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BoondockSaint123
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Eintrag: 14.04.2014

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Tödliche Versprechen

(Originaltitel: Eastern Promises)
Herstellungsland:Großbritannien, Kanada, USA (2007)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Drama, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,43 (14 Stimmen) Details
inhalt:
Die Londoner Hebamme Anna (Naomi Watts) muss miterleben, wie eine namenlose osteuropäische Prostituierte bei der Geburt ihres Babys stirbt. Anna setzt alles daran, die Angehörigen des verwaisten Säuglings zu finden. Ihre einzigen Hinweise sind ein russisches Tagebuch und ein Streichholzbriefchen eines russischen Restaurants. Anna folgt der Spur und trifft dabei auf den attraktiven Nikolai (Viggo Mortensen). Der arbeitet für den ebenso einflussreichen wie zwielichtigen Restaurant-Besitzer und Patriarchen Semyon (Armin Mueller-Stahl). Als Anna entdeckt, dass das Tagebuch Beweise enthält, die Semyon und seinen Sohn Kirill (Vincent Cassel) für viele Jahre hinter Gitter bringen könnten, schwebt sie schon längst in höchster Gefahr ...
eine kritik von boondocksaint123:

Nachdem David Cronenberg im Jahr 2005 den Film „A History of Violence“ gedreht hat, scheint es wohl so als hätte er Blut geleckt. Blut geleckt im Bereich des Mafia Genres, was ihn wohl auch dazu brachte nach nur 2 Jahren einen weiteren Film des Genres zu drehen. Dieses Mal spielt die Handlung allerdings in England und es sind nicht die Italiener, welche hier im Mittelpunkt stehen sondern die russische Mafia.

Anna liebt ihren Beruf als Krankenschwester und führt diesen auch mit großer Sorgfalt aus. Eines Abends wird es im Krankenhaus aber hektisch, denn eine junge, schwangere russische Frau wird mit Schussverletzungen eingeliefert. Bei der Operation kann man das Baby retten, doch die Mutter selbst stirbt. Anna ist immer noch total mitgenommen und geht zur Sicherheit noch einmal die persönlichen Gegenstände der Frau durch um einen Anhaltspunkt ihrer Identität herauszufinden. Dabei stößt sie auf ein Tagebuch, welches komplett in Russisch geschrieben wurde. Da Anna selbst russische Wurzeln hat, steckt sie es ein und nimmt es mit nach Hause um dort herauszufinden was mit der jungen Frau passiert ist. Sie bittet ihren Onkel Stephan um Hilfe bei der Übersetzung des Buches, doch dieser weigert sich und so macht sich Anna auf um irgendwo Hilfe zu erfahren. Diese erfährt sie bei Semjon, einem russischen Restaurantbesitzer, welches aber eigene Interesse an diesem Tagebuch hat. Um zu verhindern, dass Anna weitere Nachforschungen anstellt, setzt Simjon den mysteriösen Nikolai auf die junge Krankenschwester an um diese im Auge zu behalten.

Mit „Eastern Promises“ zu Deutsch „Tödliche Versprechen“ schaffte es Cronenberg wieder einen würdigen Vertreter des Genres zu erschaffen. Auch hier kann der Zuschauer wieder etwas beruhigter an den Film heran gehen, denn auch „Tödliche Versprechen“ stellt keinen Mindflick dar und ist somit ein, sagen wir mal, leicht verdaulicher Film. Dieses Mal liegt das Hauptaugenmerk auf der russischen Mafia, genauer gesagt bei der Wory w Sakone. Auch hier war es Cronenberg wieder wichtig, dass er viel mehr auf seine Charaktere und die Handlung eingeht als auf die üblichen Klischees und somit hat er wieder ein Mafia-Thriller erschaffen, der sehr oft in die Gefilde des Dramas abrutscht, was aber keines Falls schlecht ist.

Auch hier wird der Film ehr in ruhigeren Bildern erzählt. Diese ruhigen Bilder schaffen es aber, dass der Film eine sehr intensive Wirkung auf den Zuschauer ausübt und somit ein sehr verstörendes Werk wird welches ziemlich stark an die Nieren geht. Mit jeder Minute wird man Tiefer und Tiefer in eine Welt hineingezogen aus der es, wie es scheint, kein Entkommen gibt. Man lernt die dunklen Seiten Londons kennen und erlebt eine Achterbahnfahrt, in der die Gefühle total durchgeschüttelt werden. Es ist faszinierend, wenn man den Blick auf dieses Werk richtet, man ist hin und weg von den gezeigten Szenarien, welche alle Samt sehr realistisch geschildert wurden. Andererseits ist man Perflex und angeekelt, wie kühl und Menschenverachtend diese Welt doch ist. Hier wird um ehrlich zu sein, kein Blatt vor den Mund genommen. Es wird nichts beschönigt und man zeigt eine Welt, in der man hoff, dass man selbst nie darin landet. Daher zieht der Film auch seine volle Kraft, denn es ist genau dieses Gefühl, was dem Zuschauer dann auch wieder sagt, genau dass macht einen Film zu einem guten Film.

Doch keine Sorge, auch dieses Werk ist nicht ganz frei von diversen Gewaltspitzen, ehrlich gesagt bietet der Film sogar mehrere blutige Messerstechereien, Schießereien und andere abstoßenden Aspekte, die schon fast Alltag sind im Leben der Mafia. Man könnte sogar sagen, dass der Film Gewalttechnisch mit „A History of Violence“ locker mithalten kann.

Gerade die sehr kühle und beklemmende Atmosphäre des Filmes sorgt dafür, dass der Zuschauer die komplette Laufzeit über gebannt auf den Bildschirm schaut und seine Augen nicht abwenden möchte. Spannung wird konsequent angezogen und auch angehalten, Leerlauf findet man hier nie (!), was natürlich auch wieder für sich spricht.

Cronenberg muss große Stücke auf Viggo Mortensen halten, denn auch für dieses Werk konnte er sich den charismatischen Darsteller sichern, der dieses Mal in der Rolle des Bad Guy auftritt und den verstörenden Nikolai verkörpert. Es ist schon fast eine Kunst was Viggo Mortensen hier absolviert, denn die Rolle hat er einfach inne. Zu jeder Zeit kauft man ihm sein Schauspiel ab, was natürlich von großer Bedeutung ist, denn dieser teilt sich die meiste Screentime mit Naomi Watts, welche die Krankenschwester Anna verkörpert. Allgemein finden sich in diesem Werk wieder einige Internationale Stars wieder, wie z.B. Vincent Cassel oder auch Armin Müller-Stahl (Simjon).
Bei diesem großen Staraufgebot ist es wieder mal klar, dass es ein sehr unterhaltsamer Film werden würde, doch was bemerkenswert ist, jeder der Darsteller spielt seine Rolle mit solch einer Leidenschaft, dass man nicht einmal sagen kann, wer hier besser gespielt hat. Sie versuchen zwar alle sich an die Wand zu spielen, schaffen es aber doch nie, da die Präsenz aller so grandios ist.

„Eastern Promises“ ist wiedermal ein kleines Meisterwerk von David Cronenberg der, wie ich finde, in diesem Genre weiterhin treu bleiben sollte, denn hier beweist er wirklich ein goldenes Händchen. Die Mafia-Thriller Cronenbergs sind allesamt Sehenswert, was natürlich an der genialen Umsetzung liegt. Er hat sich immer auf die zwischenmenschliche Ebene fixiert und konnte somit wirklich Großartiges erschaffen, was so schnell keinen Zuschauer loslassen wird. 

8/10
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Kommentare

17.04.2014 22:43 Uhr - cecil b
2x
DB-Co-Admin
User-Level von cecil b 17
Erfahrungspunkte von cecil b 5.901
Ein durchweg tolles Review, ich freue mich auf mehr von dir!

26.05.2014 19:01 Uhr - Dr. Jones
1x
Unvergessen die Fight Szene in der Sauna . Physisch auf sehr hohen Level . Gute Entscheidung das die Szene ohne spannende Musik und schnelle Schnitte auskommt . Top !

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