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Universal Soldier: Day of Reckoning

Herstellungsland:USA (2012)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich
Genre:Action, Horror, Science-Fiction,
Thriller, Mystery
Alternativtitel:Universal Soldier: A New Dimension
Universal Soldier 4
Universal Soldier IV: Tag der Abrechnung
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,65 (83 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Vermummte Männer setzen John (SCOTT ADKINS) außer Gefecht. Hilflos muss er mit ansehen, wie einer von ihnen seine Maske abnimmt, sich als Luc Deveraux (JEAN-CLAUDE VAN DAMME) zu erkennen gibt und seine Frau und seine Tochter kaltblütig ermordet. Obwohl von schwersten Alpträumen geplagt, schwört der wieder genesene John Rache und macht Jagd auf den vermeintlichen Killer. Bei seinen Nachforschungen stößt er auf Hinweise auf ein mysteriöses Programm, das sich Universal Soldier nennt. Immer weiter arbeitet er sich an die Killer heran – ahnt aber nicht, er auf eine falsche Fährte gelockt wird: Teil eines größenwahnsinnigen Plans des Abtrünnigen Andrew Scott (DOLPH LUNDGREN), der die Universal Soldiers befreien und mit ihnen die Weltmacht übernehmen will. (Planet Media)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kable tillman:

Universal Blutbad 

Anmerkung: Wertungsanpassung nach dem 2015er-System.

Vorwort: Ich besitze den Film ungeschnitten in seiner 3D-Fassung, welche übrigens, da der Film auch als erster Teil der Reihe tatsächlich in 3D gedreht wurde, zu überzeugen weiß. Das Geschehen wird jedoch wesentlich intensiviert durch die betonte, greifbar wirkende Nähe zum Geschehen. Pop-Outs gibt es jedoch kaum.

"Universal Soldier" ist Kult, sein Nachfolger ein recht unnötiger und unerfolgreicher Nachklapp und lange sollte es ruhig um die Reihe werden, bis John Hyams sie mit dem überzeugenden B-Actioner "Universal Soldier: Regeneration" 2009 regeneriert hat. Und das sogar mit beiden Stars des ersten Teils, Jean-Claude Van Damme und Dolph Lundgren. Ende 2012 kam der 11.500.000$ teure, erneut von John Hyams inszenierte und inzwischen vierte Teil der Reihe, ignoriert man an dieser Stelle die TV-Filme, in den Verkauf und Verleih und sollte wieder mit den alten Hasen im Schlepptau, aber auch einem anderen bekannten Gesicht des Action-Genres, die Fans überzeugen und ein ganz spezielles "Universal Soldier"-Erlebnis bieten. Doch gelingt das dem Film? 

Johns (Scott Adkins) Familie wird vor seinen Augen in seinem Haus von Unbekannten getötet. Einen der Täter hat er erkennen können: Luc Deveraux (Jean-Claude Van Damme). Um den Tod seiner geliebten Familie zu rächen begibt er sich auf einen blutigen Vergeltungszug mit nur einem Ziel vor Augen: dem Tag der Abrechnung. 

John Hyams holt den bedächtig aufsteigenden Actionstar Scott Adkins mit ins Boot, welcher auch gleich die Hauptrolle in dem neuen Film übernehmen darf. Scott Adkins, welcher sich zuletzt immer mehr auch als ernsthafter Schauspieler beweisen will, zeigt ebenso in "Universal Soldier: Day of Reckoning" unwiderlegbar sein Talent und kann vollends in seiner Rolle überzeugen, welche sowohl physisch als auch darstellerisch einiges von dem smarten Briten abverlangt. Er vermag es erneut den Film zu tragen, wie auch schon in "Undisputed III: Redemption". In den Nebenrollen gibt es die bekannten Gesichter des 3. Teils, MMA-Legende Andrei Arlovski, welcher gleich mehrfach gegen Scott Adkins ran muss, sowie Jean-Claude Van Damme und Dolph Lundgren zu bestaunen. Insgesamt überzeugen auch ihre schauspielerischen Leistungen und sie wirken motiviert, doch beiden Stars des Originals kommen leider etwas zu kurz. Der Rest vom Cast hat kaum Auftritte und fällt glücklicherweise auch nicht negativ auf.

Die Story ist noch brutaler und verstörender als im dritten Teil, die Atmosphäre noch beklemmender und der Film insgesamt ausgesprochen erwachsen, was Bilderwelten und Thematik betrifft. Vor allem die Intensivierung der Szenen, zum Beispiel durch vereinzelten Einsatz der Ego-Perspektive, sorgt für einige  Schock-Momente, welche dem Zuschauer durch Mark und Bein gehen. Die Ernsthaftigkeit, die dabei an den Tag gelegt wird, ist unüblich im Genre und lässt den Film teilweise in die Psycho-Thriller Richtung abdriften. Dennoch ist "Universal Soldier: Day of Reckoning" vor allem ein gelungener Actionfilm, welcher neben beinharten Kämpfen auch blutige Shootouts und eine spannende Verfolgungsjagd bietet. Für Abwechslung ist gesorgt. Davon abgesehen entsetzt der Film den Zuschauer des öfteren mit harten Gore-Effekten und weigert sich bis zum Schluss ein Happy End zu kreieren. Wer bei guter Laune ist, sollte den Film vielleicht in dem Moment besser meiden.  

Bei den Prüfungsbehörden hatte es "Universal Soldier: Day of Reckoning" nicht leicht. Ungeschnitten bekam er schon in den USA nur ein NC-17 Rating und auch in Deutschland sollte er lediglich mit einem schweren SPIO/JK-Siegel ("strafrechtlich unbedenklich") unzensiert zum Verkauf stehen. Die in den Kaufhäusern üblicherweise anzutreffende Fassung hat eine FSK-18 Freigabe und ist stark gekürzt worden, vor allem in den ausufernden Gewaltszenen. Der Fan sollte also in seinem Interesse nur zur ungeschnittenen Fassung greifen, auf dessen Cover, im Gegensatz zur zensierten Fassung, bei welcher von "geänderter Fassung" die Rede ist, auch ein "Uncut"-Vermerk prangt.

"Universal Soldier: Day of Reckoning" ist ein vor Gewalt strotzender Alptraum von Actionfilm, welcher seinen Zuschauer dank beklemmender und intensiver Atmosphäre nicht kalt lässt. John Hyams führt den schon im dritten Teil der Reihe eingeschlagenen Weg in düstere Psycho-Welten gnadenlos fort und schuf den 2. besten Teil der Serie, welcher sich bewusst Elementen aus Horror-Schockern bedient. Etwas eintönig poltert jedoch der Score aus den Lautsprechern, etwas langatmig wird die Geschichte bisweilen erzählt, etwas fragmenthaft und vor allem unlogisch die Einzelteile zusammengefügt. Wie schon den dritten Teil bricht man auch "Universal Soldier: Day of Reckoning" schlussendlich, trotz seines lödlichen, neuen, fast schon philosophischen Ansatzes, wieder nur auf seine ausufernden Krawall-Szenen herunter. Atmosphäre, Action und Schauspiel überzeugen, aber Abzüge gibt es in den B-Noten. Mit Blut durchtränkter Action-Schocker für Hartgesottene. Kommen wir nun zur Wertung.

Qualitätswertung: 7 von 10 Punkten
Unterhaltungswertung: 8 von 10 Punkten
Gesamtwertung: 7,5 von 10 Punkten 

Und ich werde nach dieser Kritik hoffentlich nicht von einem Universal Soldier überfallen.

Bis zum nächsten Review!

Hochachtungsvoll euer Kable 

8/10
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Kommentare

23.07.2015 10:22 Uhr - NoCutsPlease
1x
DB-Helfer
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Hervorragend und überaus zutreffend beschrieben!
Mir hat die Psychothriller-Komponente auch richtig gut gefallen.

Es ist immer wieder interessant, was bei dir und anderen Verfassern für unkommentierte Glanzstücke zu finden sind.

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