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Dr.WalterJenning
Level 6
XP 469
Eintrag: 14.04.2014

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Assault - Anschlag bei Nacht

(Originaltitel: Assault on Precinct 13)
Herstellungsland:USA (1976)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Krimi, Thriller
Alternativtitel:Das Ende
John Carpenter's Assault on Precinct 13
John Carpenters Das Ende

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,74 (74 Stimmen) Details
inhalt:
Nahe der Polizeidienststelle Precinct 9, Division 13 überfällt eine Jugendbande einen Eiscremeverkäufer. Dabei tötet der Anführer der Bande ein kleines Mädchen. Dessen Vater, außer sich vor Wut, nimmt die Pistole des Verkäufers an sich, verfolgt die Bande und kann schließlich den Mörder seiner Tochter erschießen. Der Rest der Bande verfolgt ihn daraufhin, und der Mann kann sich in letzter Minute in die Räume von Precinct 9 retten, wo er sich aber, entkräftet und unter Schock stehend, nicht zu dem Vorgefallenen äußern kann. Währenddessen wird ein Gefangenentransport ins Precinct 9 umgeleitet, da einer der Gefangenen ernsthaft erkrankt ist und dringend ärztliche Hilfe benötigt. Die Gefangenen werden dort in Zellen untergebracht, während Starker, der Aufseher des Transportes, einen Arzt anruft. Das Gespräch wird aber unterbrochen und es stellt sich heraus, dass alle Telefonleitungen gekappt wurden und die Dienststelle von der Außenwelt abgeschnitten ist. Starker entscheidet daher, die nächste Dienststelle aufzusuchen. Beim Versuch, Precinct 9 zu verlassen, wird der Bus von außerhalb unter Beschuss genommen. Dabei werden Starker und die anderen Polizisten des Transportes getötet. Zwei Gefangene, darunter der zum Tode verurteilte Schwerverbrecher Napoleon Wilson, können dem Kugelhagel entkommen und werden von Officer Bishop zurück in ihre Zellen gebracht. Die Jugendbanden will Rache an dem Vater nehmen, der ihren Anführer getötet hat und schrecken dabei vor nichts zurück...
eine kritik von dr.walterjenning:


Review:

Ja, auch hier hat der Meister wieder zugeschlagen und uns einen knallharten Action-Thriller beschert, der vor geballter Coolness und, dank des Carpenter typischen, minimalistischen Synthesyzer Score, greifbarer Atmosphäre aus allen Nähten platzt. Dabei verzichtet er, auch dem Budget von gerademal 100.000 Dollar geschuldet, komplett auf Starpower und setzt stattdessen auf unverbrauchte Gesichter, welche nicht nur vor der Kamera äusserst sympathisch harmonieren, was dem Sehvergnügen sichtbar gut tut.

Dem Film drohte damals der kommerzielle Todesstoß in Form eines X-Ratings, da Carpenter nicht auf die dargestellte, kaltblütige Erschießung eines kleinen Mädchens verzichten wollte, da diese tatsächlich unverzichtbar für den Verlauf der Handlung war.

Dies gefiel der MPAA überhaupt nicht und sie drängte auf Kürzung, was Carpenter auch weinenden Auges tat aber durch geschicktes Verhandeln mit dem Studio trotzdem und letztendlich die ungekürzte Fassung in die amerikanischen Kinos bringen durfte...mit einem vertetbaren R-Rating. Der deutsche Verleih sah's damals auch nicht so eng und schickte sein Werk ebenfalls ungekürzt in die Lichtspielhäuser, was sich jedoch rächen sollte, denn besorgte Eltern und Kirchengänger liefen Sturm vor Entrüstung und erreichten eine Indizierung des Films, welche erst Jahrzehnte später wieder aufgehoben wurde.

Inzwischen ist der zugegegebenermaßen recht harte Streifen ab 16 Jahren freigegeben und auf DVD und Blu-Ray erhältlich, wobei die Blu-Ray aufgrund der überragenden Bild- und Tonqualität (5.1 deutsche Neusynchro UND 2.0 Mono deutsche Kinosynchro) vorzuziehen ist.

Würde man Carpenters Namen nicht bereits im Vorspann lesen können, könnte man meinen, Sam Peckinpah (siehe 'Wild Bunch') hätte zusammen mit Howard Hawks (siehe 'Rio Bravo') auf dem Regiestuhl Platz genommen. Western-like inszeniert, sitzt jeder Treffer und wird mit einem üppigen Blutschwall quittiert. Er nimmt sich Zeit für lange, auch wegen der Szenerie klaustrophobische Kameraeinstellungen, die immer wieder durch schnelle Schnittbombardements aufgelockert werden, welche die Action hervorragend und druckvoll einfangen. Die reduzierten Dialoge sind meisterhaft treffsicher und auch die für diese Zeit untypischen und verpöhnten One-Liner sorgen-, trotz oder gerade wegen der ernsten Thematik, für ausgelassene Stimmung und ein wohliges Grinsen im Gesicht.

Mit Laurie Zimmer hat Carpenter zudem eine der coolsten Socken der weiblichen Kinohistorie gecastet. Ihre Figur kann am besten als Snake Plissken - Vorläufer mit Titten beschrieben werden, denn selbst wenn sie angeschossen wird verzieht sie keine Miene, sondern ballert stattdessen seelenruhig 4 Typen über den Haufen, um sich danach postwendend 'ne Kippe anzuzünden und 'nen lässigen Spruch rauszuhauen. Wer war nochmal Foxy Brown?!

Stringentes, schnörkelloses Action-Thriller-Kino, dass sich Schleimspureinlagen wie die obligatorische Romanze oder ausgedehnte Trauerzüge nach dem Dahinschieden eines Charakters spart und auch sparen kann, weil:

Fazit:

Ein weiterer Klassiker aus dem Hause Carpenter, der mit 'Assault - Anschlag bei Nacht' erstmals bewies, dass er sich auch im Action-Genre sichtlich wohl fühlt. Inspiriert von Regielegenden, inspirierte dieser Film wiederum heutige Regiegrößen und funktioniert trotz seines stolzen Alters noch so blendend wie damals. Hart, intensiv, druckvoll, spannend, atmosphärisch und cool ohne Ende. Ein echter Carpenter und nach 'Dark Star' sein zweiter Spielfilm überhaupt, welcher auch zu den absolut Besten gehört!

10/10

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