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Final Destination 3

Herstellungsland:USA (2006)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Splatter, Thriller
Alternativtitel:Cheating Death: Final Destination 3
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,29 (117 Stimmen) Details
inhalt:
Wendy feiert ihren Highschool-Abschluss mit Freunden im Freizeitpark. Kurz bevor eine Achterbahn-Fahrt beginnen soll, hat sie die Vorahnung eines schrecklichen Unfalls. Während sie und einige Freunde aussteigen, wird der Unfall Realität – alle Fahrgäste finden den Tod. Doch das ist erst der Anfang: Ihr und ihren Freunden war der Tod vorbestimmt. Wendy entdeckt nach der Tragödie, dass Fotos aus dem Freizeitpark Hinweise enthalten, auf welche Art der Tod die Überlebenden heimsuchen wird. Während sie versucht die Hinweise zu deuten, stirbt einer nach dem anderen auf grausame Weise, bis auch ihre Zeit gekommen scheint.
eine kritik von clemens:

Derdritte Aufguss der beliebten und teils kommerziell auch sehr erfolgreichen "Final Destination"-Reihe markiert die Rückkehr von Regisseur James Wong, der sechs Jahre zuvor bereits Teil 1 inszenierte. Part 2 wurde unterdessen vom leider schon verstorbenen David R. Ellis ("Snakes On A Plane") gedreht - und zwar ausgesprochen gut. Kann Wong nun an dieses Niveau anknüpfen?

 

"FD 3" setzt vermehrt auf die makabren Todesszenen (was in "4" und "5" noch weiter ausgebaut wurde). Waren die Vorgänger noch weitgehend auf eine spannende Story ausgelegt und der Einsatz der tödlichen Unfälle sparsam und zum Wohle der Geschichte eingefügt, nehmen sie nunmehr das Hauptaugenmerk ein. Die Protagonisten werden nicht mehr von Polizei und FBI verhöhrt oder beschattet, sondern stolpern zielgerichtet von einem "Unfall" in den nächsten. Heutzutage sind jene zweifellos die Quintessenz der "FD"-Reihe, 2006 war dieser Kurs aber noch ein mutiger Schritt. Man kann den Machern sicherlich vorwerfen, zu sehr auf der damals vorherrschenden Horror-Welle mitschwimmen zu wollen, die mehr Wert auf Blut und Splatter als auf schleichenden Horror legte. Im Gesamtgefüge schafft "FD 3" diese Abkehr vom Inhalt der beiden Vorgänger aber ganz passabel.

Die versteckten Hinweise, die auf das spätere Ableben der Figuren hindeuten, sind einmal mehr gekonnt aufgezeigt. Das wirkt alles nicht zu konstruiert, nein, da haben sich Drehbuchautoren und Regisseur sehr wohl Gedanken gemacht. Wenn es dann zur Sache geht, beweisen die Macher ebenfalls ihren gewohnten Sinn für das Makabre, Morbide, was bereits die Vorgänger auszeichnete. Wenngleich der Beginn auf einem Jahrmarkt nicht ganz an das Niveau von "1" und erst recht nicht von "2" anknüpfen kann, so ist die Szene dennoch stimmig, rasant und spannend. Wenn der Sensenmann im Anschluss seine verlorene Ernte einfährt, läuft der Film zu Hochform auf. Die Todesszenen sind noch einen Tick abgefahrener als in den Teilen zuvor - und sorgen auch dafür, dass "3" der erste Final Destination ist, der in Deutschland eine Altersfreigabe ab 18 Jahren bekam.

 

Auf Seiten der Darsteller stinkt "3" jedoch ein gutes Stück ab. Mary Elizabeth Winstead ("Stirb langsam 4.0", "The Thing") und Ryan Merriman ("Pretty Little Liars") haben viel zu einfach gestrickte Figuren abbekommen und erhalten fast keinerlei Raum, etwas aus ihren monotonen Rollen zu machen. Allerdings muss man den beiden auch zugute halten, dass sie quasi "Opfer" der Neuausrichtung von "Final Destination" sind. Devon Sawa, Ali Larter, A.J. Cook und Michael Landes als Personen waren in den Vorgängerfilmen noch klar die tragenden Säulen, nunmehr sind es die Todesszenen an sich. Die eigentlichen Hauptdarsteller werden in ihrer Funktion als Mittelpunkte ein gutes Stück zurückgefahren und lassen mehr als bloßes Kanonenfutter-Dasein nicht zu. Unter diesen Umständen schlagen sich Winstead und Merriman ganz tapfer - dass allerdings "Candyman" Tony Todd als mysteriöser Leichenbeschauer fehlt, ist unentschuldbar.

 

Handwerklich ist "FD 3" mehr als solide, Wong beweist sich erneut als fähiger Director, der definitiv weiß, wie ein guter "FD" auszusehen hat. Die Spezialeffekte wissen zu gefallen und mit 89 Minuten ist er auch angenehm kurzweilig. Fans wissen wie immer, die vielen Hinweise auf die Vorgängerfilme zu deuten - und die Möglichkeit auf DVD/Blue-ray, vor den "entscheidenden" Szenen auswählen zu können, was die Darsteller tun sollten, ist ein besonderes Schmankerl.

 

Fazit:

"Final Destination 3" führt die Reihe auf einem befriedigenden Niveau weiter und ist als leicht verdauliche Horror-Kost gern gesehen. Die Regie ist erneut flott, die "Unfälle" gewohnt makaber-brutal. Ob man mit der Abkehr alter Trademarks (mehr Tod, weniger Handlung) einverstanden ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Als Gesamtfilm ist "FD 3" dennoch durchaus das ein oder andere Auge wert.

6/10
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