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BoondockSaint123
Level 12
XP 2.215
Eintrag: 14.04.2014

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Die Fliege

(Originaltitel: The Fly)
Herstellungsland:USA (1986)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Thriller
Alternativtitel:Fluen
La Mouche
Mucha

Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,07 (94 Stimmen) Details
inhalt:
Der Wissenschaftler Seth Brundle experimentiert erfolgreich mit Teleportation, der Übertragung von Materie von einem Ort zum anderen. Eines Tages unternimmt er einen Selbstversuch, der katastrophale Auswirkungen hat. Bei der Teleportation hatte sich eine Stubenfliege ins Labor verirrt - und nun haben sich die Körperatome der beiden vermischt. Allmählich beginnt sich Seth in einen ekelhaften und gefährlichen Mutanten zu verwandeln. Der Albtraum ist nicht mehr aufzuhalten.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von boondocksaint123:

Nicht nur an Thriller hat sich David Cronenberg heran gewagt, in den 80er Jahren machte er sich sogar daran ein Remake eines Horrorklassikers zu fabrizieren. Der gesuchte Film heißt „Die Fliege“ und wenn man mal im Internet forscht, dann stößt man des Öfteren darauf, dass dieser Film unter den Top 20 der besten Horrorfilmen gewährtet wird. Tja, auch ein David Cronenberg macht mal ein paar Exkursionen.

Wer träumt nicht davon, von dem einen Ort zum Anderen zu gelangen innerhalb von nur ein paar Sekunden? Was in „Star Trek“ schon funktioniert hat, soll nun Realität werden. Dieses Ziel hat sich zumindest der Wissenschaftler Seth Brundle gesetzt. Intensiv versucht er eine Methode zu finden, dass Teleportation nicht weiter nur eine weitere futuristische Wunschfantasie bleibt sondern tatsächlich zum gebrauch gemacht werden kann. Es scheint so als würde er eine Durststrecke erleiden, denn er steht vor einem Problem, wenn auch keins, dass mehrere Jahre der Zeit bedarf, doch irgendwas hat er vergessen. Als er die junge und kluge Journalistin Veronica Quaife kennen lernt, die Interesse an seiner Erfindung zeigt, scheint es als hätte er eine neue Muse gefunden. Seine Erfindung trägt Früchte, doch bisher hat er nur an nicht menschlichen Materialien Versuche gewagt. Deshalb möchte er seine Erfindung selbst testen und steigt in die Kapsel hinein, leider hat sich das auch eine Fliege gedacht. Auf den ersten Blick hin scheint es so als hätte der Versuch geklappt, doch mit fortschreitender Zeit merkt Seth, dass er sich verändert, er sich verwandelt in ein Wesen, dass alle Grenzen der Vorstellungskraft überschreitet…

Und hier haben wir wieder einen typischen Cronenberg Streifen. Es scheint fast so als würden absurde Filmideen den Regisseuren anziehen und ihn dazu animieren diese Werke auf die Zuschauer loszulassen. Mit „Die Fliege“ ist ihm auf jeden Fall einer der klügsten und erschreckendsten Filme gelungen, den er jemals gedreht hat und der jemals das Licht der Welt erblickte. Man ist es von ihm ja schon gewohnt, dass Cronenberg sehr viel Wert auf seine Charaktere setzt, deshalb lässt er sich auch wieder viel Zeit bevor er das tatsächliche Grauen auf den Zuschauer los lässt. Man wohnt dem Film ungefähr 45 Minuten bei, in denen der Film immer und immer mehr an Intensität aufnimmt. Ganz wichtig ist es ihm, dass er den Charakter des Seth beschreibt. Für diesen hat er sich den damals noch jungen Jeff Goldblum geangelt, der hier eine seiner ersten großen Rollen spielt und wohl auch seine Beste zugleich. Dieser wird dem Zuschauer von Anfang an als sympathischer, quirliger und leicht tollpatschiger Wissenschaftler vorgestellt, der für seine Visionen einfach alles tun würde. Man kann sofort eine gewisse Bindung zu ihm aufbauen, denn er ist klug und charmant und wirkt sehr normal auf den Zuschauer. Doch was wäre ein Cronenberg Film ohne menschliche Veränderungen? Auch Seth durchlebt im Film mehrere Phasen der Persönlichkeitsveränderung, ist er am Anfang noch der nette Nachbar von Nebenan, wird er im letzten Drittel des Filmes zu einer Person mit der man einerseits Mitleid empfindet und dann wiederum Abscheu.  
Da es aber auch zu viel für den Zuschauer sein kann, den starken Persönlichkeitsveränderungen von Seth beizuwohnen, erhält man mit dem Charakter der Veronica einen gewissen Kontrast. Sie wird dem Zuschauer gleich als liebevoller und herzensguter Mensch vorgestellt, man weiß eigentlich sofort wo man bei ihr dran ist. Sie bietet Seth auch, so gut es geht, Halt an in seiner schlimmen Zeit, doch auch hier ist das Unglück wieder vorprogrammiert. Geena Davis verkörperte diesen Charakter mit einer solchen Hingabe und man konnte auch merken, dass die Chemie zwischen Davis und Goldblum stimmte, das merkt der Zuschauer sofort. Daher hat es wohl auch niemanden gewundert, dass die Beiden kurze Zeit später auch vor den Traualtar getreten sind.

Klar, jeder der sich diesen Film anschaut wartet gebannt auf den Moment in der sich Seth zu dem Monster, der Fliege verwandelt. Und man kann sogar sagen, dass dies wirklich sehr spektakulär ausgefallen ist. Ohne CGI-Effekte hat man hier eine widerliche Kreatur erschaffen, die heute immer noch fasziniert und zugleich anekelt. Chris Walas, der für die Spezial Effekte der Fliege zuständig war hat mehr als nur gute Arbeit geleistet. Ich würde die Verwandlung von Seth zur Fliege ungefähr gleichstellen mit der Verwandlung von David Kessler zum American Werewolf. Es ist eine Meisterleistung die man hier kreiert hat und auch aus heutiger Sicht wirkt diese Verwandlung immer noch grandios.
Nicht nur, dass die Fliege sehr eklig auf den Zuschauer wirkt, nein damit nicht genug, machte man sich auch noch an die Arbeit und wollte dem Zuschauer ein Werk zeigen, dass von absurden Einfällen nur so strotzte. Ekel hier, Ekel da und es wird einem einfach nie langweilig. Natürlich muss man auf solche Effekte einfach stehen, denn wenn Seth sein Essen „befeuchtet“ ist dies nicht gerade hübsch anzusehen. Zeitgleich setze man auch auf diverse Gore-Szenen, die aber nicht den Film dominieren. Eine Szene bleibt mir aber noch lange in Erinnerung, jeder der den Film schon gesehen hat, wird genau wissen was ich meine wenn ich die Bar Szene erwähne ;-)

Der grandiose Score von Howard Shore passt natürlich auch hier wieder, wie die Faust aufs Auge. Dieser hat es geschafft, den kompletten Film mit seiner musikalischen Begleitung so intensiv zu untermalen, dass dies zu jeder Szene, zu jeder Stimmung genau passt. Gänsehautmomente sind hier auf jeden Fall vorprogrammiert!

Was Cronenberg mit gerade mal 15 Millionen Dollar so alles geschafft hat, dass ist einfach unglaublich. Zumal der Film auch an den Kinokassen über das Doppelte seines Budges wieder einspielte. „Die Fliege“ ist ein Meilenstein des Sci-Fi Horror Kinos und sollte von jedem Film/ Horrorfan mindestens einmal in seinem Leben gesehen werden. Dieser Film darf zu Recht unter den Top 20 der berühmtesten und besten Horrorfilmen aller Zeiten gezählt werden. 

10/10
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Kommentare

17.04.2014 17:56 Uhr - Kable Tillman
2x
DB-Helfer
User-Level von Kable Tillman 12
Erfahrungspunkte von Kable Tillman 2.183
Der Cronenberg hat es dir scheinbar angetan oder? Dein Review zu "Die Fliege" ist treffend und ausführlich analysiert, schlicht ganz große Klasse. Erneut ein dickes Lob von meiner Seite.

17.04.2014 22:39 Uhr - cecil b
2x
DB-Co-Admin
User-Level von cecil b 17
Erfahrungspunkte von cecil b 5.927
Das sehe ich auch so! Toll geschrieben, und die Charaktere schön erfasst.

27.04.2014 22:42 Uhr - sonyericssohn
1x
DB-Co-Admin
User-Level von sonyericssohn 18
Erfahrungspunkte von sonyericssohn 6.971
Ein Klassiker des modernen Horrorfilms.
Und man bedenke: Niemals gegen einen Typen Armdrücken wenn dieser Snickers o.ä. konsumiert ! ;-)

Tolles Rev !

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