspielerische Leistung (Dialoge, Monologe, Spiegel-Szenen) von Elijah Wood bei, der den psychisch kranken Frank überzeugend darstellt. Gerade die Szenen, die Frank als normalen Menschen zeigen beim Enten füttern oder im Kino, erlauben einen kurzen Einblick in die noch heile Psycho vom Serienmörder. Kontrastiert wird dies nun mit den Gewaltexzessen, die von einem sehr geilen Soundtrack und dem grünlich schimmernden Los Angeles eingeleitet werden. Die Gewaltspitzen ähneln sich und sind allesamt sehr realistisch und somit schockierend dargestellt.

Schade fand ich, dass zwischendurch wenn auch nur kurz mit dem Stilmittel der Ego-Perspektive gebrochen wurde. Einen ersichtlichen Grund dafür konnte ich nicht erkennen. Den Beweggrund warum Frank Frauen tötet hat mich auch nicht überzeugen können. An dieser Stelle wäre es vielleicht besser gewesen keinen Grund zu nennen anstatt einen so plakativen zu nehmen.

Schlussendlich ist der Film ein interessantes Experiment was die Kameraführung angeht und ein spannender Horror-Thriller über die Anonymität der Großstadt.
7/10
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