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Fratze
Level 7
XP 779
Eintrag: 01.01.2014

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Texas Chainsaw - The Legend Is Back

(Originaltitel: Texas Chainsaw 3D)
Herstellungsland:USA (2013)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Thriller
Alternativtitel:Texas Chainsaw Massacre 3D
Texas Chainsaw Massacre 2D

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,37 (100 Stimmen) Details
inhalt:
TEXAS CHAINSAW 3D führt die legendäre Geschichte der mörderischen Familie Sawyer fort, der damals so viele Menschen zum Opfer fielen. Jahrzehnte später und hundert Meilen von den grausigen Tatorten entfernt, erfährt die junge Heather, dass sie ein Anwesen in Texas von ihrer Großmutter, von der sie bislang nichts wusste, geerbt hat. Nachdem sie sich mit ihren Freunden auf den Weg gemacht hat, um ihre Wurzeln zu erkunden, findet sie heraus, dass sie die neue und einzige Besitzerin einer aufwendigen abgesonderten viktorianischen Villa ist. Was sie noch nicht weiß ist, dass tief unten im Keller ihres neuen Besitzes bereits etwas Grauenhaftes auf sie wartet ...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von fratze:

Allen Vorbehalten zum Trotz habe ich mir nun den neueseten Vertreter des "TCM"-Franchise angesehen - und wurde wider Erwarten doch sehr positiv überrascht.

(Anm.: Ab dem nächsten Absatz werde ich fleißig spoilern; wer das nicht haben möchte, dem empfehle ich jetzt nur noch den letzten Absatz zu lesen.)

Der Film ignoriert sämtliche Sequels oder Remakes und setzt exakt am Ende des ersten (Original-) Teils an. Wir erfahren, dass der Sawyer-Clan nach den Ereignissen des ersten Teils von einem wütenden Mob texanischer Rednecks ausgerottet wurde und nur ein Baby durch Zufall das Massaker überlebt hat - zumindest scheint es zunächst so. Dieses Baby wächst heran und wird zu Heather, der späteren Protagonistin. Im Twen-Alter erfährt sie, dass ihre Großmutter gestorben ist und ihr ein Herrenhaus vererbt hat - mitsamt einem düsteren Geheimnis im Keller: Natürlich hat auch der unkaputtbare Leatherface überlebt!

Nach all dem Blut, Dreck und der Düsternis der vorangegangenen Teile - des Remakes und des Prequels nämlich - ist dieser Film doch eher ein Vertreter des Popcorn-Slasher-Kinos geworden. So wirkt die Inszenierung an einigen Stellen schon übertrieben sauber, was vermutlich daran liegt, dass sie für das 3D-Kino konzipiert wurde. Davon abgesehen erwartet einen hier jedoch ein vergleichsweise sehr blutiges Machwerk, das zwar auch das Rad nicht neu erfindet, aber immerhin eine etwas andere Herangehensweise an die Storyline mitbringt. So ist Heather wie erwähnt neben Leatherface die letzte Überlebende der Kannibalenfamilie und verbündet sich schließlich sogar mit ihm - man kennt so was in ähnlicher Form zwar schon u.a. aus der "Halloween"-Reihe, aber das macht ja nichts, denn in dieser Reihe ist es tatsächlich mal ein neuer Ansatz. Dieser Twist am Ende überträgt sich durch die Erzählweise des Films auch auf den Zuschauer, der plötzlich vorrangig Sympathien für Leatherface empfindet, wohingegen ihm dessen Opfer weitgehend unsympathisch oder sogar egal sind.

Gebührend vor dem Original verneigt sich der Film dadurch, dass zu Beginn Szenen aus Tobe Hoopers Mutter der Terrorfilme eingeblendet werden, und ich muss sagen, dass sie durch Einsatz von Soundeffekten auf mich hier sogar besser wirkten als im Original (Anm.: Dieses hat mich u.a. durch das weitgehende Fehlen von Orchestrierung und Soundeffekten wirklich eher unbeeindruckt zurückgelassen - steinigt mich!). Zudem heißt der schwarze Sheriff ebenfalls "Hooper". Überhaupt sind einige witzige Seitenhiebe bzw. Remineszensen an andere Horror-Franchises sowie die Vorgänger eingeflochten, so z.B. auf "Saw": In der Szene, wo Leatherface Heather auf die Kirmes eines Stadtfestes jagt, kommt ein Schausteller besucherscheuchend aus dem "House of Horrors" gerannt, trägt dabei eine "Jigsaw"-Schweinemaske und eine Spielzeugkettensäge. Als er Leatherface mit der richtigen Kettensäge erblickt, ergreift er die Flucht. Nicht unbedingt sehr subtil, aber deutlich, diese Botschaft - und ebenso lustig. Desweiteren ist Leatherfaces richtiger Name in diesem Film "Jedediah", so wie der Name des kleinen Jungen im Remake.

Diese kleinen, eingestreuten Gags lockern das Ganze schon auf, denn wie erwähnt, wird nicht gerade mit Kunstblut gegeizt: U.a. wird ein Freund von Heather unterhalb des Brustkorbes in zwei Teile gesägt, ein Officer verliert sein Gesicht, ein Mann landet im Schweinehäcksler (allerdings CGI!) - alles On Screen! Damit ein Wort zur Freigabe: Für einen bei der FSK durchgekommenen Titel sind die Darstellungen wahrlich nicht ohne, selbst wenn es sich "nur" um die "R-Rated"-Fassung handelt. Die Kürzungen im Vergleich zur Unrated sind dabei minimal ausgefallen, bewegen sich weitgehend im Frame-Bereich und fallen daher überhaupt nicht auf.

Fazit: Wer einen verstörenden Terrorfilm wie das Original, das m.E. sehr gelungene Remake oder das bluttriefend-brutale, abgrundtief böse Prequel erwartet, sollte die Finger von "TC3D" lassen. Dieser Streifen ist eher tauglich als Unterhaltung für einen Slasher-Abend mit Bier und Kumpels, erinnerte er mich doch tatsächlich von der Athmosphäre her ein bisschen mehr an "Final Destination" oder "Scream", wenn auch etwas weniger teenie-mäßig. Wen das nicht stört und wer sich mit der "gekürzten" Fassung arrangieren kann, der wird hier bestimmt Spaß haben - wie gesagt war er für mich bedeutend besser als erwartet.

7/10
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Kommentare

16.06.2017 17:10 Uhr - Horace Pinker
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Wunderbares Review, in welchem du wie schon bei Green Inferno einem sträflich unterschätzten Film eine gerechte Bewertung spendierst, zudem die Besprechung natürlich wie von dir gewohnt exzellent formuliert und sehr unterhaltsam zu lesen ist. Ich war vom neusten TCM Ableger auch positiv überrascht, da mir neben der Verbeugung vor dem Original, die recht herben Goreeffekte, die recht überraschenden Plottwists (die ich auch nicht so hanebüchen finde wie an anderer Stelle kritisiert, immerhin ist es ja letztlich auch ein Zweckbündnis zwischen den beiden, zudem Blut ja bekanntlich dicker ist als Wasser), einer guten Mischung aus etwas Humor und Terror/Horrorfeeling und einer sexy Alexandra Daddario in der Hauptrolle. Zwar reicht das letztlich nicht ganz an Hoopers beide Originale heran und auch TCM: The Beginning hat mir dank der gezeigten Kompromisslosigkeit noch etwas besser gefallen, allerdings finde ich TCM:The Legends is Back weitaus besser als den grausam schlechten TCM: The New Generation und auch als das imho überschätzte Remake mit Jessica Biel.
P.S.: Du könntest vlt. noch erwähnen das der Film ursprünglich in 3D herauskam und das in der Anfangsszene mehrere Schauspieler aus dem Original wie Ur Leatherface Gunnar Hansen, Sally Darstellerin Marilyn Burns, John Dugan (spielte in Hoopers Film den Großvater) und Bill Moseley (Chop Top aus Teil 2) zu sehen waren (wenn auch in anderen Rollen), was für mich auch ein großer Pluspunkt war.

18.06.2017 12:46 Uhr - Fratze
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Und wieder mal vielen Dank für die Blumen ^^

Oh, dass der ursprünglich 3D war, hatte ich aber erwähnt (2. Absatz nach der Klammer). Das mit den Original Schauspielern hab ich allerdings noch gar nicht gemerkt... hab den Film aber auch erst zweimal gesehen 8P Vielleicht ergänze ich das noch mal.

Mein Favorit des Franchise ist übrigens ganz klar "The Beginning" (auch wenn mein Rev dazu vglw. sehr sparsam ausgefallen ist), danach das Remake, dann käme tatsächlich erst das Original und dann ganz dicht auf den Fersen TC3D. Und auf den neuen "Leatherface" bin ich mal sehr gespannt.

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