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Unheimliche Begegnung der Dritten Art

(Originaltitel: Close Encounters of the Third Kind)
Herstellungsland:USA (1977)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Drama, Science-Fiction
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,01 (26 Stimmen) Details
inhalt:
Richard Dreyfuss spielt den Elektriker Roy Neary, der gemeinsam mit mehreren anderen entgeisterten Augenzeugen eine unheimliche Begegnung der ersten Art erlebt: UFOs flitzen durch die Luft. Nach diesem markerschütternden Ereignis peinigt ihn die rätselhafte Vision eines seltsamen, bergähnlichen Gebildes. Zum Leidwesen seiner ganzen Familie arbeitet er wie besessen daran, ihre Bedeutung zu ergründen. Inzwischen kommt es überall auf der Welt zu bizarren Erscheinungen. Regierungsbeamte erleben unheimliche Begegnungen der zweiten Art: die Entdeckung handfester Beweise außerirdischer Besucher in Form einer verschollenen Flugstaffel aus dem Zweiten Weltkrieg und eines gestrandeten Militärschiffes, die allesamt Jahrhunderte zuvor verschwunden waren, um nun mit einem Male an ungewöhnlichen Orten wieder aufzutauchen. Roy folgt seiner Vision zu einem abgelegenen Gelände, wo er und die Beamten den Hinweisen folgen, die sie an eine Stelle führen, an der sie eine unheimliche Begegnung der dritten Art erleben: Kontakt.
eine kritik von deniro:
Wir schreiben das Jahr 1977.
Deutschland steht unter dem Terror der RAF. In Amerika versterben Elvis Presley und Charly Chaplin, und Jimmy Carter wird als 39. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt.
Im Kino läuft ein Film der den damaligen Standard für Spezial Effekte ein ganzes Stück weiter anhebt.

In einer kleinen Stadt in Amerika gehen mysteriöse und unheimliche Dinge vor sich: Flugzeuge, die seit 1945 verschollen waren, tauchen plötzlich in der Wüste wieder auf. Ein Linienflugzeug begegnet einem hellen Objekt, das der Pilot nicht beschreiben kann. Auch Roy Neary (Richard Dreyfuss) beobachtet nachts auf der Straße eine helle Erscheinung. Seitdem wird er von seltsamen Visionen geplagt, die ihn und seine Familie immer weiter entzweit und die ihn zu einem Ort führen, an dem er eine noch unglaublichere Begegnung macht…

Es gibt einfach Filme die man sich auch nach über 30 Jahren immer wieder gern anschaut.
Einer dieser Filme ist ohne Zweifel Spielbergs "Unheimliche Begegnung der dritten Art"
Hier sind zum ersten Mal alle Zutaten eines typischen Spielbergs zu beobachten. Nach seinem überragenden Kino Erfolg " Der weiße Hai", kümmert sich Spielberg nun um eine vermeintlich andere Bedrohung.

"UBdA" ist sicher ein Film der die damaligen Sehgewohnheiten veränderte und die Art und Weise eine Geschichte zu erzählen ganz bewusst anders gestaltet. Fast schon dokumentarisch und scheinbar wissenschaftlich fundiert, versucht Spielberg das Thema der außerirdischen Besucher in ein realitätsnahes Licht zu rücken. Das Ergebnis ist, auch heute noch, ein Meisterwerk mit bemerkenswerten Spezial Effekten und einer einzigartigen Atmosphäre.

Clever lässt Spielberg die Zuschauer bis zum Ende im Dunklen, lässt uns mitraten wer oder was hinter den seltsamen Aktivitäten und Vorkommnissen der Regierung steckt, und welche Gründe es für die beunruhigenden Visionen des Hauptprotagonisten gibt. Wie das Zusammenführen verschiedenster Puzzleteile, fügt Spielberg zum Ende des Filmes alle Teile zusammen und lässt das Publikum staunend und fragend zurück.

Tatsächlich bedient sich Spielberg auch in diesem Film aus einer aufregenden Mischung aus Fiktion und damaliger tatsächlicher Geschehnisse. Letzteres verdankt der Film J. Allen Hynek, der dem Film mit seiner langjährigen Erfahrung als wissenschaftlicher Berater zahlreicher UFO Projekte, einige von der amerikanischen Regierung forciert und finanziell unterstützt, beiseite stand. Wie so oft, auch in seinen späteren Werken, kommt auch hier der wissenschaftliche Beistand dem Film zugute und verleiht ihm einen speziellen realitätsnahen Touch.

Besonders positiv empfand ich die Tatsache das es hier, wie in anderen Science Fiktionen Filmen vor und nach "UBdA", nicht um zerstörerische und aggressive Aliens geht, sondern um verbindente und kommunikative Außerirdische, die den damaligen Zeitgeist der Antikonfrontationspolitik der Carter-Ära schön wiedergeben.

Bis heute stößt man immer wieder auf Zitate des Filmes in anderen Werken (Filmmusik, akustische Signale, komplette Szenen). Ein Zeichen das ein Film Eindruck hinterlassen, und Geschichte geschrieben, hat, und dies nicht nur weil ein gewisser François Truffaut (6. Februar 1932 in Paris; † 21. Oktober 1984) einen seiner letzten Auftritte vor der Kamera hatte. Nicht weniger stellt "UBdA" dar, ein Meisterwerk das Geschichte geschrieben hat und weitere Filmemacher noch heute inspiriert.

Seit ein paar Jahren gibt es ebenfalls eine erweiterte Fassung und danach auch einen Directors Cut, letzterer nimmt einige Änderungen der erweiterten Fassung wieder zurück. Alles in Allem sind alle Fassungen sehenswert und sind auf der vor einigen Jahren erschienen Blu Ray zu finden.
9/10
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