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Butterfly Effect - Das Ende ist erst der Anfang

(Originaltitel: The Butterfly Effect)
Herstellungsland:USA (2004)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Drama, Fantasy, Thriller, Mystery
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,54 (84 Stimmen) Details
inhalt:
Bereits während seiner schweren Kindheit wurde Evan (Ashton Kutcher) wegen seiner ständigen Blackouts von einem Psychologen behandelt, der ihm dazu riet, Tagebuch zu führen. Als Collegestudent entdeckt Evan nun, dass er mithilfe der alten Tagebücher wie mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit reisen kann. Er beschließt, die schrecklichen Ereignisse seiner Jugend im Nachhinein zu korrigieren um so seine große Liebe Kayleigh(Amy Smart) zu retten. Doch jede Änderung der Vergangenheit hat in der Gegenwart unterwartete, katastrophale Auswirkungen...
eine kritik von boondocksaint123:

Du hast die Macht die Geschichte neu zu schreiben

 

Evan Treborn scheint ein normaler Junge zu sein, doch hat er ein ganz großes Problem. Er verliert die Kontrolle über sich und hat öfters einige Black Out`s. Was seiner Mutter Sorge bereitet, da sie befürchtet, dass er die gleiche Krankheit haben sollte wie Evan`s Vater. Deshalb wird Evan ans Herz gelegt Tagebuch zu führen. Somit kann er seine Erinnerungen immer wieder zurückholen und damit auch die Tatsache sich an einige vielleicht verdrängten Ereignisse wieder zu erinnern. So gab es im Leben von Evan immer wieder einige drastische Schicksalsschläge. Doch nun ist er Erwachsen, seit mehreren Jahren keinen einzigen Rückfall mehr. Als er eines Tages seine alten Tagebücher wieder findet und darin herumblättert muss er feststellen, dass er mit diesen zurück in die Vergangenheit reisen kann. Eigentlich eine klasse Sache denkt sich Evan, doch was er nicht bedenkt, wenn er etwas in der Vergangenheit verändert so kann es katastrophale Auswirkungen auf die Gegenwart nehmen.

Mit „The Butterfly Effect“ ist dem Regisseur-Duo Eric Brass & J. Macky Gruber ein Meilenstein der Filmgeschichte gelungen. Die Thematik der Zeitreise stellt an sich nichts neues im Bereich des Filmes dar, doch die richtige Würze macht es aus! Der Zuschauer begleitet Evan, den man in mehreren Altersgruppen zu Gesicht bekommt. Mal ist er 9 Jahre alt, dann 13 und am Ende mit 20 Jahren. In diesen Zeitabständen wird dem Zuschauer eine düstere und beklemmende Geschichte geboten, die auf den ersten Blick hin nichts Besonderes zu sein scheint, doch bei genauerer Betrachtung ist es etwas, dass den Zuschauer noch eine sehr lange Zeit zum nachdenken anregt.

 

Es passiert mir nicht oft, dass mich ein Film mit offenem Mund und offenen Fragen zurück lässt. Ein Film der es sogar schafft, auch wenn ich ihn schon mehrere Monate nicht mehr gesehen habe, dass er immer noch im Kopf bleibt. Und doch schafft es „The Butterfly Effect“. Als ich den Film zum ersten Mal im Jahre 2004 gesehen habe war ich 11 Jahre alt. Es ist kaum vorstellbar, doch jedes Jahr landet dieser Film mindestens 2 Mal in meinem Player und ich kann es einfach nicht glauben, dass er mich trotzdem noch jedes Mal aufs neue fesselt und sprachlos zurück lässt. Da man nicht versucht hat einen handelsüblichen Hollywood Blockbuster zu produzieren sondern einen Film, der auf so vielen Ebenen einfach faszinierend ist, bricht es einem schon fast das Herz wenn man mit ansehen muss, dass der Film 2 Fortsetzungen erhalten hat, die dem Titel einfach nicht würdig werden. Aber das ist eine andere Geschichte!

In der Rolle des Evans sieht man größtenteils den damals 26 jährigen Ashton Kutcher. Damals galt er noch als Schönling und von vielen wurde er auch als Nichts-Nutz geschimpft. Wer solch eine Äußerung auch noch nach Sichtung des Filmes von sich gibt hat es nicht anders verdient als dass man ihn mit Prügeln straft (kleiner Scherz am Rande!).  Ich gebe zu, dass ich damals auch nicht viel von Kutcher gehalten habe, doch seit seiner Leistung in „The Butterfly Effect“ habe ich ein ganz anderes Bild von ihm. Er verleiht dem Charakter des Evan eine so persönliche Note so als wäre er es tatsächlich. Die Emotionen die er in diesem Film einbringt lassen niemanden kalt. Denn die Situationen in welchen sich Evan und der Zuschauer wiederfinden, sind realistisch und sehr deprimierend. Es gibt keine Szene die den Film auflockert oder wenn es dazu kommt, dann hält dieses wirklich nur ein paar Minuten an und man wird wieder in die harte Realität zurück geschmissen.
Die weibliche Hauptrolle in diesem Film spielt Amy Smart. Sie spielt die Figur der Kayleigh Miller. Kayleigh ist die beste Freundin von Evan und auch seine einzige Liebe. Da man Kayleigh in verschiedenen Lebenslagen wiederfindet ist es sehr traurig mit anzusehen wie Evan versucht trotzdem ihr Herz für sich zu gewinnen. Amy Smart hat Kayleigh so genial verkörpert, man kauft ihr ihre Rolle auf anhieb ab. Mal sieht man sie in einer fröhlichen Lebenslage und im nächsten Moment verändert sich alles und Evan muss versuchen die Realität so gut es geht wieder herzustellen.

Da ich bisher nur die Kinofassung gesehen habe kann ich mir kein Urteil über die alternativen Fassungen machen. Doch schon die Kinofassung beherbergt einen Film, der einem nicht lange aus dem Kopf zu gehen mag. Die Handlung ist alles andere als locker und luftig. Sie ist prägnant und sehr träge und wenn man es sogar zulässt vermag sie es den Zuschauer über mehrere Stunden hinunter zu ziehen. Es ist erstaunlich was dieser Film mit einem Menschen anstellen kann, wenn man bedenkt, dass es sich nur um einen Film handelt.

„The Butterfly Effect“ ist einer der bedrückendsten, traurigsten, tragischsten und faszinierendsten Filme den ich jemals gesehen habe. Es ist nicht zu viel gesagt wenn ich behaupte, dass man sich noch in 20 Jahren an diesen Film erinnern wird. Hier herrscht eindeutig die Pflicht sich dieses Meisterwerk anzuschauen! 

10/10
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Kommentare

02.04.2015 23:50 Uhr - Phantron
1x
Gute Review, aber 10/10 werden zu leicht vergeben, genauso wie bei diesem Film, der meiner Meinung nach "nur" eine 8 verdient hätte, bestenfalls aber eine 9.

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