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Abwärts

Herstellungsland:Deutschland (1984)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Thriller
Alternativtitel:Out of Order
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,56 (9 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Freitagabend in einem Bürohochhaus. Die Gänge menschenleer, die Angestellten auf dem Weg ins Wochenende. Für die letzten vier Nachzügler der Beginn eines Alptraums. 100 Meter über dem Boden bleibt der Fahrstuhl stecken. In ihm der Buchhalter Gössmann, gerade entlassen und mit dem Inhalt des Bürosafes in seinen Taschen, der abgehalfterte Macho-Yuppie Jörg, seine Kollegin und Ex-Geliebte Marion und der Schmalspurrebell Pit. Vor Montag ist keine Hilfe zu erwarten. Für eine lebensgefährliche Situation eine zu explosive Mischung. Angst schürt Wut und Hass und es kommt zu erbitterten Auseinandersetzungen. Dann reißt das erste Kabinenkabel... (Screen Power DVD-Cover)

eine kritik von will-lee:

In einem Bürogebäude fällt eines Abends der Aufzug aus. Der Nachtwächter bemerkt nicht, dass der Alarm nicht funktioniert. Die vier Insassen Jörg (Götz George), Marion (Renee Soutendijk), Pit (Hannes Jaenicke) und Gössmann (Wolfgang Kieling) versuchen sich auf eigene Faust zu befreien. Doch bereits nach kurzer Zeit liegen die Nerven blank und die vier beginnen sich gegenseitig zu terrorisieren...

Mit "Abwärts" gelang Regisseur ("Knight Moves") ein spannender Thriller. Die limitierte Örtlichkeit des Fahrstuhls sorgt für eine klaustrophobische Grundstimmung, die Grundlage für die späteren Handlungen der Charaktere darstellt. Dabei wechseln die Stimmungen stark. Sind sich beispielsweise George und Jaenicke Anfangs nur unsympathisch, wechselt die Stimmung über eine gemeinsame Allianz bis hin zum Hass.

Gerade die Darsteller sind dafür verantwortlich, dass das Kammerspiel so hervorragend funktioniert. Alle Darsteller, inklusive der Nebenrollen, spielen ausnahmslos groß auf. Vor allem George und Jaenicke glänzen in ihren Rollen aber ganz besonders und stechen nochmals deutlich heraus. Gerade die Szenen, die sich zwischen den Beiden im Aufzugsschacht abspielen sind hier besonders hervorzuheben und sind sehr intensiv gespielt. Aber auch die anderen Darsteller sind hervorragend, Ausfälle gibt es keine. In einer kleinen Nebenrolle ist auch Ralf Richter zu sehen, der gewohnt souverän den etwas proletischen Aufzugstechniker gibt.

Auch der Score als auch die Kameraarbeit stimmen hier. Besonders hervorzuheben ist der eingänge Maintheme, der viele Szenen stimmungsvoll unterstützt. Die Locations passen ebenfalls hervorragend zum Film und wirken sehr hochwertig.

Kritik gibt es aber dennoch, lässt sich aber auf kleinere Mankos reduzieren. So handeln die Charaktere nicht immer klar nachvollziehbar. Man könnte argumentieren, dass das in einer solchen Ausnahmesituation ja auch nicht anders ginge, aber im Ernst: Wer kommt schon nach kurzer Zeit im steckengebliebenen Aufzug auf die Idee sich selbst zu befreien und waghalsige Klettermanöver im Aufzugsschaft vorzunehmen? Hier hätte man vielleicht deutlicher machen sollen, wie lange die Charaktere eingesperrt sind bzw. Motive anführen, die einen sehr schnellen Ausweg aus der Situation glaubhaft rechtfertigen.

Ansonsten erwartet den Zuschauer hier aber ein spannender Thriller, der trotz kleinerer Defizite gut unterhält und schön in Szene gesetzt ist. Dabei ist er mit einer Laufzeit von knapp 80 Minuten auch noch erfreulich kurzweilig.

8/10
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Kommentare

17.03.2014 17:45 Uhr - nivraM
DB-Helfer
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Ich habe die alte DVD von diesem Film schon seit längerem ungesehen im Regal stehen. Sollte ich mir langsam mal ansehen.

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