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Der Musterschüler

(Originaltitel: Apt Pupil)
Herstellungsland:USA (1998)
Genre:Thriller
Alternativtitel:Un élève doué - Été de corruption
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,80 (10 Stimmen) Details
inhalt:
Der zweite Weltkrieg, eine faszinierende Zeit für den jungen Schüler Todd Bowden. Ihn interessiert alles was das Thema betrifft und doch langt ihm nicht nur das übliche Schulbuch Wissen. So forscht er auch in seiner Freizeit herum und findet sogar heraus, dass in seiner Stadt ein ehemaliger SS-Offizier wohnt. Todd kann es gar nicht fassen und macht sich auf den Weg um sich Informationen aus erster Hand zu beschaffen, doch als er am Haus von Kurt Dussander ankommt muss er sich leider mit wenig zu frieden geben. Der alte Mann hat kein Interesse dem jungen Todd etwas über diese Zeiten zu verraten, doch Todd lässt einfach nicht locker. Irgendwann sieht Todd keinen anderen Weg mehr als Dussander zu erpressen. Anfänglich gibt Dussander noch klein bei, doch dies ist nur der Anfang eines grausamen Spieles, dessen Ausmaße sich Todd nicht bewusst war...
eine kritik von ivan_danko:
DER MUSTERSCHÜLER - ART PUPIL - USA 1998


Kurz gesagt, wer diesen Thriller noch nicht gesehen hat, sollte dies tunlichst nachholen, obwohl er in seiner Machart polarisieren dürfte. Aber die Grundidee, nach einer Kurzgeschichte von Stephen King, ist eindeutig genial, ebenso die psychologische Wirkung, die dieser Psycho-Schocker hinterlassen dürfte.

Obwohl recht unbekannt geblieben, sind Stab und Besetzung durchaus interessant. Regisseur ist Bryan Singer, der den meisten durch "X-Men 1 + 2" bekannt sein dürfte, ferner hat er den Kult-Thriller "Die üblichen Verdächtigen" abgedreht. Die Hauptrolle übernahm Ian Mc Kellen, allen natürlich im Gedächtnis als "Gandalf" (Herr der Ringe). Die jugendliche Hauptrolle übernahm Brad Renfro ("Sleepers"), der nach seinem Tod im Jahre 2008 allerdings kaum noch in Top-Produktionen zu sehen war.

Wie schon erwähnt, der Film lebt von seiner außergewöhnlichen Buchvorlage, die auch gut adaptiert wurde. Manche Szenen bleiben unglaublich prägend in Erinnerung, wie zum Beispiel der Rückfall des alten Nazi-Verbrechers in alte Marsch-Gewohnheiten oder die Bösartigkeit, die er fallweise ausstrahlen kann.


"Der junge Schüler Todd Bowden ist von der Hitler-Zeit fasziniert. Durch Zufall findet er heraus, dass in seiner Stadt der ehemalige Nazi-Verbrecher Kurt Dussander wohnt, der, wie viele andere auch, nach dem Krieg die Flucht ergriffen und in Übersee ein neues Leben begonnen hat. Er gibt sich allerdings nicht mit diesem Wissen zufrieden, sondern erpresst den alten Mann, ihm im Gegenzug zu seiner Verschwiegenheit alles über die Gräueltaten des zweiten Weltkrieges zu erzählen. Er hat jedoch nicht mit dem grausamen Spiel gerechnet, das der mit allen Wassern gewaschene ehemalige SS-Offizier mit ihm spielt und in dem er beweist, dass auch ein alter Mann nichts von seiner Gefährlichkeit eingebüßt hat."


Ian Mc Kellen spielt den ehemaligen Kriegsverbrecher mit beeindruckender Intensität, man kann die Schlauheit und gleichzeitig die gelegentliche Gehässigkeit des Nazis förmlich in seinen Augen sehen, ganz anders als die Güte und Entschlossenheit, die er als "Gandalf" in "Herr der Ringe" ausstrahlt. Auch sein junger Schauspielkollege leistet gute Arbeit und überzeugt als erst neugieriger und später verzweifelter Schüler, der anfangs nicht weiß, auf welch gefährliches Psycho-Duell er sich einlässt.

Die FSK vergab ihre Freigabe ab 16 Jahren, was eine absolut realistische Einstufung ist, denn der Film lebt mehr von Erzählungen, blutige Gewaltexzesse sucht man hier vergebens. Bedrohlich ist allerdings die Atmosphäre, die die psychologische Wirkung auf den Schüler gut wiedergeben kann.
9/10
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Kommentare

30.11.2018 17:14 Uhr - janko
der nach seinem Tod im Jahre 2008 allerdings kaum noch in Top-Produktionen zu sehen war

Das wäre ihm sicherlich auch schwer gefallen.

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