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Joe - Die Rache ist Sein

(Originaltitel: Joe)
Herstellungsland:USA (2013)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Drama
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,80 (10 Stimmen) Details
inhalt:
Der Ex-Sträfling Joe (Nicolas Cage) trifft auf den 15 jährigen Gary (Tye Sheridan), ein verlorener Teenager, der ihn mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Diese Konfrontation endet entweder in Joes Erlösung oder in seinem Untergang...
eine kritik von dr.walterjenning:

Review:

'Joe' von David Gordon Green ist-, wie der Titel schon vermuten lässt, eine Charakterstudie. Die Charakterstudie eines Mannes, der von Wut und Rachsucht getrieben ist, diese Emotionen jedoch zum Wohl seiner Selbst unterdrücken muss und sie mit Hilfe von körperlicher Arbeit halbwegs zu kompensieren vermag.

Er wird von den Dämonen seiner Vergangenheit getrieben und diese schicken ihm den 15 jährigen Gary, der ihn um einen Job bittet und ihn auch bekommt.

Allerdings wird diese Entscheidung schwerwiegende Folgen für Joe haben...

Es ist einfach der pure Wahnsinn, wie viel Energie in Nicolas Cage steckt. Er fabriziert einen Flop nach dem anderen aber findet jedes Mal die Kraft, wieder aufzustehen und ein ums andere Mal eine Performance abzuliefern, die sowohl atemberaubend als auch fesselnd ist.

Auch wenn der dazugehörige Film noch so schlecht ist, Cages Schauspiel allein macht ihn sehenswert. Mal unbeirrt im Overacting-Modus, mal super cool aber stets mit der nötigen Portion Irrsinn in den Augen, bannt er beinahe hypnotisch die Aufmerksamkeit des Zuschauers.

Doch es existieren in jüngster Vergangenheit leider viel zu wenige Beispiele, in denen sowohl die Inszenierung, als auch Cages Spiel eine Symbiose bilden. Und genau diese Symbiose findet man in 'Joe'.

Der Film beginnt als leises, entschleunigtes Drama über einen gebrochenen, introvertierten Mann um dann ab ca. der Hälfte des zweiten Akts plötzlich und zusammen mit seinen Figuren zu explodieren.

Auf einmal hat man es mit einem handfesten, kanllharten Rache-Thriller zu tun, wütend und kraftvoll wie sein Protagonist und die Wucht des Schauspielers, der wenige Minuten zuvor noch durch seine Stoik und seinen Minimalismus verzauberte.

Unterstützt wird Cage dabei vom bockstarken Jungdarsteller Tye Sheridan, der selbstredend nicht ganz das Vermögen und Selbstverständnis eines längst etablierten Mimen besitzt, jedoch auf dem besten Weg dahin ist.

Traurig: Gary Poulter, seines Zeichens obdachlos, der in diesem Film den Wade spielt, verstarb kurz nach den Dreharbeiten. Dieser Mann hätte eine große Zukunft in Hollywood gehabt, denn bei allem gebührenden Respekt für Cage, dieser Laie spielt ihn in seinen vergleichsweise wenigen Szenen fast an die Wand. Bemerkenswert!

Man liest es bereits, 'Joe' ist superbes Schauspielkino und als dieses macht er alles richtig. Authentisch wie das Lokalkolorit der Südstaaten der USA und eindrucksvoll wie seine Bilder, markiert der Film einen Höhepunkt in der Vita des Regisseurs und des Hauptdarstellers.

Fazit:

'Joe' ist bärenstarkes Drama mit gelegentlichen, harten Thriller-Einschüben und anspruchsvolles Schauspielkino der Spitzenklasse zugleich. Ganz großes Kino!

9/10

 

9/10
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