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BoondockSaint123
Level 12
XP 2.215
Eintrag: 09.02.2014

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Grotesque

(Originaltitel: Gurotesuku)
Herstellungsland:Japan (2009)
Genre:Horror, Splatter

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,71 (27 Stimmen) Details
inhalt:
Ein junges Liebespaar erwacht gefesselt an einem ihnen unbekannten Ort als Gefangene eines offensichtlich geistesgestörten Fremden. Der Unbekannte macht seinen beiden Opfern unmittelbar klar, dass sie nun eine Zeit des Schmerzes und der Pein erwartet. Er stellt ihnen aber ein Entkommen aus diesem Martyrium in Aussicht: Sie sollen ihn von ihren Überlebenswillen überzeugen. Doch der Weg zu dieser Erlösung ist gnadenlos hart, denn der Wahnsinnige versteht viel von seinem perversen Handwerk: Mithilfe diverser Folterwerkzeugen und ausgerichtet auf das größtmögliche Schmerzempfinden zerstört und verstümmelt er langsam die Körper seiner Gefangenen und degradiert sie zu fleischlichen Spielzeugen seiner ultragewalttätigen Gelüste ...
eine kritik von boondocksaint123:

Ein junges Pärchen läuft sorglos durch die Straßen, doch sie haben eine falsche Abzweigung genommen. Sie werden von einem Mann überwältigt und k.o. geschlagen. Doch der blanke Horror fängt erst noch an. Die Beiden wachen in einer Art Lagerhalle auf, gefesselt und geknebelt. Ihr Angreifer stellt sie vor die Wahl, Leben oder Sterben? Doch um Leben zu können müssen sie dafür kämpfen und ihre Schmerzgrenzen weit hinter sich lassen.

Vor ein paar Jahren sah ich „Grotesque“ zum ersten Mal und damals war ich maßlos von diesem Werk enttäuscht. Mir wurde nichts geboten, dass ich auch nur im Ansatz als gut betrachten würde. Doch die Jahre können einen verändern. Da ich gerade dabei bin die CAT III Reihe von Illusions zu sammeln, musste auch „Grotesque“ zu der Sammlung dazu gehören. Es war ein Kampf diesen zu finden und mein Eigen nennen zu dürfen, doch ich habe es geschafft.

Einige Jahre sind vergangen und ich habe mir „Grotesque“ ein zweites Mal angeschaut und ich musste feststellen, dass ich ihn heute um einiges besser finde als damals. Was dem geneigten Zuschauer von Anfang an klar sein sollte ist, dass es kein leichtes sein dürfte sich diesen Film anzuschauen. Die Zeigefreudigkeit des Werkes ist um einiges härter als man es von den üblichen Mainstreamfilmen ala „Saw“ oder „Hostel“ kennt. „Grotesque“ bewegt sich auf einer ganz anderen Ebene und stellt den Film „Guinea Pig: Flowers of Flesh and Blood“ in den Schatten. Die Eröffnungssequenz zeigt schon, in welche Richtung sich dieser Film bewegen wird. Eine sehr düstere und kalte Stimmung macht sich breit, wenn man das Pärchen durch die Straßen laufen sieht. Es wirkt schon fast, als hätte man es mit einer normalen Handkamera gefilmt, was auch so ist. Man wollte den Anschein erwecken, dass es real ist.
Eine nachvollziehbare Handlung wird hier nicht geboten, dass muss man vorher schon mal wissen, denn der einzige Zweck von „Grotesque“ ist es, dem Zuschauer eine neue Dimension des Schmerzes zu präsentieren. So erlebt man 70 Minuten lang, wie dieses Pärchen auf bestialische Weise gefoltert wird. Was zunächst so aussieht, als würde kein Sinn hinter allem stecken, so merkt man immer mehr, dass der Film trotzdem eine Botschaft herüber bringen will, die man aber so leicht nicht deuten kann. Vor allem kann sie von jedem anders aufgefasst werden, weshalb ich darauf nicht näher eingehen werde.
Die Folterszenen erweisen sich stellenweise als sehr brachial und vermögen es auch dem Zuschauer einen gewissen Schmerz zuzufügen. So habe ich bei einer Szene mit dem Opfer sogar mitfühlen können, was in der Hinsicht wohl jeder Mann tun kann/wird. Doch so brutal die Szenen auch sein mögen, werden sie durch einen Fehler sogar als lustig dargestellt. Die Szenen werden oft mit einem übertriebenen Soundeffekt dargestellt, was sogar zum schmunzeln anregen kann. Wie auch schon bei „Guinea Pig 2“ ist der Killer eine Art abstrakte Zeichnung eines gequälten Individuums, dass sich aber durch sein Overacting zu einer Art Witzfigur entwickelt. Man kann ihn zu keiner Zeit ernstnehmen, doch eine gewisse Sympathie kann er trotzdem auf sich ziehen. Was besonders hervorragend zu diesem Werk passt ist die musikalische Untermalung der Folterszenen, welche durch klassische Melodien hervorgehoben wird. Auf absurde Weise passen diese Musikstücke zu den gezeigten Szenen und können die Stimmung sogar intensiver gestalten.

 Die Schauspieler selbst sind ziemliche Laien. Das sie schlecht seinen, will ich damit absolut nicht behaupten! Gerade dadurch, dass sie Laien sind erfüllen sie sogar das Klischee und können somit eine überzeugendere Darbietung bringen und erweisen sich als hervorragende Besetzung für diesen Film. Hätte man den Film mit bekannten Gesichtern versehen, wäre es bei weitem nicht so überzeugend gewesen!

Regisseur Kōji Shiraishi hat sein Ziel erreicht. Er erschuf einen Film, der einzig und alleine dafür gemacht wurde um den Zuschauer zu schockieren und anzuekeln. Dieser Film wurde zu so einem großen Skandalfilm, dass er in Deutschland bisher nicht erschienen ist und es wohl auch noch einige Jahrzehnte dauern dürfte bis dies geschehen wird. Die BPjM war nicht sonderlich glücklich über die gezeigten Szenen, weshalb dieser auch auf der Indizierungsliste B Platz genommen hat. Das weitere Schicksal des Filmes wird sich noch zeigen. 

„Grotesque“ ist kein einfacher Film, dass muss jedem klar sein, der vor hat sich dieses Werk anzuschauen. Doch wenn man sich tatsächlich dazu durchringt sich dessen anzunehmen, dann könnte man sogar seinen Spaß haben. Auf jeden Fall ist es abzuraten sich „Grotesque“ anzutun, wenn man einen schwachen Magen hat! Jeder, der ihn sich trotzdem anschauen möchte, dem wünsche ich viel vergnügen. 

8/10
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