SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Böses Zombie-Spiel PS4 aus AT · Hol dir den Klassiker ohne Zollprobleme · ab 19,99 € bei gameware Yakuza 7: Like a Dragon · Its time to be a Hero · ab 58,99 € bei gameware

The Man with the Iron Fists

Herstellungsland:USA (2012)
Genre:Action
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,26 (33 Stimmen) Details
inhalt:
Im feudalen China des neunzehnten Jahrhunderts lebt ein geheimnnisvoller Schmied (RZA), der sich in ein Dorf begibt, das mitten im Dschungel liegt. Hier wird er von den ansässigen rivalisierenden Clans dazu gezwungen, tödliche Werkzeuge der Zerstörung zu erschaffen. Als der berüchtigte Jack Knife (Russell Crowe) auf der Bildfläche erscheint, entladen sich die Spannungen in einem brutalen Wettkampf der tödlichsten und talentiertesten Krieger. Denn ein rieser Goldschatz wird durch die Stadt transportiert und gleich mehrere Parteien wollen ihre Hände daran bekommen. Auch Madame Blossom (Lucy Liu) und ihre Schar leichter Mädchen haben sich in den Kopf gesetzt, sich den Schatz unter den Nagel zu reißen. Doch es schwelt noch größeres Unheil über dem Dorf und seinen Bewohnern und der Schmied sieht sich schließlich gezwungen, sein ganzes Können einzusetzen, um ein Werkzeug anzufertigen, mit dem er zum "Mann mit den Eisenfäusten" wird. Derart ausgerüstet versucht er die Gefahren zu bannen.
eine kritik von dr.walterjenning:

Review:

'The Man With The Iron Fists': Liest man diesen Titel und führt sich die beteiligten Personen und deren Hintergründe zu Gemüte, hat man schon eine sehr definierte Ahnung, in welche Kerbe dieser Film schlägt. Eastern und kompromislos inszenierte Martial Arts inklusive treibenden Hip-Hop Beats und geschliffene Dialoge ohne komplizierte Story.

Naja, das trifft in diesem Fall nur bedingt zu, denn Tarantino-Zögling RZA verliert leider sein eigenes Drehbuch ein ums andere Mal aus den Augen und der Zuschauer somit den roten Faden. Da werden-, sobald das Gezeigte an Fahrt verliert, neue Figuren eingeführt nur um sie wenige Augenblicke später wieder von der Bildfläche zu tilgen und anstatt die vorzüglich ausgelebte Ironie, die mit nahezu jedem Werk seines Mentors mitschwingt zu übernehmen, präsentiert er das zugegebenermaßen wunderschöne und überaus ästhetisch fotografierte Bildwerk mit einer Ernsthaftigkeit, die ohne sein Zutun auffällig unfreiwillig lächerlich wirkt.

Ähnlich wie die Vita der Shaw Brothers, die einen ob der revolutionierten Technik und Möglichkeiten heute zum wohlwollenden schmunzeln verleitet, so schmunzelt man auch während The Man with the Iron Fists aufgrund des selbstredend liebevoll umgesetzten, jedoch emotional verfehlten Themas, so als ob uns der Regisseur auf Teufel komm raus die Wichtigkeit einer, seiner Hommage einprügeln wollte.

Dabei beginnt das Stück mit seinen herrlich altmodischen Credits vielversprechend und die dem Genre geschuldeten Klischees gefallen ebenso wie die ikonische Bildsprache, die wiederum an die gute alte Shaw Brothers Schule erinnert ohne ihr zu schaden. Treffer erzielt Mr. RZA ausgerechnet dann, wenn er moderne Stilmittel verwendet, wie z.B. Splitscreens oder Überblendungen.

Hauptaugenmerk sollte der Fanboy allerdings auf RZA's Steckenpferd legen, nämlich den Soundtrack, der auch nur sowohl in den klassischen, als auch verspielten Passagen stimmig ist, denn sobald der Hip-Hop den Saal betritt, verlässt das Publikum voll Unverständnis dem unpassenden Einsatz der Beats selbigen, was 1:1 auch für RZA's schauspielerische Leistung gilt.

Man muss schon sehr bemüht sein, um sich in seinem eigens geschriebenen und inszenierten Film so zu deplatzieren. Er hätte es sich und den zahlenden Gästen zuliebe bei einem Hitchcock'schen Cameo belassen sollen.

Zum Glück konzentriert sich die Story mehr auf ihre Nebendarsteller, namentlich Russel Crow, der zwar ordentlich an Gewicht zugelegt hat aber zusammen mit der stets gefälligen Lucy Liu und Byron Mann als Antagonist eine Spielfreude und Lust am Thema in die Waagschale wirft, dass man getrost über die Vorstellung RZA's hinweg sehen darf.

Die Martial Arts Einlagen sind, trotz des erfahrenen Corey Yuen als Choreograph, ebenso zwiegespalten wie der gesamte Rest des Filmes, was hauptsächlich dem suboptimalen Schnitt zu verdanken ist.

So manche Kampfeinlagen wirken abgehackt und werden von zahlreichen Anschlussfehlern begleitet, was eigentlich nur einen unfertigen oder extrem und sinnlos getrimmten Film vermuten lässt, wobei man von Letzterem ausgehen kann.

Insgesamt, um im Genre-Jargon zu verweilen, ein zweischneidiges Schwert, dem eine aufwendig überarbeitete, geschlossenere, rundere Fassung gut tun würde, denn abseits von Crow, Liu, der Bildsprache, der spürbaren Liebe zum Thema und einigen wenigen Fights hat das Erstlingswerk von The RZA leider nicht viel zu bieten.

Fazit:

Wäre 'The Man With The Iron Fists' ein abgeschlossenes Praktikum, so würde man ihm das Prädikat "stets bemüht" attestieren, was wohlwollenden, der Lernphase des Regisseurs entsprechenden 5/10 Punkten entspricht.

5/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Blutgletscher
Dr.WalterJenning
7/10
Nico
Dr.WalterJenning
8/10
Dom
Dr.WalterJenning
9/10
Wolf
Dr.WalterJenning
8/10
die neuesten reviews
Pate,
VelvetK
10/10
Crow,
TheMovieStar
10/10
I
Phyliinx
7/10
kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)