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Django Unchained

Herstellungsland:USA (2012)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Abenteuer, Action, Drama, Komödie,
Western
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,60 (95 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Angesiedelt in den Südstaaten, zwei Jahre vor dem Bürgerkrieg, erzählt DJANGO UNCHAINED die Geschichte von Django, ein Sklave, dessen brutale Vergangenheit mit seinen Vorbesitzern dazu führt, dass er dem deutschstämmigen Kopfgeldjäger Dr. King Schultz Auge in Auge gegenübersteht. Schultz verfolgt gerade die Spur der mordenden Brittle-Brüder und nur Django kann ihn ans Ziel führen. Der unorthodoxe Schultz sichert sich daher Djangos Hilfe, indem er ihm verspricht, ihn zu befreien, nachdem er die Brittles gefangen genommen hat – tot oder lebendig. Nach erfolgreicher Tat löst Schultz sein Versprechen ein und setzt Django auf freien Fuß. Dennoch gehen die beiden Männer ab jetzt nicht getrennte Wege. Stattdessen nehmen sie gemeinsam die meistgesuchten Verbrecher des Südens ins Visier. Während Django seine überlebensnotwendigen Jagdkünste weiter verfeinert, verliert er dabei sein größtes Ziel nicht aus den Augen: Er will seine Frau Broomhilda finden und retten, die er einst vor langer Zeit an einen Sklavenhändler verloren hat. Ihre Suche führt Django und Schultz zu Calvin Candie. Candie ist der Eigentümer von "Candyland", einer berüchtigten Plantage auf der Sklaven in sportlichen Wettkämpfen gegeneinander anzutreten. (Sony Pictures Internetseite)

eine kritik von fat_jack:

Da steht also nun der nächste Tarantino ins Haus. Von vielen als der Filmmessias schlechthin vergöttert, kann ich diese Ansicht nicht ganz teilen. Reservoir Dogs find ich gut. Mit Pulp Fiction kann ich bis heute nichts anfangen. Allerdings is es auch schon viele Jahre her, dass ich den das letzte mal sah. Vielleicht hätte er bei neuzeitiger Sichtung bessere Chancen. Aber dazu ein ander mal mehr. Jackie Brown und Death Proof hab ich noch gar nicht gesehen. Inglourious Basterds fand ich sehr gelungen und das nicht zuletzt wegen dem überragendem Christoph Waltz. Und nun also Django. Wieder mit Waltz, wieder ein Volltreffer? Nicht ganz, aber es ist auf jeden Fall ein guter Film.

Fangen wir doch gleich mit dem besten an. Waltz. Es ist eine Wonne dem Mann zuzusehen. Auf jeden Fall würde ich ihm den erneuten Oscargewinn sehr gönnen. Er spielt den deutschen(?) Zahnarzt/Kopfgeldjäger sehr überzeugend und man merkt ihm an, dass dieser Charakter sich in dieser Epoche amerikanischer Geschichte nicht wirklich wohlfühlt und die Sklaverei über alles verabscheut. Dann wären wir schon bei seinem Partner. Foxx alias Django Freeman. Die beiden harmonieren sehr gut miteinander, allerdings hat Waltz auf dem Papier die ausgiebigere Rolle und kann seinem Schultz viel mehr Finessen und Hintergründe verleihen. Foxx spielt seinen Part gekonnt herunter. Auf der anderen Seite die Bösen. DiCaprio als Plantagenbesitzer Monsieur Candie ist auch ganz gut besetzt, aber ich würde diese Darstellung nicht als eine seiner besten einordnen. Man merkt aber, dass er sichtlich Spaß an der Rolle des Bad Guy hatte. Jackson als sein Oberhaussklave Stephen passt auch. Man merkt, darstellertechnisch gibt es nicht viel zu bemängeln. Es gibt viele Cameos, viele bekannte Gesichter.

Der Film geht fast satte 3 Stunden. Zu lang? Vermutlich schon. Gerade im Mittelteil und zum Schluss kommen diverse längen auf und man fragt sich, ob man hier nicht etwas hätte weglassen können. Denn der sonst einwandfreie Erzählstil der Geschichte leidet hier doch sehr. Darüber kann man aber gerade noch so hinwegsehen, denn die Geschichte ist mit viel Ehrgeiz erzählt und schafft einen wunderbaren Spagat zwischen Komik und ernsthafter Dramaturgie. Gerade das Thema Sklaverei wird hier sehr kritisch beleuchtet und bekommt in den richtigen Momenten die nötige Ernsthaftigkeit. Gut gemacht Tarantino.

Der Gewaltpegel ist gerade zum Ende hin erstaunlich hoch gehalten. Hier wäre etwas weniger vielleicht auch mehr gewesen. Wobei es hier schwer einzuordnen ist, in welche Kerbe Tarantino schlagen wollte. Das Kino hat bei jedem Shootout gegröhlt, ergo könnte man interpretieren, dass er mit Bedacht übelst überzeichnet hat. So wirkte es aber nicht immer.

So bleibt Django Unchained alles in allem ein guter, aber nicht sehr guter Film. Den Vergleich mit anderen Tarantinos spar ich mir an dieser Stelle, da seine Filme nicht unbedingt zu meinen Lieblingen gehören. Aber ich denke ich kann sagen, Inglourious Basterds hat mir etwas besser gefallen, hatte er doch die etwas besseren Dialoge.

8/10

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