SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Zombie Army 4 Dead War · Die Kultjagd · ab 38,99 € bei gameware Ghost of Tsushima · Stahl und Schwertkampfkunst · ab 61,99 € bei gameware

The Best Offer - Das höchste Gebot

(Originaltitel: La Migliore offerta)
Herstellungsland:Italien (2013)
Standard-Freigabe:FSK 6
Genre:Drama, Liebe/Romantik
Alternativtitel:The Best Offer
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,50 (2 Stimmen) Details
inhalt:
Virgil Oldman ist ein kultivierter Einzelgänger, dessen Abneigung gegen seine Mitmenschen - vor allem Frauen - nur noch von seinem besessenen Engagement für seinen Beruf als Antiquitätenhändler übertroffen wird. Er ist nie eine engere Beziehung zu einem anderen Menschen eingegangen, auch nicht mit seinem einzigen Freund Robert, dem jungen, geschickten Restaurator mechanischer Geräte aus allen Epochen.

An seinem 63. Geburtstag erhält Virgil den telefonischen Auftrag einer jungen Frau: Sie bittet ihn, den Verkauf einiger Kunstgegenstände aus ihrem Familienbesitz abzuwickeln. Als er zur verabredeten Zeit eintrifft, um sich die Objekte anzusehen, erscheint sie allerdings nicht, und sie lässt sich auch niemals blicken, während er eine Inventarliste erstellt, den Transport und die Restaurierung der Kunstwerke in Auftrag gibt.

Mehr als einmal ist Virgil fast entschlossen, dem heillosen Durcheinander einfach den Rücken zu kehren. Doch der geheimnisvollen Frau, die ihren eigenen Obsessionen ausgeliefert ist, gelingt es immer wieder, ihn zur Weiterarbeit zu überreden. Auf diese Weise gerät der alte Antiquitätenhändler in eine Situation, deren Konsequenzen nicht abzusehen sind. Robert hilft ihm, Schritt für Schritt das Herz der jungen Frau zu gewinnen, die sich aus Angst vor der Welt verschließt. Die beiden beginnen eine rätselhafte Schachpartie, die in Virgil schon bald eine große Leidenschaft entfacht und seine graue Existenz nachhaltig verändert.
eine kritik von dr.walterjenning:

Handlung:

Virgil Oldman (Geoffrey Rush) ist ein Auktionator und Kunstexperte von höchstem Rang - seine Expertisen und Einschätzungen sind führend in der ganzen Welt.

Doch einher mit seiner fachlichen Kompetenz geht eine gewisse Angst vor der Nähe von Menschen und speziell ihrer Berührungen - Oldman ist, unter einer sehr kontrollierten Fassade ein einsamer Mann, dessen einzige dauerhaften Kontakte zu zwei Menschen bestehen: dem jungen, hochtalentierten Mechaniker und Restaurator Robert (Jim Sturgess) und dem gescheiterten Maler Billy Whistler (Donald Sutherland), der in Virgils Auftrag auf dessen Auktionen Bilder ersteigert.

Da Oldman keine Frauen an sich heranläßt, hat er stattdessen eine erlesene Sammlung von berühmten und wertvollen Frauenbildern zusammengekauft, deren Blicken er sich in einem geheimen Archivraum aussetzt...

Review:

RegisseurTornatore distanziert sich zu Beginn beinahe völlig von uns, biedert uns an, führt uns einen Menschen vor, der präzise wie ein Uhrwerk funktioniert, nicht lebt und uns anwidert. Was dann folgt, ist eine meisterhafte Wandlung in den verschiedensten Genres, eine Verweigerung sämtlicher Konventionen aber gleichzeitig auch eine Verbeugung vor uns, dem Pubikum und den Meistern des europäischen Films, denen er huldigt, die er ganz offensichtlich liebt ohne sie zu kopieren.

Eine große Unterstützung erfährt er dabei, neben dem selbstredend brillianten Drehbuch, von seinem Schauspiel-Ensemble, allen voran der fantastische Geoffrey Rush, der mit dieser Leistung in diesem Film wohl ein Lehrstück in Sachen perfekter Schauspielkunst abliefert, an dem er sich zukünftig messen lassen will, nicht muss. Selten zuvor hat eine Figur so fesselnd soviel Abscheu und gleichzeitig Sympathie porträtiert.

Aber auch die Kameraarbeit trägt dazu bei, welche die Darsteller und Schauplätze mal emotional passend, mal gewollt unpassend zum Zwecke der Finte inszeniert.

Zum Schluss aber nicht zuletzt sei der große Ennio Morricone erwähnt, der einmal mehr seine atemberaubende Fähigkeit unter Beweis stellt, sich ständig weiter zu entwickeln, nie zu wiederholen, stets zu überraschen (Hallo, Hans Zimmer, ein Wink mit dem Zaunpfahl!). Sein wunderschöner Score integriert sich wohltuend ins Gesamtbild, ordnet sich dem Thema, den Figuren, den Stimmungen, den Farben unter und ist deshalb zu keinem Zeitpunkt aufdringlich aber trotzdem immer präsent.

Fazit:

'The Best Offer' beschäftigt den Zuschauer noch lange nach der Sichtung, zwingt zum nachdenken und staunen und ist meisterhaftes Kino in Reinform.

9/10

9/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Blutgletscher
Dr.WalterJenning
7/10
Nico
Dr.WalterJenning
8/10
Dom
Dr.WalterJenning
9/10
Wolf
Dr.WalterJenning
8/10
die neuesten reviews
Pate,
VelvetK
10/10
Crow,
TheMovieStar
10/10
I
Phyliinx
7/10
kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)