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Cabin of the Dead

(Originaltitel: Wither)
Herstellungsland:Schweden (2012)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror
Alternativtitel:Vittra
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,53 (17 Stimmen) Details
inhalt:
Eine Gruppe enger Freunde entscheidet sich das Wochenende in einer scheinbar verlassenen Waldhütte zu verbringen. Schon bald nach ihrer Ankunft kippt die gute Stimmung, denn die Anwesenheit der jungen Leute hat offenbar dämonische Kräfte zum Leben erweckt. Panik bricht aus, als sich ein Mitglied in ein zombieartiges Wesen verwandelt. Auf sich allein gestellt kämpfen die jungen Leute nun ums nackte Überleben…
eine kritik von nivram:

Sieben Portionen menschliches Kanonfutter, bestehend aus den genretypischen Figuren (der Idiot, die notgeile Hure, der kiffende Egoist, das blonde Dummchen, der jungfräuliche Held, seine Freundin und zu guter letzt noch das Mädchen, das nur mitkommt, um sich von irgendeinem schlimmen Vorfall in der Vergangenheit zu erholen... Ich denke, ihr wisst, wovon ich rede!), fahren für ein Wochende in die Wälder von Irgendwo-fernab-der-Zivilisation, weil der Vater des Helden dort eine leer stehende Hütte gefunden hat und die sieben Totgeweihten dort in Ruhe feiern wollen. Doch, welch große Überraschung, lebt in der Hütte irgendein Dämon (glaube ich zumindest, was genau dieses Viech darstellen soll, wird nicht so exakt gesagt) und nach dem üblichen Vorspiel, welches glücklicherweise etwas kürzer als in dem meisten anderen Horrorfilmen ausfällt, beginnt auch schon das Massaker!

Zuerstmal sei gesagt, das meine vorherige Storyumschreibung sich vermutlich um einiges negativer liest, als ich den Film letztlich bewerte. Es ist halt nur so, das Figuren und Story die mit Abstand größten Kritikpunkte dieses ansonsten überdurchschnittlichen Genrebeitrag aus dem im Horrorfilmbereich doch recht exotischen Schweden sind. Denn alles in allem macht "Wither" (Originaltitel, über den albernen deutschen Titel breite ich mal das erbarmungsvolle Tuch des Vergessens) zwar absolut nichts neues, aber viel altes, und das richtig gut.

Dabei interpretiere ich den Film mehr als Verneigung vor den Genregrößen wie zum Beispiel "Tanz der Teufel" als einen Versuch, sich mit diesen zu messen oder sie einfach nur zu kopieren. Höchstewahrscheinlich bewusste paralellen zu bekannten Horrorklassikern wirken im Film nie wie blosse Nachahme, sondern wie durchdachte Persiflage von einem Filmteam, das sich vermutlich aus Horrorfilmfans zusammensetzt. Kurzum: Der Film wirkt irgendwie symphatisch.

Die Darstellern sind allesamt unbekannte No-Names, machen ihre Arbeit aber in der Regel souverän. Nur die beiden schwarzhaarigen Mädchen zeigten gelegentliche Anfälle von Overacting. Abgesehen von den sieben Jugendlichen gibt es noch so einen alten Kerl mit Gewehr, der auch noch ein bisschen Screentime hat und etwas bemüht wirkt. Die Story verläuft ebenfalls nach demaltbekannten Horrorfilmmuster ohne großartige Überraschungen. Jedoch treten die Dämonen schon recht schnell auf den Plan, sodass zumindest nicht allzuviel Langeweile aufkommen kann. Das Gemetzel schreitet auch zügig voran, ohne wirklich lange Pausen oder nervig in die Länge gezogene Sequenzen. Die Figuren, welche lange genug überleben, um den plötzlichen Angriff zu verkraften und etwas zu unternehmen, handeln sogar halbwegs logisch, zum Beispiel, indem sie nicht alleine, sondern zu zweit in den dunklen Wald ziehen und dabei vorher noch schnell eine Axt einpacken, was die meisten Horrorfiguren wohl nicht tun würden.

NUn aber zu einem der gelungensten Aspekte des Films: Den Goreszenen! Ich vermute mal, die Prüfer von der FSK wurden fünf Minuten vor der Sichtung mit Blindheit geschlagen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass dieser Streifen ungeschnitten ab 18 Jahren freigegeben wurde, während nicht ganz so harte Filme auf dem Index landen. Die Macher von "Wither" hatten offenbar Spaß daran, mit vermutlich handgemachten Effekten ein Filmmassaker zu kreieren, das diese Bezeichnung auch verdient hat. Es gibt nahezu keinen Raum in der Hütte, der im Verlauf des Films nicht zumindest in Ansätzen rot angestrichen wird.

Apropos Hütte: Diese wurde ordentlich umgesetzt. Auch wenn es schwer ist, während des Films ein genaueres Verständnis für den Aufbau der Hütte zu erhalten, finden die Kämpfe meist über mehrere Räume statt, was durchaus dynamisch wirkt.

 

Fazit:

Blutig, schmutzig, und in seiner Machart deutlich an die Klassiker des Horrorkinos angelehnt: Wäre diese Film in den Achtzigern erschienen, könnte er heute theoretisch Kultstatus haben. Passend für einen gepflegten Kinoabend!

8/10
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