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Fratze
Level 7
XP 779
Eintrag: 01.01.2014

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The Texas Chainsaw Massacre - The Beginning

(Originaltitel: The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning)
Herstellungsland:USA (2006)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,62 (208 Stimmen) Details
inhalt:
Ein Baby erblickt das Licht der Welt. Doch das Licht ist finster, die Welt so schmutzig wie grausam und überlässt das Kind seinem Schicksal. Die schräge Hewitt-Familie nimmt den Sprössling auf und erzieht ihn im Sinne ihrer ganz eigenen Familientradition. Erlebe wie alles begann, wie Sheriff Hewitt zum Freund und Helfer wurde und wo Leatherface den souveränen Umgang mit der Kettensäge gelernt hat.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von fratze:

Mit diesem Werk wurden nach Jahrzehnten die Erwartungen der Fans an einen Film, der den Namen "Texas Chainsaw Massacre" trägt, endlich voll und ganz erfüllt. Das Original von Tobe Hooper - ein Kultfilm, keine Frage - hielt sich trotz des reißerischen Titels mit den Darstellungen doch eher dezent im Hintergrund, das Kettensägenmassaker passierte fast ausschließlich im Off bzw. in den Köpfen der Zuschauer. Teil Zwei war dahingehend zwar schon sehr viel expliziter, von Tobe Hooper jedoch mehr als Satire auf den ersten Teil gedacht, in dieser Rolle allerdings einigermaßen inkonsequent. So wurde aus diesem Sequel leider eine etwas halbherzig wirkende Angelegenheit, die nicht wirklich erschreckend, kaum athmosphärisch und nur stellenweise witzig ist. Beim dritten Teil ging man wieder sehr viel ernsthafter zu Werke, die Gewaltdarstellungen wurden ebenfalls wieder expliziter; die Story hingegen ist ziemlich schwach und wirkt wie ein lauer Aufguss des ersten Teils, und athmosphärisch kommt auch bei weitem nicht das wahre Feeling auf.

Von Teil Vier reden wir lieber gar nicht erst.

Erst neun Jahre später tat sich mit dem Remake des Klassikers wieder etwas in Texas, und was soll ich sagen: Die Neuauflage konnte mich bedeutend besser überzeugen als das Original (ich weiß, es ist eine Schande!). Story, Athmosphäre, Darsteller, Orchestrierung, Geräusche und v.a. auch Blutgehalt sorgten dafür, dass "Michael Bays TCM" die Bezeichnung "Terror-Film" verdient - wenngleich auch hier noch immer nicht so exzessiv gemetzelt wurde. Dementsprechend schaffte es das nachfolgende Prequel "Texas Chainsaw Massacre: The Beginning" relativ leicht, noch einen Härtegrad draufzusetzen.

Womit ich nun zum eigentlichen Review käme: Dieser Film ist wirklich eine durch und durch bösartige, dreckige, bluttriefende und gewaltstrotzende Groteske. Was im Original wie auch im Remake nur angedeutet wurde, wird hier zur augenscheinlichen Gewissheit: Die Familienmitglieder sind Kannibalen, die Opfer werden von Leatherface und Co. on Screen zu Sülze verarbeitet. Darüber hinaus erfährt man von Leatherfaces Herkunft und warum er zu dem wurde, was er ist. In dieses Schreckensszenario eingeflochten wird die Story von vier jungen Leuten, die zufällig durch das Heimatstädtchen der besagten Familie kommen, und so nimmt das Unheil seinen üblichen Lauf.

Storytechnisch ist "TCM - The Beginning" damit eher Standard, besonderer Tiefgang wird nicht erreicht. Vielmehr lebt der Film in erster Linie durch seine Darsteller. Wieder mit an Bord sind wie schon im Remake  R. Lee Ermey, Marietta Marich, Terrence Evans und Andrew Bryniarski als Familie Hewitt (Hoyt, Luda May, Onkel Monty und Thomas/Leatherface). Allein das Zusammenspiel dieser Vier macht den Film überaus sehenswert: Ermey spielt den Sadisten Hoyt so überzeugend, dass man Gänsehaut bekommt; allein die Szene, in der Luda May "Hush little Baby" singt und dabei Baileys Haar bürstet, ist nicht minder intensiv; Bryniarski als Leatherface schließlich zeichnet sich, da er nicht mit Mimik arbeiten kann, durch äußerst eindrucksvolle Körpersprache (und -masse!) aus, wie sie sonst nur Kane Hodder als Jason beherrscht.


Fazit: Was ich damals erwartet habe, als ich mir das Original zum ersten Mal ansah, hat sich erst in diesem Film so richtig gezeigt. Wie gesagt, storygetragen ist der Film nicht unbedingt, das war jedoch wohl auch nie die Intention. Hier sollte einfach ein echter Terror-Film gemacht werden, der das hält, was der Titel bzw. das Label "Texas Chainsaw Massacre" verspricht: Ein verstörendes, böses und blutiges Miststück von Film mit häufigem Einsatz der Kettensäge. Mission erfüllt, würde ich sagen.

8/10
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Kommentare

08.08.2017 15:33 Uhr - Horace Pinker
1x
User-Level von Horace Pinker 20
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Wie dein TCM 3D Review tolle Besprechung zu einem Kapitel der filmischen Eskapaden von Leatherface, in welchem du die wichtigsten Punkte kurz und bündig auf den Punkt bringst, einen Überblick zur Reihe lieferst und deine Meinung nachvollziehbar darlegst. Vielleicht hättest du auf einige Aspekte, wie die Effektarbeit, Story oder Darsteller (zumindest die recht bekannten Mimen Jordanna Brewster und Lee Tergesen hätten noch eine Erwähnung verdient und auch die 3 anderen Hauptdarsteller haben imho eine ordentliche Leistung geliefert) noch etwas ausführlicher eingehen können, um Lesern die den Film bisher noch nicht kennen ein etwas deutlicheres Bild zu vermitteln. TCM The Beginning ist übrigens mein zweit liebster Teil der Reihe, welcher mir dank der schonungslosen Härte, der Düsternis, dem guten Schauspiel der Darsteller und dem Verzicht auf ein Happy Ending gut gefallen. Bei den anderen Teilen gehen unsere Meinungen dann aber etwas auseinander, so ist Teil 2 mein klarer Favorit und die Mischung aus durchgeknalltem Humor, Terror, blutigen Tom Savini Effekten und den erinnerungswürdigen Darstellungen (insbesondere Dennis Hopper und Bill Moseley haben es mir hier angetan) fand ich perfekt, das erste Bay Remake finde ich hingegen stark überbewertet, da es zu sehr auf Hochglanzoptik setzt, recht harmlos ausfällt und die Leistungen der Darsteller (von Ermey mal abgesehen) maximal durchschnittlich sind (Biel sticht imho auch mehr durch ihre Wet T-Shirt Einstellungen als durch nuanciertes Schauspiel hervor) und würde von mir auch nur 5-6 Punkte bekommen, lustiger Weise hat mir dann das vom selben Regisseur umgesetzte und vielfach verrissene Friday the 13th Remake sehr gut gefallen. Bei Teil 4 sind wir dann aber wieder auf einer Wellenlänge, der absolute Bodensatz der Reihe, für den sich Zellweger und McConaughey wahrscheinlich heutzutage schämen (oder es zumindest sollten ;)

08.08.2017 23:04 Uhr - Fratze
3x
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von Fratze 779
Ja, das war nicht mein bestes resp. gehaltvollstes Review, da hätt' ich gut und gern etwas mehr zum eigentlichen Film schreiben können... ging mir glaub ich etwas schwer von der Hand, weil die Handlung im Grunde so Schema F ist. Vielleicht überarbeite ich das aber noch mal, danke für die Denkanstöße.

Das Remake fand ich tatsächlich sehr gelungen, und sooo Hochglanz kam mir das eigentlich nie vor, und vor allem nicht "harmlos", weil auch da m.E. ganz viel mit der Psyche des Zuschauers gespielt wurde. Über Biels Schauspiel bzw. "Geplansche" kann man(n) natürlich streiten, aber schlecht fand ich sie jetzt auch nicht... und neben Ermey fand ich auch die gesamte Hewitt-Familie, wie auch in "Beginning", sehr gut aufgestellt, und Jonathan Tucker als Morgan hat mir auch sehr gefallen... aber naja. Alles Ansichtssache halt.

TCM 2 wäre bei mir wohl ein 6-Punkte-Kandidat, hat mich einfach nicht voll überzeugt. Der Humor hat bei mir nicht zünden wollen, und richtigen Terror hab ich ehrlich gesagt ziemlich vermisst. Beides ist versucht worden und steht sich m.E. gegenseitig im Wege bei dem Film. Die Savini-Effekte sind natürlich gelungen... auch wenn ich die Gummikettensäge durch den Bauch etwas sehr offensichtlich fand. Die Schauspielleistungen sind in Ordnung, und ja, Moseley und Hopper stechen schon hervor, aber "erinnerungswürdig" würd ich nicht sagen. Das Ende schließlich hat mir überhaupt nicht gefallen.

Schön aber, dass wir auch mal nicht einer Meinung sind. Vielen Dank für das Gespräch XD

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