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Transformers

Herstellungsland:USA (2007)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Science-Fiction
Alternativtitel:The Transformers
Prime Directive
Transformers: The Movie 2
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,32 (75 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Es ist das Finale zwischen Gut und Böse, die Entscheidungsschlacht im Kampf um die Zukunft des Universums, ausgetragen auf der Erde. Transformers sind fühlende, denkende Maschinenwesen aus den Weiten des Alls, die sich als technische Gerätschaften tarnen können, als Autos, Panzer oder Flugzeuge beispielsweise. Auf der Suche nach dem Energon Cube, dem Schlüssel für die Alleinherrschaft, fallen die grausamen Decepticon-Transfomers über die Erde her und beginnen ihre Jagd auf den jungen Sam (Shia LeBeouf), der nichts ahnend die Karte besitzt, die zur Quelle der Allmacht führt. Die einzige Chance für ihn und die Menschheit, gegen die Decepticons zu bestehen, sind die heldenhaften Autobots. (Paramount Pictures)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kable tillman:

Michael Bay mag Hubschrauber

Wer es nicht schon seit "Bad Boys II" wusste, der weiß es spätestens nach "Transformers": Michael Bay mag Hubschrauber. Und Kampfjets. Selbstverständlich ebenfalls Panzer. Und Humvees auch. Und wie er Humvees mag. Die können gar nicht oft genug für seine Werke gefilmt werden, egal ob in Bewegung oder ganz lässig neben anderen Humvees stehend. Aber fernab seiner Affinität dazu, Actionfilme mit US-Waffensystemen zu verbinden, ist der Mann ein Fan und Erschaffer von großen Leinwand-Spektakeln. Auch sein "Transformers" aus 2007 ist ein Spektakel, aber ob es mehr zu entdecken gibt als schöne Computer-Trickeffekte verrät mein nun folgendes Review.

Ein Würfel namens Allspark fällt aus dem Kosmos auf die Erde. Doof, denn jetzt wollen die Decepticons (böse Roboter aus dem All), angeführt von Obermotz Megatron, ihn wieder, um die Welt zu erobern, während die Autobots (gute Roboter aus dem All), angeführt von Optimus Prime, das verhindern wollen. Dazwischen gerät der unscheinbare Loser Sam Witwicky, welcher sich in seine Klassenkameradin Mikaela verliebt hat. Nur die weiß es noch nicht.

Bay baut erstaunlich viele Figuren in seine Spielzeug-Verfilmung ein, weshalb ich keineswegs gewillt bin sie alle aufzuzählen. Es wären zu viele. Am wichtigsten sind Sam Witwicky (Shia LaBeouf) und Mikaela Banes (Megan Fox). In den Nebenrollen gibt es so bekannte Gesichter wie Tyrese Gibson, Josh Duhamel, Jon Voight,  John Turturro, Anthony Anderson und die schnuckelige Rachael Taylor zu bestaunen. Zu bestaunen trifft es ganz gut, denn das Drehbuch nötigt sie nicht unbedingt zu schauspielerischen Höchstleistungen. Sie verkörpern aber alle ihre Rollen durchweg solide, wenn auch mitunter etwas blass, und bis auf den chargierenden John Turturro nervt auch keine der Figuren den Zuschauer. Gerade bei Megan Fox fällt jedoch leider auf, dass sie ausgesprochen limitiert agiert. Ihre Rolle als Autodiebin a.D., welche auf einmal auch dem unscheinbaren Typen Chancen einräumt, kauft man ihr nur wenig ab. Optisch ist sie jedoch über jeden Zweifel erhaben, wie realitätsfernerweise fast alle weiblichen Personen in dem Film. Traurigerweise gehört ihre Leistung in "Transformers" noch zu den besseren in ihrer Karriere. Autsch.

Sam Witwicky ist auf den ersten Blick ein tollpatschiger, verpeilter Loser, der aber aufgrund ehrlicher Absichten überraschend sympathisch erscheint und die Figur darstellt, mit welcher der Zuschauer am ehesten mitfiebern wird. Gut, er ist ja auch der Hauptakteur neben den Hubschraubern und Humvees. Den größten Teil im Film nehmen jedoch die CGI-Transformers-Roboter ein: Autobots und Decepticons. Gut und Böse. Während die Autobots sowas wie die freiheitsliebenden Weltretter (hat hier jemand "U-S-A" gerufen?) sind, stellen die Decepticons sowas wie die bösen Nazi-Aliens dar, die den Würfel zurück wollen um die Weltherrschaft zu erlangen, alle Menschen sowie Autobots zu unterjochen und ihren Anführer mit "Heil Megatron" verehren. Wirklich wahr.

Bay holt aus der für sich genommen reichlich albernen Story das Beste heraus. So ist der Film voller denkwürdiger Highlights, wie einem in Liebesdingen helfenden Bumblebee ("Who's gonna drive you home tonight?"), der grandios inszenierten Ankunft der Autobots auf der Erde, sowie natürlich Roboter-Kämpfen. Vielen Roboter-Kämpfen. Die Materialschlachten sehen fantastisch aus, sind atemberaubend getrickst und vor allem das Finale strotzt nur so vor Wucht und Schauwerten, dass es fast schon überquellt. Wer von Michael Bay auch ältere Blockbuster-Produktionen kennt, wird sich an vielen Anspielungen an seine früheren Kino-Hits wie "Armageddon" oder "Bad Boys 2" erfreuen. Ebenfalls herausragend ist der Score von Steve Jablonsky, der bei der Filmmusik doch tatsächlich einige der besten Filmkompositionen überhaupt geschaffen hat. Musikalisch werden die Szenen auch gerne von rockigen Klängen oder ausgesprochen passenden Songs untermalt und das sogar im Abspann. Da lauscht man gerne weiter.

Wenn ich vom Lensflare-Effekt nicht mehr so geblendet bin und die ab und an auftretenden Längen nicht auf die Goldwaage lege, dann bleibt herrlich actionreiches, überdrehtes, etwas trashiges, aber sehr unterhaltsames Popcorn-Kino. Seine zahlreichen Schwächen, Logiklücken und Ungereimtheiten probiert der Film durch bombastische Action, zuweilen plumpen Witzen und grandioser Soundkulisse zu überspielen. Kein Film, der sich selbst ausgesprochen ernst nimmt, sondern zum mitfiebern und Seele baumeln lassen einlädt. Mir gefällt das. Am Ende reicht es diesmal für 8 von 10 Punkten. Roboter-Rumble mit Spaß-Garantie.  

8/10
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