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Wer - Das Biest in dir

(Originaltitel: Wer)
Herstellungsland:USA (2013)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,63 (16 Stimmen) Details
inhalt:
Die erfolgreiche Anwältin Kate Moore (A.J. Cook) gerät an einen mysteriösen Fremden, der für den bestialischen Mord an einer Familie verantwortlich gemacht wird. Sie hält den Mann jedoch für unschuldig und übernimmt dessen Verteidigung.

Allerdings hütet ihr Mandant ein schreckliches Geheimnis...
eine kritik von dr.walterjenning:

Handlung:

Die erfolgreiche Anwältin Kate Moore (A.J. Cook) gerät an einen Angeklagten, der für den bestialischen Mord an einer Familie verantwortlich gemacht wird. Sie hält den Mann für unschuldig und übernimmt dessen Verteidigung.

Allerdings behütet ihr Mandant ein schreckliches Geheimnis...

Review:

'Wer' von Regisseur William Brent Bell ('Stay Alive', 'Devil Inside') ist eine obskure und äusserst spannende Variation des Werwolf-Themas, welches das Sub-Genre des Werwolf-Horrors mit dem des Serienkiller-Thrillers kombiniert und so der schon oft erzählten Geschichte durchaus neue Impulse geben kann.

Durch den Found Footage/Mockumentary-Stil erfährt der Film zudem einen modernen Anstrich, welcher das Mittdendrin-Gefühl verstärkt und so den Zugang zur Handlung und den Charakteren erleichtert. Was die Inszenierung anbelangt, so macht bell keine Gefangenen, denn es geht äusserst blutig und brutal zur Sache. Es werden reihenweise Köpfe zermatscht, Kiefer ausgerissen, Arme und Beine ausgerissen und Körper zerfleischt, dass es dem geneigten Gorehound ein immenses Grinsen auf's Gesicht zaubert.

Doch nicht nur auf plakativer Ebene überzeugt der Film, auch die Location ist hervorragend gewählt. Die Handlung spielt in Frankreich, genauer in einem ländlichen Vorort von Paris, dessen wäldliche, sumpfige Landschaft nicht nur zufällig der Landschaft aus dem Prolog des Werwolf-Klassikers überhaupt 'An American Werwolf In London' erinnert. Hier wanderten zwei Rucksack-Touristen durch's schottische Hochmoor, wo sie prompt eben diesem Werwolf zum Opfer fielen.

Im Falle von 'Wer' ist es eine dreiköpfige Familie, die einen unbeschwerten Camping-Urlaub erleben will und stattdessen auf grausame Weise von einer Bestie zerrissen wird. Da der Film in Teilen bei Nacht spielt (was auch sonst) und in den erwähnten Wäldern allerhand Getier kreucht und fleucht, erzeugt das schonmal per se Spannung, welche durch die gewählte Ego-Perspektive der zukünftigen Opfer und die unruhige aber nie unübersichtliche Kameraführung vehement gesteigert wird.

Endlich ist ein Werwolf-Horror wieder gleichzeitig unheimlich gruselig und blutrünstig, ein deutlicher Pluspunkt und größtenteils auch Verdienst des Hauptdarstellers Brian Scott O'Connor, dessen schiere Größe, Masse und Körperbehaarung für ein permantes Unbehagen sorgt.

Auch die Actionszenen, von denen es einige gibt, die den Schwerpunkt jedoch nie zu extrem verlagern, sind attraktiv und mit genügend Tempo und Druck exekutiert und profitieren durch die dynamische Kameraarbeit, die konsequent als gelungen betrachtet werden darf.

Negativ ins Gewicht hingegen fällt die lediglich angedeutete, eigentliche Verwandlung zum Monster, quasi die Quint-Essenz dieser Art von Film und auch das Finale samt der eigenwilligen Konklusion des Werwolf-Mythos ist je nach Geschmack eher unfreiwillig komisch, das kann auch der stets stimmungsvolle Score nicht kaschieren.

Was bleibt ist der bisher beste Horrorfilm von William Brent Bell, der zuvor mit seinem 'Devil Inside' wohl einen der schelchtesten Beiträge der letzten Jahre verbrochen hat. Man kann also von einer extremen Steigerung und durchaus vorhandenem Potential des Regisseurs sprechen und das ist doch schonmal ein gutes Zeichen, welches für die Zukunft- und evtl. auf eine wünschenswerte Fortsetzung von 'Wer' hoffen lässt.

Fazit:

'Wer' ist ein spannender und äusserst brutaler Vetreter des Werwolf-Horrors mit leichten Abzügen in der B-Note, der sich durch seine Verknüpfung mit dem Serienkiller-Thriller-Genre wohltuend von der Masse abhebt und durch den Mockumentary-Stil zusätzlich ein dynamisches Mittendrin-Gefühl erzeugen kann. Hier werden sowohl Gorehounds als auch Grusel-Liebhaber glücklich. Sehenswert!

 

7/10

7/10
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Kommentare

09.10.2014 18:40 Uhr - Philiam
Verdammt, hab damals den Trailer gesehen und freu mich seitdem Wahnsinnig auf das Teil. Deine Review scheint meine Vorfreude ja zu bestätigen!!

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