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BoondockSaint123
Level 12
XP 2.215
Eintrag: 10.03.2014

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Gran Torino

Herstellungsland:USA, Deutschland (2008)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Drama, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,27 (28 Stimmen) Details
inhalt:
Der Korea-Kriegsveteran und pensionierte Automechaniker Walt Kowalski mag es nicht, wie sich sein Leben und seine Nachbarschaft verändert haben. Auch seine Nachbarn, die Hmong-Immigranten aus Südostasien, kann er überhaupt nicht leiden. Aber die Situation erfordert es, dass Walt diese Nachbarn gegen eine örtliche Gang verteidigen muss, die Angst und Schrecken verbreitet.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von boondocksaint123:

„Gran Torino“ erzählt die Geschichte des alten Kriegsveteranen Walt, der mit der neuen Situation seines Landes nicht mehr zu Recht kommt. Die Welt die er kannte existiert schon lange nicht mehr. Viele Jahre lebte er in seiner Straße in Ruhe und Frieden mit seiner Frau und seinem Hund. Sie hielten das Grundstück sauber, setzten Kinder in die Welt und wurden sogar Großeltern. Doch jedes Glück hat irgendwann ein Ende. Walt, der sehr zynisch ist muss von seiner geliebten Frau abschied nehmen und sieht sich mit der harten Realität konfrontiert. Das Leben wie er es kannte ist nun zu Ende. Die Zeit hinterließ Spuren, so muss er erkennen, dass die Straße in der er eins in Frieden lebte nun von lauter „Schlitzaugen“ besetzt wurde. Sein Grundstück ist das einzige in der ganzen Straße, dass noch gepflegt da steht. Da der alte zynische Mann keine großen Erfüllungen mehr in seinem Leben hat, ist es ihm wichtig, dass er sein altes Auto, ein Ford Gran Torino pflegt und hegt. Wie hätte es anders sein sollen, ist sein Auto ein Objekt der Begierde einer kriminellen Jugendbande die den jungen Thao auserkoren dieses Auto zu stehlen. Doch Walt hat Augen wie ein Adler und Ohren wie eine Fledermaus, so kann er Thao überwältigen und verpetzt ihn. Doch leider ist es damit nicht getan, denn wie es der Brauch verlangt muss Thao seine Sünde wieder gut machen und klebt von dem Zeitpunkt an Walt. Nach anfänglicher Abneigung gegenüber dem Jungen entwickelt Walt sogar eine gewisse Sympathie für den kleinen und unbeholfenen Teenie, der noch keine richtigen Erfahrungen im Leben sammeln konnte. Walt hilft Thao dabei, dass dieser sich im Leben zurecht findet und von Tag zu Tag entwickelt sich eine freundschaftliche Beziehung zu diesem.

Clint Eastwood ist einer der bekanntesten Schauspieler der Zeit. Seinen ersten Auftritt hatte er im Jahre 1955 einen 10 Sekundenauftritt hatte in dem Tierhorror „Tarantula“. Damit gab er sich aber noch lange nicht zufrieden und konnte sich in vielen Westernfilmen beweisen. So zählen zu den bekanntesten die sogenannte „Dollar-Trilogie“ von Sergio Leone. Von dem Zeitpunkt an war er nicht nur national Bekannt sondern auch international. Von nun an war es kein großes Anstrengen mehr für den grimmig dreinblickenden Mann, der trotz des herben Gesichtsausdruckt einen gewissen Charme spielen lassen konnte. Frauen rannten ihm nach usw. aber jetzt schweife ich wieder mal ab. Nicht nur, dass Clint Eastwood ein begnadenswerter Schauspieler war, nein, im Jahr 1971 nahm er sogar zum ersten Mal die Zügel selbst in die Hand und führte bei einem Film Regie. Sein Debüt „Sadistico – Wunschkonzert für einen Toten“ war ein etwas merkwürdiger Film, denn er konnte nicht gerade jeden überzeugen. Da man ihn vor allem durch seine Leistungen in Westernfilmen kannte, war es etwas suspekt wenn man bedenkt, dass er sich nun an einen Thriller wendete. Doch auch wenn der Film nicht immer die Gemüter der Zuschauer erfreuden konnte, so lies er sich deshalb nicht von seinem Traum abbringen. Im Laufe der Zeit drehte er Unmengen an Filmen, insgesamt führte er bei 33 Filmen Regie. Eine wirklich bemerkenswerte Menge. Schaut man sich diese Filme mal genauer an erkennt man, dass sich der Stil Eastwoods immer wieder neu definiert hat. Drehte er in den 80er Jahren noch Filme wie „Heartbreak Ridge“ oder „Rookie – Der Anfänger“, lies er sich vor allem in den letzten 15 Jahren des Öfteren dazu hinreisen, dass seine Filme sich einem anspruchsvolleren Thema zuwandten. Mit dabei ist auch der 2008 erschienene Film „Gran Torino“.

Gerade bei diesem Film lies er sich auf eine Geschichte ein, die den Zuschauer zutiefst treffen wird. Üblicherweise spielte er wieder die Hauptrolle, diese wurde perfekt geschrieben. Mit seinem markanten Gesichtsausdruck erweckt er bei dem Zuschauer die Illusion, dass er wirklich Walt wäre. Seine größte Eigenschaft ist es die seine Umwelt auf Distanz zu halten, welche er durch seine zynische Art und Weise genau zu Geltung bringt. Doch je mehr der Zuschauer das Leben Walts verfolgt, so merkt man sofort, dass er ein gebranntes Kind ist, der sich sein Leben anders vorgestellt hat. Von seinen Söhnen wird er gehasst, was ihn zum einen traurig stimmt zum anderen aber auch glücklich macht, da er mit ansehen muss zu was für feigen Männern diese heran gewachsen sind, welche sich hinter ihren Frauen und ihrem Geld verstecken und selbst kein Rückgrad bezeugen. Es ist bemerkenswert wie intensiv Clint Eastwood die Lebensumstände Walts beschildert. Es ist eine Mischung aus Faszination und Mitleid, die dem Zuschauer das Interesse an Walt wecken lässt. Man möchte zu gerne sehen wie sich Walt mit seiner Umwelt arrangiert bzw. sich von dieser immer weiter abgrenzt um seine alten Illusionen aufrecht erhalten zu können. Und sobald Thao in das Leben des zornigen alten Mannes kommt erfährt der Film wieder einen Wandel. Denn man merkt sofort wie sich das Leben der beiden ändert. Walt, der Thao beibringt wie er sein Leben selbst in die Hand nimmt. In diesen Szenen wird der Zuschauer öfters lachen müssen, denn wie man es gewohnt ist, hat Eastwood einen gewissen Faible für Dialogwitz, auch wenn diese von ziemlich schwarzem Humor geprägt sind. Doch ist es nicht nur Walt der Thaos Leben grundlegend verändert sondern auch Thao, der es schafft den alten mürrischen Mann eine neue Sicht des Lebens zu erweisen. Er entwickelt gewisse Gefühle und kann sich immer mehr mit seiner Umwelt in Einklang wiegen. Doch ist der Film weiterhin von einer tragischen und düsteren Stimmung getrübt. Obwohl die Handlung durch die Dialogwitze etwas aufgelockert wird, merkt der Zuschauer sofort, dass es sich dabei um einen Trick handelt. Mit fortschreitender Laufzeit hat der Zuschauer ein ungewohntes Gefühl in der Magengrube und ja, es bestätigt sich sogar gegen Ende des Filmes. Man wird Zeuge eines traurigen Spiels, dass aber trotzdem zu einem zufriedenen Ende für den Zuschauer führen wird.

Mit einem Budget von gut 33 Millionen Dollar schaffte Clint Eastwood ein weiteres Meisterwerk, dass sich sehr viel auf die zwischenmenschliche Ebene manifestiert hat und somit ein zum Teil herzerwärmendes Drama erschaffen, dass man mindestens einmal gesehen haben muss. Interessanterweise legte Eastwood hier weniger Wert auf Action sondern mehr auf gefühlvolle Szenen, die den Zuschauer einerseits abschrecken und doch auch faszinieren. Was man auf jeden Fall beachten sollte, der Song der am Ende zu hören ist wurde zum Teil selbst von Clint Eastwood gesungen….hört sich wirklich gut an! 

9/10
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Kommentare

11.03.2014 02:23 Uhr - Kable Tillman
1x
DB-Helfer
User-Level von Kable Tillman 12
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Das ist ein gutes Review zu einem tollen Film, welchem ich die gleiche Bewertung geben würde wie du. Ich kann dir nur zustimmen, wenn du sagst, dass dies ein Meisterwerk vom alten Clint Eastwood ist. Cleveres Plädoyer für Toleranz und Menschlichkeit und gegen Gewalt.

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