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Lone Ranger

Originaltitel: The Lone Ranger

Herstellungsland:USA (2013)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Western
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,53 (17 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Der kauzige Indianer Tonto (Johnny Depp) erzählt seine ganz eigene Version der sagenhaften Geschichte des maskierten Lone Rangers: Die berühmten Texas-Ranger sorgen für Recht und Ordnung. Meistens jedenfalls. Als die gefürchtete Cavendish-Gang in einem spektakulären Gewaltakt einen Zug überfällt, um ihren Anführer Butch (William Fichtner) aus den Händen der Ranger zu befreien, nimmt die Sache ein böses Ende und John Reid (Armie Hammer) bleibt dem Tode geweiht in der Wüste zurück, bis Tonto ihn findet und ihm das Leben rettet. Beide sinnen, wenn auch aus unterschiedlichen Beweggründen, auf Rache – leider so ziemlich ihre einzige Gemeinsamkeit. Allen Gegensätzen zum Trotz tun sie sich aber zusammen und der totgeglaubte John gibt sich mit Hilfe einer dunklen Maske nun als Lone Ranger die Ehre. Ab jetzt wird nur noch nach den eigenen Regeln gespielt und im wildesten aller Western mal so richtig aufgeräumt... (The Walt Disney Company)

eine kritik von fat_jack:

Ich muss zugeben, bis vor ein paar Tagen wusste ich im Prinzip nichts über Lone Ranger, weil es mich schlicht und einfach nicht interessiert hat. Western war sowieso nie mein Genre. Depp in seiner typischen Rolle. Als dann zu mir durchgedrungen ist, dass Verbinski auf dem Regiestuhl platz nahm, wurde mein Interesse geweckt. Verbinski, Depp, da kann nicht viel schiefgehen, oder? Tut es auch nicht. Lone Ranger ist ein sehr gelungener Film.

Fangen wir doch gleich mit dem Zugpferd an. Depp. Er spielt was er immer spielt. Ich frage mich, ob er auch noch was anderes kann. Aber warum ändern was funktioniert. Nicht mehr als einmal fühlt man sich ein wenig an Captain Jack Savvy Sparrow aus Fluch der Karibik erinnert. Und das ist auch so ziemlich der einzige Kritikpunkt, den sich Lone Ranger gefallen lassen muss und vermutlich auch der Grund des Misserfolgs (bisher). Die breite Masse scheint sich daran satt gesehen zu haben. Und, so ehrlich muss man sein, Lone Ranger erzählt einem auch nicht wirklich was neues, serviert aber ein wirklich schmackhaftes, aufgekochtes Süppchen. Aber in Zeiten, in denen ein Film wie TED (wohl der am meisten überschätzte Film überhaupt) den Nerv der Zeit trifft, wundert es mich nicht, dass so eine eigentliche Perle auf der Strecke bleibt. Vielleicht wäre es doch besser gewesen, sich für eine klarere Linie zu entscheiden. Mal ein bisschen witzig, dann wieder bierernst und für einen FSK 12 Disney Film enorm zeigfreudig. Mir gefiel dieses Mischmasch weil, ähnlich wie bei Fluch der Karibik, ein überaus doller Charme entsteht. Bleibt am Ende eigentlich nur noch die Frage, hätte Lone Ranger in einer anderen Richtung und ohne Depp funktioniert? Wohl eher auch nicht. Aber so ganz an einem finanziellen Desaster wie Heaven's Gate damals kratzt Lone Ranger dann auch nicht dran. Alles in allem wird das Budget am Ende wieder drin sein. Aber das reicht natürlich nicht und so wird ein überaus charmanter Einzelfilm der Fall bleiben.

Depp in seiner Paraderolle, die er auch noch mit 3,6 Promille im Schlaf runterbeten könnte. Im Prinzip ok, aber auf Dauer wird es etwas eintönig, was man von ihm so sieht. Ihm zur Seite steht Armie Hammer als der Titelheld. Auch der macht eine ordentliche Figur, ohne dabei besonders herauszuragen. Einen besonderer Vermerk gebührt Colonel Willie Sharp, pardon, William Fichtner als der Badguy Butch Cavendish. Herrliche Vorstellung, tolle Erscheinung. Der wird als Bösewicht in Erinnerung bleiben und hoffentlich ist Mr. Fichtner damit etwas mehr in den Fokus gerückt. Zu gönnen wäre es ihm. Der zweite Kritikpunkt, wenn auch nur ganz klein, ist Ruth Wilson in der weiblichen Hauptrolle. Warum Kritik? Als Eyecandy geht sie definitiv nicht durch und für den Rest gibt die Rolle, beziehungsweise das Drehbuch einfach nicht genug für sie her. Da fand ich Helena Bonham Carters Charakter viel interessanter und man hätte durchaus mehr von ihr sehen wollen.

Filmisch kann man Lone Ranger nun wirklich nichts vorwerfen. Ein typischer Blockbuster mit opulenter Ausstattung, einer tollen Atmosphäre, beeindruckenden Bildern und, trotz über 2 Stunden Laufzeit, kaum Leerlauf. Im Mittelteil hätte es ruhig noch mehr Action sein dürfen, aber das ist meckern auf hohem Niveau. Wenn es dort auch etwas gemächlicher zugeht, herrscht keineswegs Langeweile. Die Geschichte wird dann eben mit Worten voran getrieben und mit etwas absurder Komik aufgelockert.

Ein wirklich guter Film. Allerdings kann ich die Leute verstehen, die sich vom Schema F gelangweilt fühlen. Verbinski, Depp, "Fluch der Karibik im Wilden Westen", da dachten wohl alle, das sei eine sichere Bank. Da haben sie die Rechnung allerdings ohne den gemeinen Pöbel gemacht, der wohl auch ab und wann gerne mal etwas neues sehen möchte. Wer aber durch die Bank unterhaltsame Blockbuster ohne Tiefgang, dafür mit allem anderen sehen will, der ist bei Lone Ranger bestens beraten.

9/10

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