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Centurion - Fight or Die

Originaltitel: Centurion

Herstellungsland:Großbritannien (2010)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Abenteuer, Action
Alternativtitel:Ninth Legion, The
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,43 (35 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Schottland im Jahre 117 vor Christus. Eine römische Legion marschiert durch das von feindlichen Stämmen wimmelnde Hochland. Als die Römer plötzlich von einem Pikten-Stamm in einen Hinterhalt gelockt werden, endet das für den Grossteil der Soldaten in einem gnadenlosen Massaker. Fast alle Legionäre werden abgeschlachtet und der römische General entführt. Lediglich sieben Römer überleben das entsetzliche Blutbad. Darunter auch Centurio Quintus Dias (Michael Fassbender). Von ihm angeführt, bricht der stark dezimierte Trupp unverzüglich auf, um ihren Oberbefehlshaber aus der Hand des Feindes zu befreien. Unglücklicherweise wird bei der Rettungsaktion jedoch auch der Sohn des Pikten-Führers getötet. Sofort heften sich die besten Krieger des Stammes unter Führung der verschlagenen Etain (Olga Kurylenko) auf die Fersen der flüchtenden Römer. Fortan gehetzt von rachsüchtigen und tödlichen Feinden, beginnt für Quintus und seine Männer der nackte Kampf ums Überleben. (Paramount)

eine kritik von mynan:

"Centurion" handelt von der Legende des Verschwindes der 9. römischen Legion 117 nach Christus in Schottland. Regisseur Neil Marshall ("The Descent", "Dog Soldiers", "Doomsday") hat nach eigenem Bekunden mit seinem Film spekuliert, wie sich alles zugetragen haben könnte.

Er erzählt die Geschichte überwiegend aus der Sicht des Centurions Quintus Dias (Michael Fassbender), der miterleben muss, wie die besagte 9. Legion in einen brutalen und verheerenden Hinterhalt der Pikten gerät. Nahezu die komplette 9. Legion wird hierbei ausgelöscht, nur wenige Männer überleben, darunter Centurion Quintus Dias. Fortan sind die Männer auf der Flucht durch das rauhe, unwirtliche Schottland und müssen um das nackte Überleben kämpfen.

"Centurion"ist ordentlich spannend-rau-atmosphärisch inszeniert und, wie es sich für einen Neil Marshall-Film gehört, ausgesprochen blutig und trägt daher das FSK-18 Siegel sicherlich zurecht. Der Film ist in übewiegend sehr fahlen, kalten Farbtönen gehalten, nur das (teilweise leider CGI-) Blut sticht hier heraus. Neil Marshall hat in einem Interview betont, dass der kühle Look ausdrücklich von ihm so gewollt war, um die Kälte Schottlands, der die Männer ausgesetzt sind (und wo tatsächlich auch gedreht wurde) hervorzuheben. Das hat bei mir auch während des Schauens von "Centurion" durchaus so funktioniert, der Film hat mich stellenweise frösteln lassen.

Für "Centurion" stand Neil Marshall eine illustre Besetzung zur Verfügung; erwähnenswert sind hier insbesondere Michael Fassbender, Olga Kurylenko, Dominic West, Ulrich Thomsen und Imogen Poots. Aber auch der alte Weggefährte Marshalls, Liam Cunningham ("The Tournament"), ist, wie bereits in "Dog Soldiers", wieder dabei, ein charismatischer Schauspieler, den ich sehr gerne sehe.

Michael Fassbender hat in einem Interview betont, dass "Centurion" kein klassischer Sandalenfilm ist, sondern thematisch eher "Flucht-und Verfolgungs"-Filmen wie "Apocalypto" oder "Auf der Flucht" zugeordnet werden kann. Das trifft es in meinen Augen ziemlich gut, da der Film weniger ein üppiges Schlachtengemälde darstellt, als vielmehr den Schwerpunkt auf die Flucht und den Überlebenskampf der Männer legt. Man sollte also nicht mit der Erwartung an "Centurion" herangehen, dass hier epische Schlachten en masse dargeboten werden.

Nichtsdestotrotz sind die Kämpfe, die man geboten bekommt, brutal, schmutzig und sehr dynamisch inszeniert, teilweise jedoch etwas zu schnell geschnitten und dadurch unübersichtlich, was mich, ebenso wie das bereits erwähnte offensichtliche CGI-Blut, etwas stört. Jedoch sind auch noch genügend handgemachte Effekte zu bewundern, was den Film für mich wieder aufwertet.

Insgesamt bietet "Centurion" keine großen Überraschungen; auf historische Genauigkeiten sollte man hier sowieso nicht spekulieren. "Centurion" will ein reiner Unterhaltungsfilm sein, und das gelingt ihm meiner Meinung nach durchaus spektakulär und spannend.

Neil Marshall hat mich mit seinen Filmen bislang noch nie enttäuscht, und das ist auch nach der Sichtung von "Centurion" so geblieben. "Centurion" ist zwar nicht unbedingt mein Lieblingsfilm von Neil Marshall (das bleibt immer noch "The Descent"), aber auf jeden Fall ein sehenswerter Film, der sehr deutlich Marshall´s Handschrift trägt. Die Tatsache, dass Marshall seine Linie, "Erwachsenenfilme" zu drehen, konsequent durchhält, freut mich ungemein. Ich werde ihm somit weiterhin positiv verbunden bleiben.

Hach, was wäre das schön und interessant gewesen, wenn er das Robocop-Remake auf seine Art hätte inszenieren dürfen...

8 Punkte.

 

8/10
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