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Saw

Herstellungsland:USA (2004)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,12 (275 Stimmen) Details
inhalt:
Zwei Männer erwachen in einer kargen Kellerzelle aus ihrer Ohnmacht, mit Ketten an gegenüber liegende Wände gefesselt. In der Mitte liegt eine übel zugerichtete Leiche. Nach und nach werden den beiden Fremden Hinweise zugespielt, die ihnen angeblich den Weg in die Freiheit oder einen elenden Tod weisen sollen. Aus diesem sparsamen Szenario entwickelt James Wan einen panischen Wettlauf mit der Zeit, dessen klaustrophobische Enge durch Rückblenden und einer parallelen Storyline über einen obsessiven Cop auf der Suche nach dem Jigsaw-Killer aufgebrochen wird.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von insanity667:

Obwohl die Wurzeln des Genres, welches wir heute machmal auch gern abfällig "Torture Porn" nennen, bis in die 70er zurückreichen ("The Wizard of Gore" "Bloodsucking Freaks") war es 2004 jedoch ein Film, welcher eine regelrechte Lawine losgetreten hat und diese Form des Thrillers auf seinen langen Weg gebracht hat. Mit "SAW" ist den Machern James Wan ("Insidious 1 &2" "The Conjuring") und Leigh Whannell ("Dead Silence") zusammen mit dem Produzententeam Burg/Koules/Hoffman ein großer und vorallem überraschend guter Wurf gelungen.

Die Story ist ein klassisches Kammerspiel zwischen zwei in einem engen und heruntergekommenen Raum eingesperrten Männern. Zum einen Dr. Lawrence Gordon (Cary Elwes) und zum anderen Adam (Leigh Whannell). Zudem liegt mitten in der ganzen Chose noch eine übel zugerichtete Leiche mit einer Pistole und einem Tonbandabspielgerät in der Hand. Unsere beiden Opfer erhalten Anweisungen von ihrem anonymen Peiniger durch ein Tonband und Hinweise über versteckte Sachen innerhalb des Raumes, darunter 2 Sägen, mit denen sie den Fußfesseln zwar nicht beikommen, aber das war offensichtlich auch nicht die Intention dahinter. Im Verlauf der Handlung erzählt Dr. Gordon die Geschichte um den unheimlichen Jigsaw Killer, den Ermittlungsprozess von Detective Tabb (Danny Glover) und wie er selbst vermeintlich in diese missliche Lage geraten ist. Somit wird uns hier eine aussergewöhnlich gut durchdachte und perfekt portionierte, spannende Geschichte geboten mit einem legendären Plot-Twist umgesetzt von gänzlich überzeugenden Darstellern. "SAW" ist einfach brilliant in seiner Komplexität, aber dennoch zugänglich und leicht zu verstehen weil alles wissenswerte für diesen ersten Teil in den knapp 100 Minuten untergebracht wurde, ohne das es überladen wirkt. Ein kleines Kunststück, welches nur selten gelingt.

Der Technik wird bei "SAW", vorallem was Kamera und Schnitt angeht, meisterhaft alles entlockt was dem Film Tempo, Atmosphäre und Spannung verleiht. David A. Armstrong hinter der Kamera z.B. schafft es tatsächlich manchmal den kleinen Raum optisch auf Hallengröße aufzublasen oder auf Erbsengröße zusammenzuschrumpfen. Die tolle, abwechslungsreiche Beleuchtung und die detailverliebten Sets (auf die diese perfekt abgestimmt wurde) tun ihr Übriges. Gekonnt zusammengeschnippelt wurde die ganze Geschichte dann von Kevin Greutert, welcher auch z.B. bei "The Strangers" als Cutter tätig war. Musikalisch betätigte sich hier Ex-Nine Inch Nail Charlie Clouser ("Dead Silence") , welcher einen unglaublich guten und stimmigen Score abliefert der sich ins Gedächtniss brennt.

Für einen Alptraum diese Kalibers mussten natürlich auch entsprechend harte visuelle Effekte her und so wird bereits beim Erstling der Serie ordentlich geblutet und gematscht. Wirklich gestört hat das unsere Jugendschützer aber offensichtlich nicht denn der Director's Cut ist hierzulande problemlos ab 18 mit FSK Segen zu erwerben. Softere Filme aus dieser Zeit hat es da schlimmer erwischt. 

Fazit:

Mit "SAW" gelang den Machern ein unglaublich intensiver Einstieg in eine neue Dimension des Thrillers. Der Film fesselt von der ersten Sekunde an und verliert im Verlauf der Handlung trotz der vielen Nebenstränge und Rückblenden sogut wie nie an Tempo und wird auch für den aufmerksamen Zuschauer nicht unübersichtlich. Die fiesen Fallen, die nervenzerfetzenden Twists und die Spannung am Ende... einfach insgesamt eine geile Idee! Damals war der Film wirklich mal was Ausgefallenes und Neues, was vielen nach den unzähligen Fortsetzungen und Kopien wohl heute nicht mehr so bewusst ist.

Mir ist es noch bewusst, wie begeistert ich von "SAW" war und deshalb bekommt er auch herausragende 10/10 Punkten!

10/10
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