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Dr.WalterJenning
Level 6
XP 469
Eintrag: 19.04.2014

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Curse of Chucky

Herstellungsland:USA (2013)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Horror, Thriller
Alternativtitel:Child's Play 6: Curse of Chucky
Chucky 6

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,99 (61 Stimmen) Details
inhalt:
Als Nica (Fiona Dourif) ein seltsames Paket mit einer Puppe erhält, schenkt sie diesem zuerst keine große Beachtung. Sorglos überlässt sie das niedliche Geschöpf ihrer 5-jährigen Nichte Alice, die gerade mit ihren Eltern zu Besuch ist. Kurz darauf kommt Nicas Mutter auf mysteriöse Weise ums Leben. Doch ihr Tod ist erst der Anfang einer grauenhaften Serie blutiger Angriffe: Während die Familienmitglieder in panische Angst verfallen, kommt Nica der Gedanke, dass diese Puppe alles andere als ein harmloses Kinderspielzeug ist...
eine kritik von dr.walterjenning:

Review:

1988 schickten sich Drehbuchautor Don Mancini und Regisseur Tom Holland an, dem etablierten Slasher-Genre mit 'Chucky - Die Mörderpuppe' eine neue und äusserst kuriose Ikone zu schenken. Man erweiterte die bereits durch Jason Vorhess, Freddy Krueger und Michael Myers geebneten Pfade durch einen seltsamen aber nicht minder bösartigen Zeitgenossen in Form einer besessenen Puppe namens Chucky. Als der kaltblütige Serien-Killer Charles Lee Ray (Brad Dourif) von der Polizei gestellt und tödlich verwundet wird, schafft er es mit seinem letzten Atemzug und mittels einem alten Voodoo-Ritual, seine unsterbliche Seele in eine Puppe der fiktiven Marke 'Good Guys' zu transferieren.

Als vermeintlich harmloses Spielzeug getarnt, macht es sich Charles 'Chucky' Lee Ray nunmehr zur Aufgabe, einen neuen, menschlichen Körper zu finden um nicht ewig in einer Puppe gefangen zu sein.

Soviel zur Mythologie, nun zu den Filmen:

Startete das Original noch als reinrassiger Horror-Slasher, erkannte man schnell das Potenzial und den selbstironischen Humor der in dem Franchise steckt und so wurde 'Chucky' im Laufe der Zeit immer sarkastischer und Komödien orientierter, was schleisslich in dem fast als Parodie funktionierenden 'Seed Of Chucky', dem vorerst letzten Teil der Reihe mündete, in dem Chucky neben seiner Braut, die bereits in 'Chucky und seine Braut' ein Teil der Reihe wurde, auch sein transsexueller Puppen-Sohn namens Glen bzw. Glenda eingeführt wurde.

Regisseur Mancini erkannte jedoch recht schnell, dass er damit den Bogen weit überspannte und machte sich an einen sechsten Teil, der wieder "Back to the Roots" gehen- und zeitlich zwischen Teil 3 und Teil 4 spielen sollte.

Somit verabschiedete man sich vorerst von Chuckys Braut und seinem Sohnemann und konzentrierte sich vollends auf den eigentlichen Antagonisten und Hauptdarsteller der Reihe: Chucky. Zumindest diesbezüglich kann Mancini punkten, denn die Mörderpuppe wurde mindestens seit Teil 2 nicht mehr so schaurig ernst in Szene gesetzt.

Dabei greift man dankenswerterweise wieder größtenteils auf Animanotronics und kleinwüchsige Darsteller zurück, um Chucky Leben einzuhauchen. Äusserst selten und das meistens nur um kompliziertere Bewegungsabläufe zu bewerkstelligen, wird auf CGI zurück gegriffen.

Zudem konnte auch Chuckys Stammsynchronsprecher Brad Dourif erneut verpflichtet werden, dessen Stimme einen erheblichen Teil zur Popularität der Reihe beiträgt. Im Zuge dieser Verpflichtung und vermutlich als Bedingung für eben diese ergatterte Fiona Dourif, Brad Dourifs Tochter, die Hauptrolle der Nica und man muss sagen: "Zum Glück"!

Ihre Darstellung der an den Rollstuhl gefesselten, sensiblen Eigenbrödlerin ist bärenstark und das willkommene Gegenwicht zu Brad Dourifs dominanter Rolle des Serien-Killers. Das restliche Ensemble in Form von Nicas Verwandtschaft spielt solide und im Rahmen seiner Möglichkeiten authentisch, wobei die Sippschaft bis auf wenige Ausnahmen nicht wirklich als Sympathieträger bestehen kann, diese Funktion ist eindeutig und allein Nica zugedacht.

Sie schafft es, dass die Szenen, in denen Chucky fehlt, nicht wie Stückwerk wirken zu lassen und, dass die erzeugte Spannung nicht in den Weiten des riesigen Hauses verpufft. Förderlich ist auch der neue Stil des Regisseurs, der auf moderne Farbfilter und ungewöhnliche Kamerafahrten setzt und so die Stimmung eines Haunted-House-Gruslers ähnlich 'The Amityville Horror' oder jüngst 'The Conjuring' erzielt. Nicht nur deswegen sieht der Film deutlich teurer aus, als er letztendlich war und auch eine breite Kinoauswertung wäre nicht undenkbar gewesen.

Wie bereits erwähnt, tendiert der Ton des Films merklich in Richtung Horror, zumindest die ersten beiden Akte, dabei muss man aber nicht vollends auf Chuckys typisch- lakonischen Witz und die sadistsich-sarkastischen Sprüche verzichten.

Der letzte Akt besteht beinahe gänzlich aus unvorhersehbaren Wendungen und Verbindungselementen zum vierten Teil der Reihe, wobei auch in diversen Rückblenden auf das Original Bezug genommen wird. Mehr soll hierzu nicht verraten werden.

Nun zu den Schwächen:

Verglichen mit 'Chucky Und Seine Braut', der die Messlatte in puncto brutale Kills extrem hoch legte, zieht auch 'Curse Of Chucky' den Kürzeren. Und das ist auch gleichzeitig das größte Manko des Films, denn leider versäumt man es, den inzwischen etablierten Sehgewohnheiten des Slasher-Publikums 2013 Tribut zu zollen.

Zwar alles andere als zahm und auch nicht mit der roten Soße geizend, verfehlen die meisten Morde der Puppe aufgrund der eventuellen Erwartungshaltung des Zuschauers ihre Wirkung. Bei all der aufgebauten Spannung, denn es dauert ziemlich lang, bis Chucky das erste mal ganz und gar die Bühne betritt, werden die Morde beinahe beiläufig ausgeführt und wirken daher aufgesetzt und zum Teil auch behäbig und beliebig.

Für Verwirrung sorgt zudem auch die avisierte Zeitlinie. So soll der Film zwischen Teil 3 und Teil 4 spielen, allerdings wird mehrmals das Jahr 2013 erwähnt und auch die ein odere andere referenzierte Szene lässt vermuten, ob nun freiwillig oder unfreiwillig, dass dem nicht so ist.

Trotzdem:

Der sechste Teil der Reihe um den Serien-Killer in Puppengestalt bringt jede Menge Spaß und die Freude über Chuckys Rückkehr überwiegt so manche Schwäche. Teil 7 darf gerne kommen!

Fazit:

'Curse Of Chucky' ist ein deutlicher Schritt nach vorne und macht den miesen fünften Teil beinahe vergessen. Stets spannend und nie lächerlich serviert uns Don Mancini seine Mörderpuppe, wie sie sein sollte. Lediglich ein paar zu selbstzweckhaft inszenierte Kills und die Verwirrung bezüglich der Zeitlinie trüben ein wenig das Vergnügen.

7/10

Tipp: Bis nach den Credits sitzen bleiben...

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