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BoondockSaint123
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Eintrag: 13.04.2014

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Videodrome

Herstellungsland:Kanada (1983)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Science-Fiction
Alternativtitel:Network of Blood
Zonekiller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,40 (55 Stimmen) Details
inhalt:
In diesem Film von David Cronenberg ('Scanners'), dem Spezialisten für Science-Fiction-Schocker, geht es um eine Fernsehsendung, die ihre Zuschauer verführt und manipuliert, um auf diabolische Weise Kontrolle über sie auszuüben. In ihrer ersten großen Kinorolle spielt Rockstar Deborah Harry eine perverse Showmasterin und James Woods ('Auf die harte Tour') stellt einen Kabelprogrammierer dar, der auf der Suche nach dem ultimativen Videokick ist. Die bizarren Spezialeffekte dieses außergewöhnlichen Thrillers schuf Oscar-Preisträger Rick Baker ('American Werewolf', 'Krieg der Sterne'). 'Videodrome' ist ein spannender Science-Fiction-Alptraum über eine Welt, in der Videos das Leben der Menschen beherrschen und in tödlicher Weise verändern können.
eine kritik von boondocksaint123:

David Cronenberg ist bekannt dafür, dass seine Werke immer etwas spezieller sind. Es macht ihm sehr viel Spaß den Zuschauer so zappeln zu lassen, dass man nicht mehr genau weiss, was nun Realität oder Fiktion darstellt. Einer seiner bekanntesten Filme ist „Videodrome“, in welchem James Woods zwischen Realität oder Fiktion umherwandert und sich selbst nicht mehr im Klaren ist, was er nun für real halten sollte.

Max Renn liebt das Fernsehen, weshalb er sich auch zu einem der führendsten Produzenten eines Senders entwickelt hat. Zu seinem Spezialgebiet zählen Filme, welche sich weit vom Mainstream distanzieren und auch die Abgründe eines Menschen aufzeigen. Eines Tages schafft es ein Mitarbeiter einen verschlüsselten Sender zu empfangen. Die Bilder die Max zu Gesicht bekommt, sind sowohl faszinierend als auch abstoßend. Was er zu sehen bekam war, anscheinend ein Snuff Film. Getrieben von blinder Gier, macht er sich auf die Suche nach den Erschaffern dieses Werkes. Je weiter er nach den grausamen Hintergründen forscht, desto weiter gerät er in eine Welt aus Perversion und Gewalt.

Es ist immer sehr schwer etwas über die Filme von Cronenberg zu schreiben, denn diese Filme hinterlassen immer verschiedene Eindrücke auf den jeweiligen Betrachter. Außerdem hat man schnell etwas über den Handlungsverlauf verraten, was natürlich sowohl für den Leser einer Review als auch den Schreiber ziemlich schade ist. Deshalb versuche ich mich so gut es geht zurück zu halten mit Details über die Handlung.
„Videodrome“ ist mit einer der faszinierendsten und zugleich auch erschütterndsten Filme die Cronenberg jemals erschaffen hat. Wenn man bedenkt, dass es sich bei „Videodrome“ um einen Film handelt, der bald 31 Jahre auf dem Buckel hat, ist es immer noch faszinierend, wie zeitgemäß die Handlung auch ist. Klar, wenn man heute noch jemanden fragt ob er VHS-Kassetten kennt, dann wird man erst einmal irritiert angeschaut, doch darum geht es ja nicht. Erschreckend ist, dass die Handlung heute immer noch solch eine Präsenz hat und es weiterhin auf die heutige Zeit beziehen kann. Das Thema Gewalt findet sich in unserer Gesellschaft weiterhin wieder wie auch schon damals. Vielleicht war „Videodrome“ seiner Zeit vielleicht schon um einiges voraus?
Cronenberg hat in jedem seiner Filme eine gewisse Botschaft, die er dem Zuschauer mit auf den Weg bringen möchte. In „Videodrome“ stellt es sofort die Gewalt dar, von der wir jeden Tag umgeben sind. Seien es nun die Nachrichten, normale Unterhaltungsfilme oder auch Computerspiele, doch er möchte damit nicht die übliche Unterhaltung kritisieren, möchte lediglich zeigen, wie weit ein Mensch in einen Sumpf geraten kann und ob man sich aus diesem wieder befreien kann.

„Videodrome“ stellt einen klugen Vertreter des Thriller-Genres dar, der zu unterhalten weiss, falls man sich darauf einlässt. Leichte Kost stellt dieser Film zu keiner Zeit dar, was natürlich auch an der Umsetzung hängt. Cronenberg inszenierte den Film so, dass er den Zuschauer etwas zappeln lässt und ihn mit etwas längeren Handlungssequenzen in Schacht halten möchte. So dauert es eine Weile bis der Film so richtig in Fahrt kommt, doch heißt dies nicht, dass es langweilig inszeniert wurde. Vorerst werden die Charakter genauer belichtet, so auch James Woods, der schon von Anfang an als sehr makabrer Mensch dargestellt wird und daher auch etwas unsympathisch auf den Zuschauer wirken mag. Was man aber berücksichtigen sollte ist, dass James Woods alias Max ein Mensch ist, der davon lebt an die Grenzen des Normalen zu gehen. Als weiblicher Part sieht man die sehr reizende Deborah Harry, welche ein gewisses Maß an Absurdität mitbringt. So kann man den Figuren auf jeden Fall keine Stereotype darstellweise vorwerfen, denn sie heben sich enorm von den üblichen Charakterisierungen ab.

Mit fortschreitender Laufzeit wird der Zuschauer regelrecht in einen Strudel auf Perversion und Absurditäten gezogen und kann sich davon auch nur schwer losreisen. Wann genau der Moment beginnt in dem Cronenberg damit anfängt Realität mit einer fiktionalen Welt verschmelzen lässt, werde ich nicht erläutern, dass muss jeder für sich selbst herausfinden. Was man auf jeden Fall sagen kann ist, dass der Zuschauer selbst irgendwann nicht mehr weiß, was jetzt eigentlich abgeht. Es ist wieder mal einer der typischen Cronenberg Filme, der es schafft ein strukturiertes Chaos in den Synapsen des Hirnes des Zuschauers zu kreieren.

Faszinierend ist auch die Verschmelzung beider Welten beizuwohnen. Mit Geschick wird man hier veräppelt und traut stellenweise seinen Augen nicht. Wie so üblich bei Cronenberg, lässt er hier auch ab und an ein paar blutige Szenen auf den Zuschauer los und erschafft somit seinen ganz persönlichen Strudel aus Gewalt. Diese Gewaltspitzen dürften wohl auch dafür gesorgt haben, dass der Film in Deutschland indiziert wurde und es bis heute auch noch ist. Erstaunlich wenn man bedenkt, was in den letzten Jahren so alles vom Index geflogen ist. Doch ich glaube trotzdem nicht, dass der Film in den nächsten 2 bis 3 Jahren den Weg von der Liste finden wird.

So, was bleibt über „Videodrome“ zu sagen?

Es ist wieder mal einer der Filme, den man sich mit bedacht anschauen sollte. Um pure, hirnlose Unterhaltung zu bekommen, sollte man sich lieber anderen Werken widmen. Hier wird man mit einer äußerst klugen Handlung abgefertigt, die es dem Zuschauer nicht leicht man den Film ganz zu folgen. Die Darsteller sind allesamt perfekt ausgewählt worden und können in ihren Rollen überzeugen und wirken durch ihre Charakterisierung sowohl faszinierend als auch abstoßend. Wer den Film beim ersten Mal nicht verstanden haben sollte, kein Problem, ging mir auch nicht anders. Mehrmaliges Anschauen bietet sich hier auf jeden Fall an (!). Auch kann es sein, dass der Film bei der ersten Sichtung nicht gerade überzeugend erscheinen mag, doch davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Die volle Wirkung wird erst nach mehrmaliger Sichtung erzielt und schafft es somit einer der von mitreißendsten Filme der 80er Jahre zu sein. Anschauen würde ich auf jeden Fall empfehlen. 

9/10
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