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cecil b
Level 17
XP 5.901
Eintrag: 14.11.2013

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Guinea Pig - Devil's Experiment

(Originaltitel: Ginî piggu: Akuma no jikken)
Herstellungsland:Japan (1985)
Genre:Horror, Splatter
Alternativtitel:Guinea Pig Part 1: Devil's Experiment
Devil's Experiment
Unabridged Agony

Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,83 (18 Stimmen) Details
inhalt:
Eine junge Frau gerät unter mysteriösen Umständen in die Fänge von mehreren jungen Männern. Diese nehmen sie gefangen, fesseln sie in einem kargen Raum an einen Stuhl und sperren sie ein. Die düsteren Gestalten haben sich vorgenommen, an der hilflosen Frau verschiedenste Folterungen und Qualen auszuprobieren, und deren Wirkung zu beobachten. Sie beginnen erst die junge Frau mit Schlägen und Tritten zu malträtieren. Die Methoden der jungen Sadisten, die ersichtlich sehr viel Spaß am Quälen haben, werden mit der Zeit immer schlimmer. Für die hilflose Frau beginnt ein furchtbarer Albtraum...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von cecil b:
GUINEA PIG gehört wohl auf die Liste der berüchtigsten Filme. Denn in diesem Film wird nichts anderes als die Folterung an einer Frau mittleren Alters gezeigt.

Drei Männer entführen eine Frau mittleren Alters und foltern diese. Die Folterung soll ein Experiment sein, welches wohl die Schmerzgrenze und die Reaktion des Opfers austesten soll.

Meine kürzeste Inhaltsangabe ever!

Bevor überhaupt das Menu des Films erscheint, wird darauf hingewiesen dass die Inhalte und Bilder von Guinea Pig nicht unrechtmäßig veröffentlicht werden dürfen, und dass wenn man sich nicht daran hält folgendes passiert: Eine grausame Folterszene des Films wird eingeblendet. Hi Hi Ho Ho.

Zu Anfang wird ein Text eingeblendet der sagt dass das Gesehene ein Snuff-Film sei, also ein Film der echte gewalttätige Handlungen zeigt. Dieser soll  von den Folterknechten zugesandt worden sein. Die Aufnahmen der fiktiven Folterer zeigen zunächst ein Waldstück, welches aus dem Fenster eines Autos heraus aufgenommen wird. Dann sieht man das Opfer, eine Frau mittleren Alters, die in einem Netz gefangen ist, welches an einem Ast hängt. Darauf folgend wird die Frau von den drei Männern in einem Apartment an einem Bürostuhl gefesselt. Die in schwarz gekleideten Männer legen eine schwarze Plane auf den Boden des Apartments. Sie machen sich durch eine Sonnenbrille Snuff-Film-gerecht unkenntlich. Die Frau trägt ein helles Kleid. Und dann wird gefoltert.

Da die Handlung des Films sehr simpel ist, Spoiler ich natürlich sehr viel.

Die Folterungen sind in Kapitel eingeteilt.

Das erste Kapitel ist besonders simpel: Schläge.
Die Frau wird von den Männern auf die Wange geschlagen und beschimpft. Sie wirkt dabei relativ teilnahmslos, und es ist zu erkennen dass die Schläge gespielt sind.

Das zweite Kapitel heißt...Tritte.
Die Frau wird auf den Boden geschmissen, getreten und beschimpft. Interessant dabei: Die Folterknechte fordern die Frau immer wieder auf aufzustehen um zu beweisen dass sie lebt, und schubsen sie dann aber immer wieder auf den Boden. Sie soll also ihren Lebenswillen zeigen, aber wohl nur um psychisch gebrochen zu werden. Denn sie landet ja immer wieder auf dem Boden. Sie jammert zwar, aber so richtig schreien tut sie nicht. Die Tritte sind ebenfalls deutlich als gespielt zu erkennen.

Kapitel Nummer 3: Zange.
Mit einer Zange wird die Haut der Frau an verschiedenen Stellen malträtiert. Die Frau schreit noch nicht extrem herum, die Gummihaut ist recht gut gemacht.

Das nächste Kapitel: Bewusstlosigkeit
Der Frau werden große Mengen Alkohol eingeflößt und sie wird auf dem Bürostuhl so lange gedreht bis sie bricht oder die Bewusstlosigkeit verliert. Ein Affentanz. Wenig erschreckend, eher (unfreiwillig?) komisch.

Jetzt geht es los. Der Zahnarztbohrer.
Nicht Wenige haben schon Phantomschmerzen wenn sie das Wort hören. Giunea Pig setzt einen drauf! Die Frau bekommt einen Kopfhörer an den Kopf gebunden, und sie muss das Geräusch eines Zahnarztbohrers 20 Stunden lang sehr laut hören ! Das erste mal schreit sie richtig herum, die Qual ist das erste mal nicht auszuhalten. Dieses war auch die erste Szene die mich erschreckte, und die ich spannend fand! Seltsam, aber die Psyche macht ja ihr eigenes Ding. Interessant ist für mich dabei dass zwar vielleicht auch das Gehör verletzt wird, aber diese Mischung aus körperlichen und 'psychischen' Schmerzen für die bisher stärkste Reaktion der Frau sorgt. Die Reaktion der Protagonistin wirkt authentisch und erschreckend.

Fingernägel.
Eine Zange und Fingernägel. Der Albtraum aller Menschen bekommt eine unspektakuläre, obligatorische Szene. Etwas kunstvolle Geräusche, Perspektiven und Schnitte machen das Gesehene etwas interessanter.

Kochendes Öl.
Die Frau liegt nun auf einer Fläche an der sie gefesselt ist. Das kochende Öl wird in verschiedener Gradzahl auf den Körper der Frau gegossen. Da wird ordentlich gejault, die Effekte sind gut.

Würmer!
Lebendige Maden werden auf die Frau verstreut. Mir war nicht klar ob diese dazu gedacht waren um an ihren Wunden zu knabbern, oder ob die Frau nur erniedrigt werden soll, und ihr das Gefühl gegeben werden soll ein Leichnam in Spe zu sein. Ich tippe klar auf das Zweite. Unspektakulär. Aber ich habe nachgedacht!

Innereien.
Die Frau wird mit Innereien beschmissen. Sie ist der Situation ausgeliefert und schreit erbärmlich. Die Männer lachen hingegen die ganze Zeit über.
Das Gefühl ausgeliefert zu sein bekommt ein besonderen Aspekt. Die Frau wird mit den Körperteilen 'konfrontiert' die der Mensch nie sehen möchte(jedenfalls keine menschlichen). Für mich irgendwie archaisch. Ein mulmiges Gefühl, da ich an die Verletzlichkeit der inneren Organe denken musste. Knochen brechen und wachsen zusammen, Innereien regenerieren sich eher weniger! Bei den Innereien im Film handelt es sich um tierische Organe.

Nachdem dann noch eine Gummihand verkloppt wird und mit einem Skalpell mit guten Effekten am Arm rumgeschnibbelt wird kommt es dann zum Finale, der NADEL.Die wird dann darein gepickst, wo es am ungünstigsten ist. Die Effekte sind recht gut.

Auffällig ist im Allgemeinen dass die Männer die Frau nicht nur körperlich sondern auch geistig foltern. Die geistige Folterung mit den Innereien sorgt sogar für eine stärkere Reaktion als die meisten anderen Folterungen. Dies kann man im gewissen Sinne interessant finden.

Und wat soll dat jetzt? Eine berechtigte Frage. Hier die Antwort: Die Gewalt soll den Zuschauer unterhalten. Bumm!

Um Guinea Pig zu besprechen, muss ich natürlich darauf eingehen dass fiktive Gewalt der Mittelpunkt dieses Films ist. So ist es doch logisch, dass so ein Film wie GP am stärksten die Frage stellt: Was darf fiktive Gewalt, wann ist sie 'gut', wann ist sie verwerflich? Immer wieder wird davon gesprochen dass Filme der Gewaltverherrlichung enstprechen und sie menschenverachtend sein können. Damit wird einer Fiktion unter anderem reale Eigenschaften zugesprochen, statt dass einfach nur gesagt wird: Ich finde den Film lustig...grausam...spannend...eklig usw.
Interessant ist dabei doch dass dies immer Auslegungssache ist. Wenn Bud Spencer und Terence Hill in ihren Filmen andere Menschen zusammenschlagen, ist das für viele Zuschauer sogar lustig. "Das ist Gewaltverherrlichung" schreien da andere. Ist das etwa lustig, wenn Menschen zusammengeschlagen werden? Nein. In der Realität nicht. Bei Bud Spencer ist das aber für manche lustig, weil das nur fiktive Gewalt ist die Comic-haft dargestellt wird und alles nur ein Scherz ist. Wie bei Braindead. In diesem Film werden Menschen zu Zombies die detailliert zerteilt werden. Das ist fiktiv und durch seine übertriebene Darstellung nur ein Scherz. Und was ist mit beschlagnahmten Filmen wie Tenebre oder Freitag der 13te-Final Chapter? Da soll die dargestellte Gewalt ja erschreckend sein! Ja, sie soll aber auch nur unterhaltsam oder kunstvoll, sogar metaphorisch sein. Sie ist auch fiktiv. FIKTIVE GEWALT IST EIN KUNSTMITTEL. Fiktion und Realität muss unterschieden werden.
Viele Menschen möchten fiktive Gewalt in Filmen sehen. Die einen Filme thematisieren Gewalt anspruchsvoll, die anderen nutzen fiktive Gewalt zur reinen Unterhaltung. Ich kritisiere wenn sich die Kreativität nur auf die fiktive Gewalt konzentriert, da dies künstlerisch qualitativ zu stumpf ist. Aber ich finde dass man nicht mit dem moralischen Zeigefinger auf andere Filme zeigen sollte. Besonders wenn man gerne Filme mit fiktiver Gewalt sieht. Denn wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Welche fiktive Gewalt man sehen möchte und welche nicht, kann jeder selbst entscheiden. Es ist nur ein Film! Guinea Pig zeigt genau so wie jeder andere Film in dem Gewalt dargestellt wird fiktive Gewalt die zur Unterhaltung dient.

Giunea Pig war für mich interessant. Vielleicht hat der Film ein Ziel erreicht, da er mich darüber nachdenken ließ dass sich viele Menschen gerne fiktive Gewalt anschauen. Aber die Kreativität bezieht sich nur auf die Darstellung der Folterung, was einfach zu eintönig ist. 5 Punkte.

PEACE!
5/10
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