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Cabela's African Adventures

Bewertung unserer Besucher:
Note: - (0 Stimmen) Details
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von staub:

Oh je, was hatte ich mir mit dem Spiel nur angetan?

Aber erst einmal auf Anfang...

Die Cabela's Reihe ist mir mit Cabela's Big Game Hunter Trophy Bucks das erste mal *bewusst* aufgefallen. Der Trailer sah verdammt cool aus, so mit X-Ray und so Jagen gehen, sowas ähnliches hatte ich nur bei Deer Hunt 2005 gesehen und war als sofort von dem Spiel fasziniert, leider war die Faszination innerhalb von ein paar Sekunden verflogen und es wurde für mich zu einem der schlechtesten Jagdsimulatoren die ich je spielte. "Viel" Inhalt und schlechtes Gameplay was sich alles andere als Jagen spielte, es war eher ein töten. Nach dem Spiel, hatte ich Cabela's Dangerous Hunts 2013 einen Versuch gegeben und ich muss sagen, es war leicht besser, leider war auch hier das Jagen komplett falsch dargestellt worden und die Story die dort erzählt wurde, war schrecklich, aber so wirklich schrecklich. - Das Gameplay war zudem an einem Call of Duty 4, 5 ,6 bis ... orientiert, nur das mit den Medipacks war etwas anders und besser, aber ansonsten großer Mist das ganze Spiel.

Bevor ich dann African Adventures spielte, hatte ich mich ein wenig über die Reihe informiert, da ich einfach nicht glauben konnte, dass Activision so was Publisht und das schon doch so relativ lange. Irgendwie musste ja vor allem die Reihe ja auch mal gut gewesen sein und Wikipedia schreibt sogar, dass die Reihe zu den bestverkauftesten Jagdsimulatoren gehört. Vor lauter schrecken las ich dann, welche Spiele denn alle zu dieser Reihe gehörten und wie lange es sie schon gibt. Ja toll, die Reihe gibt es seit ende der '90er und ich hatte komplett nichtsahnend schon einmal ein Cabela's Spiel gespielt und es war einer meine Lieblings Jagdsimulatoren... und ja, es war Deer Hunt 2005. Auf der CD die ich damals hatte, stand meines Erachtens nur Deer Hunt 2005 und so hatte ich nichtsahnend ein Cabela's Spiel so lange schon geliebt und war nun schockiert, dass die Reihe so sehr verfallen war. Um den Verfall weiter zu beobachten, kaufte ich mir dann nun auch für ein paar € die Steam Version von African Adventures und wie ich dieses Spiel nun empfand, könnt ihr nun hier lesen.

Als ich das Spiel startete, war ich erst einmal positiv überrascht, da es in den Optionen mehr Einstellmöglichkeiten wie bei Dangerous Hunts ‘13 gab. Ich dachte wirklich erst, dass ich hier keinen stumpfen Konsolenport bekam. Dem war aber dann leider nicht so. Es war ein recht stumpfer. Aber wenigstens einer der besseren Sorte.

Das Gameplay war dann doch ein wenig erfrischend und “anders”. Ich hätte wirklich nicht erwartet, dass man hier einen Third-Person-Shooter vorgesetzt bekommt der in einer pseudo Open World spielt. Ich meine, bei Jagdspielen denkt man an Spiele die in der First-Person-Sicht spielen, da man so ein besseres Spielgefühl bekommt und man besser zielen kann. Das mit dem Ziehlen ist hier nämlich so eine Wissenschaft für sich. Das zu verstehen, ist auch nicht schwer. In der Third Person Ansicht geht man in den seltensten Fällen in Kimme und Korn über, und in den Spielen wo dies klappt, nervt dies letztendlich eher, auch wenn man so besser zielen kann…

Neben der Third-Person-Perspektive sprach ich noch die peudo Open World an. Diese kann man wohl eher als Sandkasten beschreiben, der einfach nicht funktioniert oder eher nur zur hälfte funktioniert. Man kann diesen nämlich mit einem FarCry 2 vergleichen. Es gibt bestimmte Punkte wo Tiere spawnen und ansonsten ist die Welt immer leer bis auf ein paar Sachen die man einsammeln kann und die paar Missionen die man erledigen kann. Und mir leer, meine ich wirklich leer. Die insgesamt vier Welten sind alle nicht wirklich groß und sie haben wirklich nicht einfach frei herumlaufende Tiere wie in einem klassischen Jagdspiel. Alle sind vordefiniert und spawnen zum Teil genau vor deiner eigenen Nase. Das alles währe sogar gar nicht mal so schlimm, wenn die Tiere bei diesem Spiel irgendeinen Zweck erfüllen würden, aber das tun sie ganz und gar nicht. Einzig und allein, dass man in den Welten immer ein Ziel von “töte 30 Tiere von dem und dem” bekommt und dann ein paar EXP bekommt, bringen diese nämlich gar nichts.

So verkommt das Jagen eigentlich voll und ganz und wird letztendlich nur etwas interessant, wenn man eine Mission beginnt, denn diese sind hier wirklich zum Teil interessant. Hier bekommt man eben nicht so klassische “finde Tier X und töte es” Missionen, sondern ganz spezielle! Diese laufen immer nach einem der nun folgenden Schemen ab: Entweder man geht 10m nach vorne und dann kommen horden von Tieren auf einem zu und man muss alle töten. Oder man bekommt eine Stealth Mission, wo man sich in Büschen verstecken muss, damit Tiere einen nicht sehen und man das Ziel letztendlich trifft. Oder die letzte und eher seltene Variante, man muss ein paar Tiere töten und dann kommt ein Alpha-Tier oder anders genannt ein Boss, denn man immer nach einem langweiligen Schema töten muss. Sprich: Baller auf das Herz und am besten nie auf den Kopf, denn der Kopf ist hart und hält am meisten Schaden aus (wirklich!). Nach diesem Prinzip werden vor allem größere Gegner eher zur wahren Tourtour, da man nie frontal angreifen kann, sondern immer eine schreckliche rolle zur Seite machen muss, die selbst nicht klappt, wenn der Gegner einem gerade anspringt, da dieser dann förmlich an einem klebt.

Aber nun langsam Schluss mit diesem “gehate”. Es muss schließlich irgendwie noch gute Sachen an dem Spiel geben. Mal auf der Liste schauen. Leveling… war das gut? Nein…. weiter… das Leveldesign bei den 4 Welten? Nein… weiter… das Gunplay? Nein… weiter…. Da muss es doch einfach noch etwas interessantes geben was nicht an dem Spiel schlecht war. Das Autofahren? Nein, auch nicht. Die normale Fortbewegung zu Fuß? Nein, auch nicht. Das gibt’s doch nicht. Irgendwas muss doch mal wirklich gut gemacht wurden sein. Ach hier dort. Die Open World ist doch zum Teil nett gemacht. Zumindest hat man in den ersten paar Spielminuten richtig Spaß die Welt zu erkunden, aber sobald man das erste mal bemerkt, dass Tiere nur bei bestimmten Punkten spawnen und nur in Missionen so richtig einen “Nutzen” haben, meidet man eher jede freie Minute in dieser Welt.

Aber hier jetzt noch kurz zu einigen Punkten die ich oben schon gleich als nicht gut bzw. nicht sooo gut abgestempelt habe.

Das Leveling ist nur Mittel zum Zweck. In der ersten Welt kann man maximal auf Level 6 kommen und somit nicht auf das Maximallevel 12 kommen, womit man bei der Freiheit der eher mittelmäßigen Fähigkeiten und auch Waffen beschränkt wird. Das gute hier ist, dass es aktive und passive Fähigkeiten gibt. Man kann jeweils eine aktive und eine passive Fähigkeit. So kann man bei den 3 “Talentbäumen” Offensiv, defensiv und Stealth eine recht gute Mischung zusamenschustern die zum Teil wirklich hilfreich in den Missionen ist. Außerhalb aber, dank toter Open World, eher komplett nutzlos.

Was will man schon zum Leveldesign schreiben? Mal ist’s okay und dann mal wieder ganz und gar nicht. Man bekommt hier eine gesunde Mischung zwischen total beschissenen Leveldesign und akzeptablen aber niemals guten Leveldesign geboten. Hier sind einfach zum Teil Konstrukte komplett wahllos zusammengeschustert wurden, sodass man zum Teil gar nicht normal hindurch kommt. Da macht es das limitierte Movement wirklich nicht besser! Na ja, eigentlich fehlten mir hier nur drei Sachen, normales gehen, sich komplett hinlegen und springen. WIE KANN MAN NUR SPRINGEN VERGESSEN?! Nein, man hat lieber eine Funktion eingebaut die auf Knopfdruck einen hochklettern lässt, diese aber zum Teil nicht funktioniert und man so in, vor allem den letzten, Missionen nicht Feinde umgehen kann um so wertvolle Munition zu sparen. Man hat hier schlicht und ergreifend versagt.

Ich will hier nicht das ganze Gameplay komplett runter machen, aber man hat es eben schon in so vielen anderen Spielen viel besser gesehen. Warum immer diese Rückentwicklungen? Vor allem, warum mussten die selbst noch im Jahre 2013 stattfinden und finden selbst HEUTE noch statt?! War Geld das Problem? Oder hatte hier Activision einfach nach einer gewissen Zeit den Geldhahn zugeschraubt, sodass das Spiel nicht feingeschliffen werden konnte? Und wenn dem so ist, warum dreht Activision immer so frühzeitig den Geldhahn bei dieser Spieleserie zu und lässt ihn beim Flaggschiff Call of Duty bis zum unendlichen fließen? Für mich ergibt das alles kaum einen Sinn. Aber nun weiter.

Warum ich nichts zur Story schrieb? Bei so einer komplett belanglosen Story, die nur Mittel zum Zeck ist, ist’s eigentlich gar nicht nötig zu schreiben, worum es eigentlich geht. Und nein, es geht eigentlich gar nicht ums Jagen sondern ums Finden von einer Statue die in 4 Teile zerbrochen ist und das ist auch der Grund, warum man in vier Arealen ist. Die Story wird eigentlich immer nur ins rollen gebracht wenn man den Endgegner / die letzte Mission von einem Areal abgeschlossen hat und auch nur da, ist sie nicht wirklich interessant erzählt wurden. Das machen vor allem die bewegten Standbilder nicht viel besser. Nein, sie lassen das Spiel eher sehr billig wirken und nicht wie ein Spiel was normal verdammte 30€ kostet.

Aber na ja, für die 30€ bekommt man wenigstens knapp 15 Stunden Gameplay in der Story. Zumindest wenn man alles sucht. Ohne allen Collectibles braucht man sogar nur etwa 7 - 10 Stunden oder sogar noch weniger. Mit allen Achievements kommt man aber schlussendlich auf eine Spielzeit von etwa 20 Stunden, da man hierfür auch noch das kleine Anhängsel “Schießstand” / “Galerie” machen darf. Dies ist ein klassischer Railshooter wo man Tiere wie blöde töten darf. Die einzigen Ziele sind dort nur, viele Punkte bekommen und die Tiere die oben angegeben sind in einer gewissen Anzahl zu töten, aber die Anzahl ist eh schwachsinnig, da diese so niedrig ist, dass man sie wirklich immer schafft.


Im großen und ganzen bin ich ein wenig überrascht, dass man hier ein Third-Person Shooter mit “Open World” vermischt hat, zumindest in einem Gottverdammten Jagdspiel! Ich meine, ich kenne nur die Vertreter die es bei Steam gibt von Cabela’s und Deer Hunter 2005 und diese hatten nie so etwas recht experimentelles gemacht. Somit war ich am Anfang doch recht erstaunt. Aber dies legte sich ja letztendlich doch wieder, womit es nur Ernüchterung kam und es eher zu einem GTA für Kinder wurde mit eher mittelmäßigen Gameplay und Leveldesign. Na ja, das Spiel ist eh komplettes Mittelmaß. Aber für das Mittelmaß 30€ zu verlangen ist völlig okay, wenn auch hier komplett das Jagen fragwürdig dargestellt wird. Bin mir da wirklich nicht sicher, ob das dann für ein 12 jähriges Kind so geeignet währe. - Ich würde es einem 12 jährigen nicht wirklich vorlegen, aber meines erachtens kam das Spiel eh nie offiziell in Deutschland an, also werden normale Jugendliche eh nie in den “Genuss” dieses Spiels kommen.

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Kommentare

27.03.2014 13:10 Uhr - deNiro
User-Level von deNiro 5
Erfahrungspunkte von deNiro 337
Whoa, Respekt!

Respekt für so viele Worte zu einem JAGDSPIEL auf der X-Box;)

31.03.2014 06:18 Uhr - Staub
DB-Helfer
User-Level von Staub 6
Erfahrungspunkte von Staub 524
Ich hatte aber die PC Fassung gespielt. :(

Trotzdem danke. ^^'

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