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Eintrag: 07.02.2014

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Der New York Ripper

(Originaltitel: Lo squartatore di New York)
Herstellungsland:Italien (1982)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Horror, Krimi, Splatter, Thriller,
Mystery
Alternativtitel:Lucio Fulci's New York Ripper
Der Schlitzer von New York
New York Ripper
The New York Ripper
Manhattan Ripper
Psycho Ripper
The Ripper

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,69 (86 Stimmen) Details
inhalt:
New York wird von einem äußerst brutalen Serienmörder terrorisiert, der es nur auf Frauen abgesehen hat. Sein markantestes Merkmal ist die absurde Stimme, die an eine Ente erinnert. Da er seine Opfer scheinbar wahllos auswählt, fehlt dem ermittelnden Kommissar Lt. Fred Williams (Jack Hedley) bisher jede Spur und so wendet er sich an den Psychologen Dr. Davis, der ein Profil des Killers erstellen soll. Zwischenzeitlich begeht der Mörder seinen ersten Fehler und hinterlässt eine schwer verletzte Zeugin, deren Beschreibung die Polizei nach einem Mann mit zwei fehlenden Fingern fahnden lässt. Doch auch hier wird man bald feststellen, dem Falschen nachgejagt zu haben, während der eigentliche Täter weiter sein perfides Spiel spielt...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von dissection78:

Lucio Fulci drehte in den Jahren von 1969 bis 1991 - beginnend mit "Nackt über Leichen" und "Die Nackte und der Kardinal" bis schlussendlich hin zu "Voices from Beyond" und "Door to Silence" - etliche berühmt-berüchtigte Produktionen, vornehmlich im Horrorbereich, von denen "Woodoo - Die Schreckensinsel der Zombies", "Das Syndikat des Grauens" (ein Gangsterfilm), "Ein Zombie hing am Glockenseil", "Die Geisterstadt der Zombies", "Zombie III", "Nightmare Concert" und eben vorliegender "New York Ripper" in Deutschland auf die Liste der wegen angeblicher Gewaltverherrlichung beschlagnahmten Filme kamen. Die oftmals vordergründige Brutalität war ein Hauptgrund, warum Fulci einen solchen Kultstatus in der Horrorgemeinde erreichte (und einen gewissen Hass vonseiten selbsternannter Jugendschützer und Moralapostel erfuhr). Außerdem kann man viele seiner Genrewerke durchaus als kleine Perlen bezeichnen, selbst wenn sie nicht frei von Schwächen sind.

"Der New York Ripper" (Originaltitel: "Lo squartatore di New York") wurde in New York City und Rom gedreht und feierte im März 1982 Weltpremiere. Anders als in seinen vorangegangenen Horrorfilmen, die übernatürliche Elemente beinhalteten, war Fulci in vorliegendem Streifen eher der Realität verpflichtet. Auch das Kernteam aus seinen Untoten-Streifen ist hier zusammengeschrumpft (auf Co-Drehbuchautor Dardano Sacchetti und Cutter Vincenzo Tomassi).
Statt Zombies oder anderer Dämonen, geht hier ein sadistischer Serienmörder in New York City um, der mit Vorliebe junge Frauen tötet und verstümmelt. Durch diese eher realistische Herangehensweise ist "Der New York Ripper" in meinen Augen der härteste Fulci-Film (noch vor der dilettantischen Werkschau "Nightmare Concert" von 1990). Hier gibt es reichlich nackte Haut zu sehen, die mehr oder weniger handlungsdienend eingestreut ist. Dazu gesellen sich extrem grausame Morde, die zur damaligen Zeit in ihrer Detailfreudigkeit kaum zu überbieten waren sowie die psychologisch zwar an den Haaren herbeigezogene, jedoch niederschmetternd-nihilistische Auflösung (die Sache mit dem kranken Mädchen), wobei die offensive Verquickung von Sex und Gewalt oftmals übertrieben anmutet. Neben Mario Landis 1979er "Giallo a Venezia" und "The Killer Is Still Among Us" (1986) von Camillo Teti gehört "Der New York Ripper" somit zu den sexistischsten und extremsten Gialli überhaupt.
Wobei: Als richtig klassischen Giallo würde ich den "Ripper" nicht bezeichnen. Er schlägt teilweise eine andere Richtung an als die typischen Argento-Filme oder die frühen Fulci-Gialli. Es ist eher ein Großstadt-Cop-/Serienkiller-Krimi mit expliziten Mordszenen ohne rauschhafte Inszenierung, sondern nüchterner gefilmt. Motivisch stehen - das ist giallo-typisch - psychosexuelle Pathologien im Vordergrund. Dann erinnert mich persönlich wiederum die sleazige Atmosphäre vom "Ripper" teilweise an "Nightmare in a Damaged Brain" oder "Maniac", allerdings auch nur in der Hinsicht, dass die drei Filme in einer Großstadt spielen und Sex mit Gewalt verbinden. Doch während der "Ripper" ein Krimi ist, kommen "Nightmare" und "Maniac" eher als Psychogramm daher.
Leider sind Geschichte und Drehbuch teilweise arg wirr. Es werden Figuren und Handlungsstränge eingeführt, die zum weiteren Handlungsverlauf kaum was Bemerkenswertes beitragen und so einige langatmige Sequenzen enstehen lassen. Spannung ist trotzdem vorhanden.

Ihren Dienst auf den Darstellerposten versehen u.a.:
Der britische Theater-, Film- und Fernsehschauspieler Jack Hedley als Cop Fred Williams. Neben seiner Rolle im "Ripper" ist mir Hedley peinlicherweise vor allem als "Mortimer" aus den "After Eight"-Werbespots der 90er bekannt, aber auch als "Sir Timothy Havelock" aus "James Bond 007 - In tödlicher Mission";
Howard Ross, der seit Anfang der 60er in etlichen Peplums seine beachtlichen Muskeln spielen und in noch mehr Italo-Western seine Knarren sprechen ließ. Sein Part im "Ripper" ist Beiwerk und dient eher dazu dem Publikum einen Hauptverdächtigen zu präsentieren. Ein Charaker ist "Mickey Scellenda" (so der Rollenname) nicht wirklich, sondern ein einziger plumper "red herring". Er hat keine Dialoge und taucht dann und wann im Film auf;
Paolo Malco ("Das Haus an der Friedhofsmauer", "Murder in an Etruscan Cemetery", "Thunder Warrior", "Midnight Killer") als Psychologe Dr. Paul Davis, der der Polizei beratend zur Seite steht;
Almanta Suska (alias Almanta Keller; "Fluch des verborgenen Schatzes"), hier als Fay, die einzige Überlebende eines Angriffs des "Rippers";
Andrea Occhipinti (alias Andrew Painter), der als Physiker Peter und Freund von Fay zum engen Verdächtigenkreis gehört;
Alexandra Delli Colli als Jane Forrester Lodge, die im Auftrag ihres Ehegatten, Peep-Shows besucht, Sex mit anderen Männern hat und dies auf Tonband aufzeichnet. Dieser Charakter ist ebenfalls etwas, tja, seltsam, weil er zwar recht langwierig eingeführt wird, letztendlich aber doch nur als Opfer des "Rippers" dient.
Sie spielen allesamt absolut ordentlich. Gerade von italienischen Genrefilmen bin ich hier weitaus Schlimmeres gewohnt. Lucio Fulci selbst hat auch - wie schon in früheren Arbeiten - einen Cameoauftritt (als Polizeipräsident).

"Der New York Ripper" wurde 1983 von der damaligen BPjS indiziert und vom AG München direkt (ohne vorherige Beschlagnahme) eingezogen (2008 auf Liste B folgeindiziert):
"Der New York Ripper": UFA-ATB, Düsseldorf; indiziert: BAnz. vom 25.05.1983; Fassung bis 1984; UFA-Video GmbH, München; AG München, Einziehungsbeschluss vom 06.04.1988, Az.: 451 Ds 465b Js 174719/86; Merkmal der neuen, nicht beschlagnahmten Fassung: "Neue Version" in der linken unteren Ecke des Videofilms.
1992 wurde eine weitere Version indiziert: Die italienische VHS unter dem O-Titel "Lo squartatore di New York" von SSV / A & V Scalisi. 5 weitere Fassungen wurden beschlagnahmt (VHS & DVD) aus Deutschland (Astro, Laser Paradise) und Österreich (Digital World).
In Großbritannien kam "Der New York Ripper" zwar nicht auf die "Video Nasty"-Liste, jedoch wurde vom BBFC eine Freigabe verweigert, was einem Aufführungsverbot (auch privat) gleichkommt, und somit aus den Kinos verbannt. Auf Anordnung des konservativen BBFC-Direktors James Ferman wurden 1984 alle Kopien des Streifens in UK eingezogen und außer Landes gebracht. Eine leicht gekürzte Fassung wurde erst 2002 ab 18 Jahren freigegeben.

Alternativtitel:
+ "Lucio Fulci's New York Ripper", "Der Schlitzer von New York", "New York Ripper", "The New York Ripper", "Manhattan Ripper", "Psycho Ripper", "The Ripper"+

Fazit:
Sadistische und etwas wirre Mixtur aus Giallo und Großstadt-Cop-Krimi, die zwar extrem misogyn rüberkommt, aber zeitweise recht spannend ist... es ist doch nur ein Film, ein Film, ein Film ;)
6,5 Punkte

6/10
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