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Hell's Labyrinth - Die Höhle des Grauens

(Originaltitel: Carnivorous)
Herstellungsland:USA (2007)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror
Bewertung unserer Besucher:
Note: 1,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Eine Gruppe von einander unbekannten Personen, die der Gesellschaft im großen und ganzen nicht sonderlich nützlich waren (Diebe, Drogensüchtige, Mörder...) wird entführt und findet sich in einer Art Parallelwelt wieder, um dort von unmenschlichen Monstern dahingemetzelt zu werden. Die einzige Hoffnung auf Rettung besteht aus einem verschrobenen Einsiedler, der schon seit längerer Zeit in dieser Welt überlebt hat und der möglicherweise einen Ausweg kennt...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von nivram:

Beginnen wir dieses Review gleich mit einer fundamentalen Erkenntnis: Es gibt keinen Gott! Denn wenn es einen geben würde, dann hätte er alles ihm mögliche getan, um die Existenz dieses Machwerks (Sadisten und Komiker würden es als "Film" bezeichnen) zu verhindern. Aber fangen wir von vorne an mit dem Aufarbeiten dieses Trauerspiels...

Was auch immer es ist, es beginnt mit zwei Personen, einem Mann und einer Frau, die durch einen Tunnel robben und eine kleine Halle mit Staturen von Monstern an den Seiten erreichen. Dort befindet sich auch ein Typ afroamerikanischer Abstammung, der sie zur Stille auffordert. Leider zu spät, denn schon nach ein paar sinnlosen Kameraschwenks und ein paar Schritten springt plötzlich ein Monster (sieht aus wie einer dieser mutierten Frösche in Resident Evil) auf den erstgenanntenTypen und tötet ihn (ohne Blut, ohne Gore, ohne irgendetwas, es schlägt einfach nur einmal auf ihn ein und das war es). Die Frau und der Schwarze laufen hinter eine der Staturen, wo der Schwarze die Frau anherrscht, er würde sie töten, wenn sie nicht still wäre. Da solche Unhöflichkeiten absolut nicht in Ordnung sind, erscheint hinter ihm ein weiteres Monster und macht kurzen Prozess (erneut im Offscreen). Die letzte Überlebende läuft hinter eine weitere Stature, die praktisch sofort zum Leben erwacht und auch ihr außer Sichtweite des Zuschauers das Lebenslicht auspustet. Dieser Prolog soll wohl schon einen kleinen Vorgeschmack bieten, wirkt aber bemüht und wird im gesamten Rest des Machwerks nicht mehr erwähnt (die Halle kommt nie wieder vor, auch wenn die Monster noch mehrfach auftauchen).

Nach dem Prolog und der Titeleinblendung mit kurzem Vorspann sehen wir die weibliche Hauptfigur Kate Walker (im Abspann und im Machwerk selber heißt sie nur Kate, ihr Nachname steht einzig und allein auf der Inhaltsbeschreibung der DVD), die mit ihrem Auto irgendwo im nächstbesten Wald umherfährt und plötzlich eine Sprachnachricht auf ihr Handy bekommt. Eine Männerstimme fragt sie, wo sie sich verstecken würde und droht ihr an, sie zu töten, wenn er sie gefunden hat. Wer ist der mysteriöse Anrufer, und warum will er ihr ans Leder? Leider (oder zum Glück?) findet der Anrufer oder diese Begebenheit im Rest der Geschichte keinerlei weitere Erwähnung.

Gefühlte zwei Meter weiter hat ihre Karre einen Platten. Nachdem Kate weder einen Ersatzreifen noch Handyempfang finden kann, setzt sie ihre Reise zu Fuß fort (natürlich denkt sie nicht daran, ein paar Meter zurückzulaufen, wo ihr Handy noch tadellos funktionierte...). Wie auf Bestellung fährt zufällig ein LKW vorbei, der auch gleich anhält. Jedoch scheint ihr der Fahrer sehr suspekt, weshalb sie ihn nach einer kurzen Unterhaltung gleich wieder abwimmelt und weitergeht. Der Fahrer entsteigt daraufhin seinem Fahrzeug, entnimmt diesem eine Schaufel und jagt Kate eine halbe Minute durch den Wald, bevor er sich im besten Michael-Myers-Style direkt vor sie teleportiert und sie niederknüppelt.

Sie erwacht stehend in einer Art Kabine, die sich jedoch bald öffnet und sie in einen Raum mit mehreren ähnlichen Kabinen, aus denen andere Leute steigen, die ebenfalls von diesem Mann entführt wurden. Darunter sind unter anderem ein Kleptomane (also ein Typ, der zwanghaft Sachen klaut), eine Drogensüchtige, ein Junge, der nur aphatisch vor sich hinredet und offenbar seine Schwester getötet hat, zwei Blondinnen (eine von ihnen sagt keinen Ton, die andere wird allein dadurch charakterisiert, dass sie erzählt, sie wäre bei ihrem alltäglichen Sparziergang entführt worden) und ein unsymphatisches Großmaul, das die ganze Zeit irgendwelche Schimpfworte verwendet und dem Entführer offenbar ein paar Unschöne Dinge antun will, wenn er ihn in die Finger kriegt. Dazu noch ein paar Statisten, die keine weitere Aufmerksamkeit verdienen. Insgesamt sind es so um die zwölf Personen, auch wenn in Gesprächen behauptet wird, es seien um die zwanzig. Es folgen die üblichen Dialoge, in denen die Figuren feststellen, dass alle auf ähnliche Art und Weise entführt wurden und niemand weiß, warum sie hier sind oder wo sie sich befinden. Dann hören sie plötzlich eine Art Knurren aus einem dunklen Gang. Der Unsymphat (Namen haben nebenbei bemerkt kaum welche, der Kleptomane heißt Rick und der Schwestermörder Max, das war es aber auch schon) baut sich sofort vor dem Gang auf und fordert mit ein paar Gesten plus Machogehabe, das wer auch immer sich dort verstecke, gefälligst herauskommen solle. Als dann aber ein paar Monster (die Froschmonster) auftauchen, sucht der Unsympath mit allen anderen sofort das Weite. Die Statisten werden allesamt getötet, nur die von mir zuvor erwähnten Individuen können vorerst entkommen. Die Kills sind einfach nur erbärmlich (erbärmlich ist ein ziemlich passendes Wort, um den Film im großen und ganzen zu umschreiben), es wirkt eher so, als würden die Monster ihre Opfer zum Töten nur einmal antippen, und Blut gibt es schon gar nicht zu sehen.

Während die Blondinen und der Unsympath jeweils einzelnd allein sind, schaffen es Kate, der Kleptomane Rick, Mörder-Max und die Drogensüchtige, zusammen hinter ein Tor zu kommen, dass die Monster nicht öffnen können (warum auch immer...). Dort bereden sie kurz, wo sie sein könnten, und Räuber-Rick stellt die gewagte These auf, dass sie verstorben wären und nun in der Hölle für ihre unwürdigen Seelen büßen müssen. Dabei fragt er Kate, ob sie etwas Schlimmes in ihrem Leben getan hätte, was sie nach kurzem Zögern verneint (an dieser Stelle hätte es super gepasst, auf den Anruf am Anfang zurückzukommen, aber diese Gelegenheit wird einfach verschenkt). Die Gruppe läuft weiter. Derweil trifft der Unsympath auf eine der beiden Blondinen (die, die immer sparzieren geht). Er fordert sie auf, ihm nicht zu folgen, aber sie beharrt darauf, dass "er sie braucht". Weshalb er ihre Hilfe nötig haben sollte, wissen vermutlich nicht einmal die Macher des Streifens, aber er scheint dem nichts entgegenzusetzen zu haben und sie gehen gemeinsam weiter.

Die Gruppe um Kate findet eine Leiter, die nach oben führt, aber bevor sie sie erklimmen können, taucht hinter ihnen ein Typ mit Schwert und unrasiertem kinn auf und verkündet, dass diese Leiter eine Falle wäre. Desweiteren bezeichnet er sich als Reiseleiter und heißt sie im Paradies willkommen, um diese Aussage sofort als "Scherz" zu revidieren. Dann fordert er sie auf, ihm zu folgen, wenn sie leben wollen. Räuber-Rick ist skeptisch, ob der Fremde ihnen wirklich Gutes will, aber Kate folgt ihm sofort und die anderen schließen sich ihr an. Die Fünf kommen an einen Abgrund, doch der Fremde aktiviert eine Brücke. Als alle außer dem Fremden drüber sind, kommen von hinten ein paar Monster, die der Fremde auf Abstand halten kann, indem er den Monstern mit einem seltsamen Stein vor der Nase rumfuchtelt (sieht einfach nur albern aus). Räuber-Rick schlussfolgert daher, dass der Fremde mit den Monstern gemeinsame Sache macht, und sie deaktivieren die Brücke und lassen ihn zurück.

Später kommen sie an einen Gang, der mit Stacheldraht voll ist. Hinter ihnen erscheint ein monster, und die Drogensüchtige (die entgegen jedem gesunden Menschenverstand als letztes ging, obwohl sie offensichtlich die meisten Probleme mit dem Draht hatte) verliert erst einen Teil ihrer Kopfhaut am Draht (hört sich brutaler an, als es gezeigt wird, denn da sie sich die Wunde zuhält, gibt es wie üblich nichts zu sehen), dann ihr Leben an das Monster (mal wieder offscreen)...

Okay, das waren etwas mehr als ein drittel des Films. Diese Beschreibung dürfte eigentlich schon die ärgsten Kritikpunkte zusammenfassen. Dazu sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass schätzungsweise 95% des kompletten Machwerks mithilfe eines sechs Quadratmeter großen Greenscreen entstanden ist und die Monster der 16-Bit-Ära noch nicht ganz entwachsen sind. Ach, die Schauspieler sind zum fremdschämen, genau wie alles andere: Schnitt, Ton, Beleuchtung... Nichts schafft es, auch nur befridigende Leistung zu vollbringen. Dass die Figuren wandelnde Klischees darstellen, deren Überlebenszeit und Sterbereihenfolge von Genrefans mit der Stoppuhr richtig geschätzt werden kann, ist noch eine der kleineren Macken. Und solltet ihr bei einem Film im Vorspann jemals die Worte "directed by Drew Maxwell" (Regisseur dieses Schunds) lesen, dann macht, das ihr aus dem Kinosaal kommt, und zwar SCHNELL!

Fazit:

Jochen Tauberts "Piratenmassaker" hat seinen würdigen Nachfolge gefunden, obwohl niemand nach ihm gesucht hat.

1/10
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