SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Ganz böses Zombiespiel aus AT · Hol dir das böse Game ohne Zollprobleme · ab 23,95 € bei gameware Wolfenstein Youngblood · Internationale Version mit Symbolik · ab 19,99 € bei gameware
gran_peter
Level 1
XP 21
Eintrag: 13.01.2014

Amazon.de

  • Angel Has Fallen
4K UHD/BD
28,99 €
BD Steelbook
18,99 €
Blu-ray
17,99 €
DVD
13,99 €
prime video
13,99 €
  • Terminator – Dark Fate
4K UHD/BD
32,99 €
Blu-ray
18,99 €
DVD
16,99 €
prime video
16,99 €
  • The Nightingale - Schrei nach Rache
Blu-ray/DVD Mediabook
26,99 €
Blu-ray
15,99 €
DVD
13,99 €
  • Good Boys - Nix für kleine Jungs
Blu-ray
15,99 €
DVD
13,99 €
Prime Video
11,99 €
  • Ad Astra - Zu den Sternen
4K UHD/BD Steelbook
39,99 €
Blu-ray
19,99 €
DVD
16,99 €

Evil Dead

Herstellungsland:USA (2013)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung
Genre:Horror, Fantasy, Splatter, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,22 (256 Stimmen) Details
inhalt:
Mia (Jane Levy) und ihr Bruder David (Shilo Fernandez) freuen sich auf ein paar freie Tage, die sie mit ihren Freunden Olivia (Jessica Lucas), Eric (Lou Taylor Pucci) und Natalie (Elisabeth Blackmore) in einer entlegenen Waldhütte verbringen wollen: Doch dann entdecken die Fünf „Das Buch des Todes“ - und wecken damit düstere Dämonen. Nur einer von ihnen bleibt von den Untoten verschont und muss fortan einen erbitterten Kampf um sein Leben führen.
eine kritik von gran_peter:

„Evil Dead“ (2013) ist das Regiedebüt des uruguayischen Regisseurs Fede Alvarez und gleichzeitig das Remake bzw. die Neuverfilmung des Genreklassikers „The Evil Dead“ (1981) von Sam Raimi, der zusammen mit Bruce Campbell – der als Titelfigur Ash aus dem Original einen kleinen Cameo-Auftritt nach dem Abspann hat – auch als Produzent fungierte. Die durchaus treffende und überzeugende musikalische Untermalung liefert dabei Roque Baños, der u.a. die Soundtracks für einige Filme des spanischen Ausnahmeregisseurs Álex de la Iglesia geschrieben hat. „Evil Dead“ kann sowohl aufgrund vieler Parallelen und Andeutungen als Remake aber auch als Fortsetzung – eingangs sieht man Ash´s Oldsmobile Delta 88 – angesehen werden. Fede Alvarez und Bruce Campbell haben zudem in einem Interview auf der WonderCon Andeutungen gemacht, dass sie nach zwei weiteren Teilen planen, die Geschichten von Ash und Mia zusammenführen zu wollen.

 

Kritik:

 

 

„I will feast on your soul!“ … „Feast on this, Motherfucker!”

 

 

„Evil Dead“ gehört zu der Kategorie von Remakes, die ihrem Vorbild inszenatorisch –  Kameraführung, aber vor allem handgemachte Special-Effekts – und mit vielen Verweisen – Necronomicon, Kamerafahrt durch den Wald, Baum-Vergewaltigungs-Szene, diabolisches Lachen der Besessenen und die Kettensäge als Andeutung auf die beiden Fortsetzungen – Tribut zollt, aber dennoch mit guten Einfällen, einer kontinuierlich steigernden Blutorgie und einem stimmigeren Drehbuch die Geschichte bereichert und so sowohl Fans als auch eine breitere Masse befriedigen kann. So zählt er nicht wie „Psycho“ (1998) als lächerliche Kopie in Farbe oder wie „Halloween“ (2007), der zwar einen guten Film darstellt, aber bis auf die Grundstory keine Gemeinsamkeiten geschweige denn den Esprit seines Vorbilds aufweist, zu gescheiterten Versuchen moderner Adaptionen gefeierter Horrorfilme. Alvarez hingegen gelingt nämlich der Spagat zwischen Hommage und Neuinterpretation sehr überzeugend, was aber angesichts der Beteiligten – Raimi, Campbell, Baños – kein Wunder sein dürfte.   

 

 

„Evil Dead“ erzählt wie sein Vorbild die Geschichte von mehreren Jugendlichen, die durch widere Umstände in einer Waldhütte festsitzen und von Dämonen heimgesucht werden bzw. diese von ihnen Besitz ergreifen. War die Motivation der jungen Erwachsenen im Original noch „feuchtfröhlicher Natur“ – was mittlerweile zu einem abgedroschenen Klischee verkommen ist und durch „The Cabin in the Woods“ (2011) der Lächerlichkeit preisgegeben wurde –, so dient nun der Aufenthalt in der verlassenen Einöde den Entzugsbemühungen um die drogenabhängige Mia, deren Freunde fest entschlossen sind, sie vor der vollständigen Rehabilitation nicht gehen zu lassen. Das Drehbuch erweist sich hierbei als vorteilhaft, da es eine plausible Begründung für die ersten Geschehnisse liefert, so können die anfänglichen, ungewöhnlichen Erfahrungen von Mia auf ihre Entzugserscheinungen zurückgeführt werden.

 

 

Der Rest des Drehbuchs erinnert – abgesehen von den finalen Wendungen – unvermeidlich an seine Vorlage, durch Lesen der Beschwörungsformeln werden die Dämonen heraufbeschwört und so fallen die fünf selbigen zum Opfer und rafft sie nacheinander hin. Auch wenn die meisten der Jung-Schauspieler austauschbar sind, so sind sie im Rahmen der Horrorkonventionen als solide einzustufen allen voran weiß besonders Jane Levy zu überzeugen und die Geschichte um die fünf Freunde wirkt insgesamt runder als bei vergleichbaren Vertretern des Genres. Die meisten Figuren sind in die Geschichte gut integriert und das Verhalten auf die Ereignisse ist durchweg glaubwürdig. Leider wird das Potential der Geschichte in Bezug auf den Drogenentzug verspielt, denn die Möglichkeit, dass sich das ganze Geschehen nur in Mias Kopf abspielt, wird kaum ausgespielt.

 

 

Während „The Evil Dead“ noch einen schwarzhumorigen und satirischen Unterton aufwies ist das Remake durchweg bitterernst und durch seinen humorfreinen, düsteren Ton – getragen von den düsteren Klängen von Roque Baños – damit grundlegend verschieden von seinem Vorbild. Er ignoriert häufig seine phantastischen Elemente – die Baum-Vergewaltigungs-Szene wirkt fast so, als ob sich Mia lediglich in seinen Zweigen verheddert – und so manifestiert sich das Böse nicht im unheimlichen Wald, sondern vor allem in den von Dämonen besessenen Akteuren. Die Personifizierung des Bösen und die enorme Gewaltdarstellung schockieren und ekeln, besonders hervorzuheben ist dabei der Verzicht auf CGI, bei der Umsetzung des gewaltigen Blutreigens kann der Film wie auch schon das Original mit handgemachten Special-Effekts und einer starken Maske bzw. Make-Up überzeugen. Kontinuierlich steigt das Maß der Gewaltdarstellung, das sich in immer neuen Exzessen äußert und besonders Splatterfans zu gefallen weiß. Drehbuchtechnisch hält der Film auch noch eine finale Überraschung bereit, die aber leider nur durch eine absolut alberne Idee zustande kommt.

 

 

Auch wenn „Evil Dead“ nicht „der härteste Film, den du je gesehen hast“ ist – ein Anspruch dem man  aufgrund subjektiver Wahrnehmungen nur schwer gerecht werden kann –, so ist das in vielen Belangen – Grundstory, Schlüsselszenen, Atmosphäre, Kamerafahrten, Make-Up und handgemachte Special-Effekts – huldigende Remake eine blutige, harte, teilweise auch erschreckende und zuletzt eine gelungene Hommage an Sam Raimis Original, der den Zuschauer aber auch an neue Orte führt und den Appetit auf die Weiterführung des „Evil Dead“-Universums anregt. 

 

 

Resumeé:

 

 

Fede Alvarez Neuinterpretation funktioniert als Hommage und vor allem als blutiger Splatterfilm, der kaum Wünsche offen lässt. Durch verstärkte Gewaltorgien, sinnvolle Drehbucherweiterungen und einen finalen Twist hebt er sich auch mit seinem bitterernsten Ton vom Original ab und schafft es so auch eingefleischte Fans des Originals nicht zu verschrecken. Der wahre Horror spielt sich zwar nicht in den Köpfen der Zuschauer ab, doch allemal auf der Leinwand und hat damit hohen Unterhaltungswert. 8.5/10

 

 
8/10
mehr reviews vom gleichen autor
Atomic
gran_peter
8/10
die neuesten reviews
Kickboxer
TheMovieStar
6/10
Bridge,
hudeley
Warte,
Anti-Pirat
10/10
You
Ghostfacelooker
Do-Over,
Cabal666
5/10
Somewhere
Cabal666
6/10
Torment
hudeley
4/10
kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)
© Schnittberichte.com (2020)