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From Dusk Till Dawn

Herstellungsland:USA (1996)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Horror, Fantasy, Krimi,
Splatter, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,51 (355 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Die Brüder Seth und Richard Gecko sind das meistgesuchte Gangsterpaar der USA. Auf der Flucht vor dem FBI nehmen sie den Priester Jacob Fuller und dessen zwei Kinder gefangen. In deren Camper überqueren sie die Grenze nach Mexiko, um sich dort bei ihrem Verbündeten Carlos zu verstecken. Der vereinbarte Treffpunkt ist die weithin berüchtigte Titty-Twister-Bar. Während die Geckos und ihre Geiseln dort auf Carlos warten, verwandelt sich die Belegschaft urplötzlich in blutsaugende Bestien. (Universum Film)

eine kritik von boondocksaint123:
Robert Rodriguez gilt als einer der ganz großen Regisseure wenn es darum geht Filme zu inszenieren mit einem etwas anderen Weltbild. Er selbst orientiert sich oft an Produktionen aus den 60er und 70er Jahren und nimmt einzelne Elemente mit in seine Werke auf.
Im Jahre 1995 hatte er dann die zündende Idee, dass man doch einen Gangsterfilm mit einem Vampirfilm mixen könnte und somit eine gewisse absurde Unterhaltung bieten. Doch wie es so üblich bei Rodriguez ist, hat er kein Faible für gute Dialoge und holte sich dann Hilfe mit an Bord. Diese war in der Person von Quentin Tarantino gegeben. Dieser setze sich sofort an seine Schreibmaschine und fing an die Buchstaben glühen zu lassen. Die Ideen sprudelten nur so aus ihm hinaus. Somit entstand eine perfekte Kombination aus Dialogen und interessanten Handlungscharakteren.

Seth & Richard Gecko sind Brüder, doch sind sie keine normalen Brüder. Seth Gecko saß eine gewisse Zeit lang im Gefängnis und sollte zu einer Anhörung fahren, doch da schaltete sich dann sein Bruder Richard ein. Dieser befreite seinen Bruder aus der Gefangenschaft der Staatsgewalt und von nun an sind die beiden auf der Flucht. Auf ihrer Reise durch Amerika hinterlassen sie eine Schneise aus Gewalt und Blut, welche vielen Menschen das Leben kostete. Doch ihr Ziel ist klar, Mexiko. Aber wie zum Teufel sollten es zwei Hallunken schaffen über die Grenze zu kommen ohne entdeckt zu werden? Als sie Rast an einem Motel machen, kommt ihnen die Idee. Sie nehmen sich des seelisch zerstörten Jacob und seiner beiden Kinder an, die mit einem Wohnwagen durch die Prärie fahren. Jetzt haben sie es doch tatsächlich geschafft, sie haben die Grenze überschritten und befinden sich nun in Mexiko. Als sie an einer Bar ankommen, die sich „The Titty-Twister“ nennt, glauben sie zuerst im Himmel angekommen zu sein. Eine Bar, die vor heißen Frauen, prallen Brüsten und Alkohol nur so wimmelt. Doch ihr Glück währt nicht lange. Denn wie sich herausstellt, sind die wunderschönen Latina-Frauen Vampire, welche unglaublichen Hunger haben. Also müssen sich die Gecko Brüder zusammen mit Jacob und seiner Familie gegen diese Ausgeburten der Hölle behaupten und stoßen dabei an ihre körperlichen und seelischen Grenzen. Denn, die Sonne geht erst in ein paar Stunden auf, doch wie behauptete man sich gegen eine Armee toter Vampire….

Mit „From Dusk Till Dawn“ wird dem Zuschauer genau das geboten was er erwartet. Man merkt von Anfang an, dass dies ein abgefahrener Film werden würde. Die ersten 30 Minuten sind klar zu erkennen aus welcher Feder sie stammen. Hier hatte wieder Quentin Tarantino seine Finger im Spiel, denn er bietet einen optimalen Mix aus Dialogen und einigen für das Gangsterfilm übliche Klischee. Doch wie auch schon bei „Pulp Fiction“ oder seinen anderen Arbeiten schafft er es, dass die Dialoge zu keiner Zeit langweilig wirken. Interessante Themen werden angeschnitten und daraus folgt auch, dass sich die Charaktere so entwickeln können, dass man eine gewisse (Anti-)Sympathie für sie entwickeln kann.
Nach den 30 Minuten wird der Zuschauer Zeuge eines blutigen Massakers, dass eindeutig die Handschrift von Robert Rodriguez trägt. So vermischt er typische Vampirfilm Elemente mit Road-Movie Anleihen und einer ordentlichen Prise Humor. Nach der Spannung braucht man hier nicht unbedingt suchen, denn hier liegt der Unterhaltungswert eindeutig bei den gezeigten Gewaltszenen. Rodriguez vermischt blutige Szenen mit schwarzem Humor. So z.B wenn Salma Hayek über George Clooney steht und sagt „Willkommen in der Sklaverei“ und Clooney daraufhin trocken erwidert, „Nein danke, ich war schon einmal verheiratet“. Dies sind die Momente in denen man vor Lachen fast nicht mehr ruhig sitzen kann.
Ein Running-Gag folgt den nächsten und es wird trotzdem nicht langweilig. Denn so wie die Handlung aufgebaut ist passt dieses vollkommen ins Schema.

Allgemein ist „From Dusk Till Dawn“ ein sehr unterhaltsamer Film, der gerade durch seinen Cast zu unterhalten weiß. George Clooney glänzt in der Rolle des Seth Gecko, der hier einen der wohl coolsten Bad Boys der Filmgeschichte abliefert. Seine charmanten Gesichtszüge behält er bei, doch wirkt er mysteriös und dadurch auch sehr faszinierend. Quentin Tarantino, der seine Liebe zu Trashfilme der 60er und 70er Jahre schon oft äußerte ließ es sich nicht nehmen auch in eine Rolle zu schlüpfen. So verkörpert er Richard Gecko. Seine Rolle ist sehr makaber, denn einerseits wirkt er sympathisch auf den Zuschauer und im anderen Moment denkt man sich, was das denn nur für ein kranker Psycho ist. Auch er verarbeitete in seine Handlung diverse Faibles ein. So darf er hier seinen Fußfetisch Wohlwollens ausleben.
In der Rolle des Jacob wird sieht man einen von Tarantinos Lieblingsdarstellern…Harvey Keitel. Dieser spielt den alleinerziehenden Vater und ehemaligen Pastor Jacob. Vom Leben gekennzeichnet versucht er seinen Platz in dieser Welt trotzdem zu finden. Er stellt die Konstante dar, wenn es Ärger gibt, dann ist er gleich zur Stelle um den Streit zu schlichten. Keitel liefert hier eine wirklich verdammt gute Performance ab.
Überhaupt hat Rodriguez wieder einen großartigen Cast um sich scharren können. Auf jeden werde ich nicht eingehen, denn dies ist zu viel aber auch weitere bekannte Gesichter aus ehemaligen Werken Rodriguez sind hier zu finden wie z. B sein Cousin Danny Trejo oder Cheech Marin.
Ein besonderes Merkmal dürfte der Film auf jeden Fall haben. Eine der heißesten Bühnenshows der Filmgeschichte. Salma Hayek gibt hier ihr bestes zur Geltung. Mit ihren wundervollen Formungen zieht sie jeden Mann in den Bann. Harmonierend mit der Musik von Tito & Tarantula bewegt sie sich grazil und hat somit eine der schärfsten Szenen der Filmgeschichte intus. Dies macht es auch wieder wett, dass sie eine ehr belanglose Rolle in diesem Filmchen spielt.
Man erkennt einige Anleihen an alte Größen der Genre und „From Dusk Till Dawn“ stellt auch in gewisser Hinsicht eine Hommage an das Trash-Kino der vergangenen Jahre dar.

Die ungeschnittene Fassung verweilt in Deutschland auf dem Index, doch dies ist die einzige Fassung die man sich anschauen sollte!
Wie die Fortsetzungen sind, kann ich nicht sagen, da diese mich ehrlich gesagt nicht interessieren aber „From Dusk Till Dawn“ ist mit einer der besten Filme der 90er Jahre und gehört in jede Filmsammlung! Unbedingt anschauen!!!!
10/10
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