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The Midnight Meat Train

Herstellungsland:USA (2008)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Thriller
Alternativtitel:Clive Barker's Midnight Meat Train
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,82 (178 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Der Fotograf Leon Kaufman ist besessen von der Idee, das wahre Leben der Millionenstadt New York abzubilden. Bei seiner Suche nach dem perfekten Motiv stößt er auf die blutige Spur eines unaufhaltbarem Serienmörders, der nächtliche U-Bahnfahrgäste stumm und gnadenlos abschlachtet, als wären Sie Vieh. Für wen - oder was - bereitet der Killer seine hilflosen Opfer als Nahrung zu? Auf Leon strahlt der bestialische Mörder eine seltsame Faszination aus, die ihn immer tiefer in die endlosen Tunnel der New Yorker U-Bahn lockt - und schließlich in einen Abgrund, in dem etwas Teuflisches auf ihn lauert... (NSM Records)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von inferis:

In Clive Barkers The Midnight Meat Train macht ein namenloser stummer Hüne (Vinnie Jones), zunächst unbemerkt Jagd auf arglose U-Bahn Fahrgäste. Er geht dabei besonders perfide vor, den er tötet nicht nur brutalst seine Opfer sondern schlachtet sie auch noch und das in der regel nachts, womit der Titel dann auch erklärt wäre. Tja so was kann wahrscheinlich nur Clive Barker einfallen.

Clive Barker welcher vor allem für seinen harten mit viel Fantasie angereicherten Kurzgeschichten bekannt ist, scheint bei The Midnight Meat Train ein Auge auf die Produktion geworfen zu haben und dem Regisseur tatkräftig als Berater beigestanden zu haben und das Ergebnis kann sich sehen lassen, allerdings schinen die Studiobosse bei Universal etwas gegen diesen Streifen gehabt zu haben, da ihm ein größeres Release verwehrt blieb und er zum Geheimtipp wurde was schade ist. Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten das ein größeres Release für ein Comeback von Barker ins Filmgeschäft und womöglich auch für eine neue Auflage seiner "Bücher des Blutes" in Deutschland hätte sorgen können, aber das ist wahrscheinlich nur Wunschdenken und ich schweife etwas zu sehr ab... also zurück zum Film.

Ein Schlachter macht die Bew Yorker U-Bahnen im Anzugg und mit einem riesigen Fleischerhammer unsicher ist dabei allerdings zunächst unbemerkt. Sein Gesunheitszustand verschlechtert sich zunehmends und sein Körper ist bereits an der oberfläche von Tumoren übersät.

Parallel dazu befindet sich ein Fotograf in einer Schaffenskrise. Er soll einige neue Arbeiten abgeben, schafft es jedoch nicht etwas besonderes einzufangen, bis er eines Tages ein Frau in der U-Bahn fotografiert die Überfallen wird. Als die Verbrecher ihn bemerken schafft er es zwar noch die Situation friedlich zu lösen allerdings findet er am nächsten Tag heraus das die Frau verschwunden ist er erkennt ein geheimnisvollen Mann im Anzug auf seinen Fotos und versucht das Geheimnis das den Mann und die U-Bahn umgibt aufzudecken. Die Fotos die er gemacht hat schaffen es aber auch etwas einzigartiges zu schaffen sie verändern ihn aber auch und entfremden ihn von seiner Freundin. So schreitet zwar seine Karriere voran doch seine Freunden zweifeln zusehends an seinem Verstand. Aber auch der Fotograf selbst verliert sich immer mehr in Alpträumen von der U-Bahn und dem Schlachter im Anzug den er verfolgt. Schließlich kommt es zum Showdown zwischen dem Metzger und dem Fotograf sowie seinen Freunden. Doch wie sich bald heraustellt war der Metzger nicht alleine und diente nur als Marionette für Jahrhunderte alte Dämonen, genauso wie einige andere Menschen, die dafür sehr lange leben können und nachdem der Metzger getötet wurde soll der Fotograf seinen Platz einehmen...

Wer The Midnight Meat Train sieht dem fallen sofort zwie Dinge auf. Erstens: Es ist in kühlen sehr kontrastrichen Bildern gefillmt bzw. zu eben diesem Ergebnis hin bearbeitet worden. Zweitens: Er ist unrealistisch blutig und setzt auf CGI Effekt die zur Bildsprache passen und diese unterstreichen. Ob einem dies gefällt oder nicht muss jeder selbst entscheiden. Ich persönlich bin auch kein Freund von CGI, muss aber zugeben das diese hier recht gut passen, da die Bilder stilisiert sind, ähnlich wie bei 300. Außerdem wird das ganze recht spannend in Szene gesetzt, so das auch ein paar Logiklücken zunächst nicht weiter auffallen.

Auch der Cast für einen so brutalen und leider recht unbekannten Film sehr gut. So sieht man neben dem perfekt für die Rolle besetzten Vinnie Jones auch den inzwischen durch Hangover berühmten Bradley Cooper(welche hier in einer düsteren Rolle seine vielschichtigkeit zeigen kann) als Fotograf Leon, Leslie Bibb als seine Freundin, sowie die eher durch Nebenrollen bekannten Ted Raimi(Bruder von Sam Raimi), Peter Jacobson(Dr. House) und Roger Bart(Hostel 2). 

Über das Ende scheint es Unstimmigkeit zu geben, so meinen einige das dieses absolut an den Haaren herbeigezogen ist, etwas das man auch beim Ende von High Tension zu hören bekam. Ich finde es jedoch so absolut in Ordnung und kann damit leben.

Es bleibt aber zu sagen das es absolut schade ist das dieser Film nicht die Aufmerksamkeit bekam, die er verdient hätte. Nicht auszudenken in wie weit er die Karrieren der Beteiligten beeinflusst hätte, aber ich schweife wieder ab...

Fazit: Überdurchschnittlicher Splatter-Horror, welcher zwar teilweise mit der Logik zu kämpfen hat, aber in allen anderen Bereichen auftrumpft und zu Unrecht ein Nischendasein fristet. 

9/10
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