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Murder-Set-Pieces

Herstellungsland:USA (2004)
Genre:Horror, Splatter, Thriller
Alternativtitel:Murder Set Pieces
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,18 (27 Stimmen) Details
inhalt:
Murder set pieces erzählt die Geschichte eines deutschstämmigen Fotogarfen in Las Vegas, der durch seine dunkle Vergangenheit gequält wird und nur ein Ventil für seine Probleme findet: Mord.
Gezielt tötet er junge Prostituierte in der Spielerstadt und verrennt sich durch seine Taten immer mehr in der Ausübung brutaler Gewalt.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von das-marten:

Das isser also, der Film von Regisseur Nick Palumbo aus dem Jahr 2004, der bereits im Vorfeld (mal wieder) als skandalösester, brutalster, härtester und hastenichtgesehen Schocker mit Superlativen betitelt wurde. Doof, wenn man sich von solchen Marketing-Strategien beeinflussen lässt, zu denen selbst Unterschichten-Bimbos wie Uli Lommel(-bommel) in der Lage sind. Im Grunde ist Werbung mit solchen Superlativen ein Indiz dafür, dass der Film nur scheiße sein kann, aber vielleicht brauchte ich auch diese Bestätigung.

 

Story

Der „Fotograf“ ist ein ganz ausgefuchster, der Strolch macht Amateuraufnahmen seiner Model-Ischen (mit seiner 10 Euro Wegwerfkamera), pimpert die Models und tötet diese dann in seinem Hobbykeller, in dem es so dunkel wie in einem Bärenarsch ist. Und so geht es dann munter weiter: er tötet, pimpert, fotografiert, pimpert, tötet, pimpert, tötet, fotografiert und abwechslungsweise trainiert er seinen Schwabbelbauch oder schaut sich Reden von Adolf im TV an.

 

Kritik

Die Darsteller agieren der Produktion angemessen, nämlich gar nicht. Hauptdarsteller Sven Garrett, der wohl als Erfinder der Pornosynchro gilt, gelingt es zwar noch ganze Sätze zusammenzustottern, aber sein peinliches Obermacho-Getue und diese Nullaussage-Sätze, mit denen er unter anderem versucht einer elfjährigen zu erklären, dass Frauen eh nur Huren sind und Männer ausnutzen, nerven bereits in den ersten Minuten. Da sorgen die kurzen Auftritte von „Candyman“ Tony Todd oder „Leatherface“ Gunnar Hansen für die einzig abwechslungsreichen Momente im gesamten Film, auch wenn diese kurz und nur bei Tony Todd halbwegs gelungen ausfallen. Pornostar Crissy Moran hat dann auch noch ihre paar Sekunden bei einem Lesben-Shooting. Auf Cerina Vincent muss man hingegen bis zum Ende warten, die hier mal wieder klar verdeutlicht, dass sie nur nackt gut ist (und DAS ist sie in diesem Film eben nicht). Nun stellt sich die Frage, wer für diese erektile Dysfunktion von Film zur Rechenschaft gezogen werden muss, da trifft einzig und allein Regisseur Nick PalwoihüwazefiFuck12345!“$% die Schuld, denn der war zusätzlich noch Drehbuchautor und Produzent - reife Leistung also.

Der Tagesablauf vom „Fotograf“ besteht also aus poppen, töten, trainieren und Nazifilme angucken, das alles wird in durchgewürfelter Reihenfolge präsentiert, teilweise auch parallel (also Nazifilme gucken und trainieren oder pimpern und töten), so dass jeglicher Zusammenhang verloren geht. Woher unser Copperfield seine ganzen Damen herzaubert und dann wieder wegzaubert bleibt somit meist ungewiss, aber wie hat mein Buddy Einstein schon gesagt – Zeit ist keine Konstante (Filmschnipsel auch nicht). Unser Vorzeige-Meuchler ist zufälligerweise auch noch Deutscher und wie wir dank einiger Superhirne wissen, sind alle Deutschen grundsätzlich auch Nazis. Der Grund, wieso er alles erst vögelt und dann umlegt ist somit schnell gefunden, er ist der Sohn einer Hure (also seine Mutter, der er aber auch schon den Hals umgedreht hat) und muss deshalb alle Frauen (also alle Huren) umbringen, wie zu erkennen ist, bewegen wir uns hier auf einem brachial hohen Niveau was Story und so’n Zeugs angeht. Da ist die jüngere Schwester seiner aktuellen Freundin noch eine willkommene Abwechslung im (generell nicht vorhandenen) Storyverlauf, da sie sehr schnell Verdacht schöpft…als Einzige! Auch darstellerisch befindet sie sich noch über Blondinenwitz-Niveau…ebenfalls, als Einzige!

Es scheint so, als ob Regisseur Nick Strandcombo zu oft Kontakt mit dem German Wunderkind Uwe Boll oder Germany’s next Vollpfosten Uli Lommel hatte. Uwe ist genau so unfähig was Provokationen angeht und Uns Uli hat es in seinen gefühlten 500 Jahren als Regisseur auch noch nicht gebacken bekommen eine ordentliche Story in seine Filme reinzurotzen. Das ist jetzt wirklich nicht aus der Luft gegriffen, sind traurigerweise mehrere Parallelen zu diesen zwei Experten in murder-set-pieces zu erkennen. Es wird auch mehrmals das World Trade Center, oder besser gesagt 9/11 gezeigt, warum das so ist würde ich selbst gerne wissen, vielleicht lagen auch diese Filmschnipsel grad zufällig auf dem Boden oder im Klo herum, zum Storyverlauf tragen sie jedenfalls nicht bei.

murder-set-pieces besteht aus so großen Logiklöchern, dass die Titanic gar keinen Eisberg mehr braucht um da reinzufallen. So ist es doch arg verwunderlich, dass dieser Typ die Frauen reihenweise abschlachtet, es aber kaum einen im Umfeld so richtig interessieren mag, nicht einmal einen Pseudo-Dorf-Sheriff, wie er in jedem halbwegs anständigen Backwoodslasher zu finden ist. Der Hit ist aber die Synchro, da ersäuft unser Killer eine Frau (weil sie sich vor ihm ausgezogen hat) und als sich ihr Kopf komplett im Wasser befindet, gelingt es ihr trotzdem noch lauthals zu schreien, passiert halt, wenn man die Vertonung in zwei Stunden erledigen muss. Im Übrigen unterscheidet sich die deutsche von der englischen Synchro sehr, da unser Hauptprotagonist im Original gern mal deutsche Durchhalteparolen von sich gibt, die in der unseren Synchro logischerweise nicht so auffallen. Diese Durchhalteparolen kriegt er dann auch ziemlich gut zusammen (der Schauspieler Sven Garrett ist ja auch ein Deutscher). Die Bildqualität ist selbstverständlich auch Kompost, gefilmt wurde mit einer Wegwerfkamera, die einen verschwommenen und amateurhaften Effekt hervorzaubert, so dass man sich genauso gut in einer älteren Bethmann- oder Schnaas-Produktion wiederfinden könnte. Zu allem Überfluss hat der „Fotofuzzi“ auch noch eine übelste Dumpfbacke als Bumse an seiner Seite, die zu keinem Zeitpunkt Zweifel an Schatzis soziopathischem Verhalten bekommt, obwohl der Typ so ziemlich alle Nachtclubs und Sex Shops in Las Vegas durchkämmt und über mindestens ein dutzend silikonverseuchter Weiber rutscht oder diese tötet, in nur 90 Minuten Laufzeit.

Aber um hier mal zum positiven zu kommen, für Titten ist gesorgt und zwar für sehr viele und auch große und super operierte!

So, aber genug Lobeshymnen für heute. Es stellt sich eher eine Frage auf, was will Regisseur Nick Dumbo nun mit dem „Werk“ murder-set-pieces erreichen; Frauen werden sexuell erniedrigt und dann getötet, check!; Selbst vor Kindern macht der Killer nicht halt und tötet sie (als Erlösung, weil sie später ja eh verdorben werden), check!; Adolf-Reden und Bilder von Katastrophen rocken die Bude fett, check!. Fehlt nur noch Tiersnuff oder Gewalt an Behinderten. Also ist murder-set-pieces der ultimative Über-Jason-Freddy-Slasher-Rape&nixmitRevenge-Film, oder würde es zumindest gern sein. Ein absolutes No Go ist jedoch eine Szene, in der es Regisseur Nick Plumbo dann mit seiner infantilen Phantasie etwas übertreibt und seine bisher verpufften Provokationen tragischerweise sogar Früchte tragen, indem er ein schätzungsweise 2jähriges Kleinkind zu seiner Toten und mit Blut verschmierten Mutter schickt und es sich dabei die Seele aus dem Leib schreit. Es ist schwer zu glauben, dass ein Kind so etwas schon richtig realisieren kann, aber gut möglich, dass es Folgeschäden davon trägt. Die ganzen Splatter- und Vergewaltigungs-Szenen lassen einen als Zuschauer hingegen völlig kalt, da der gesamten Produktion die Unfähigkeit anzumerken ist und zwar genauer gesagt die Unfähigkeit den Zuschauer zu schockieren, einfach weil ein talentfreier Regisseur beauftragt wurde und mit ein paar massakrierten Kindern oder gepeinigten Frauen kann man mittlerweile nur noch meine Omma aus dem Schaukelstuhl hervorlocken.

    

Fazit

Regisseur Nick Dummbrot würde ich permanent abraten weitere Filme zu drehen und ihm nahe legen, dass er lieber eine erfolgreiche Karriere anstreben sollte, bei der er vors Publikum tritt und Pommes Frites mit Cola serviert. Was soll man sonst mit jemanden machen, der nicht mal fehlerfrei aus einem Bus winken kann. Leider hat er schon wieder zwei weitere Filme in der Mache, die wohl bald auch auf die Öffentlichkeit losgelassen werden. murder-set-pieces ist dazu geeignet endlich mal wieder Beischlaf mit seinem/r Freund/in durchzuziehen, sollte man auch, sonst muss man ja diesen Streifen anschauen.

1/10
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