SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Horizon Forbidden West · Eine postapokalyptische Welt · ab 74,99 € bei gameware Evil Dead - The Game · ULTIMATE MULTIPLAYER-ERLEBNIS... UND ES GROOVT! · ab 44,99 € bei gameware

Savaged

Herstellungsland:USA (2013)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung
Genre:Action, Horror, Drama
Alternativtitel:Avenged
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,90 (46 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Gequält, vergewaltigt und abgestochen wie ein Stück Vieh - das Leben der hübschen Zoe endet grausam. Brutale Rednecks haben sie überfallen und nachdem sie ihren Spaß mit ihr hatten, verscharren sie Zoe in der Wüste. Dort findet ein Schamane die junge Frau. Er spürt noch einen winzigen Funken Leben in dem zerschlagenen Körper und versucht, sie mit einem heiligen Ritual zurück zu holen. Aber mit Zoe erwacht der Geist eines sehr zornigen Apatschen in ihrem Körper. Der Krieger wurde einst von einem Vorfahren der Rednecks ermordet und brennt nun darauf, im Blut seiner Feinde zu baden. Das Mädchen und der Krieger verbreiten bald nackte Angst. Aber ihre Rache ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn Zoes Körper verwest schnell ... (Ascot Elite)

eine kritik von nivram:

Unter den unzähligen Subgenres des Horrorfilms ist das Genre des "Rape and Revenge" nicht gerade für seine Innovation bekannt. Eher unterscheiden sich die Vertreter nur durch den Gewaltgrad sowie dadurch, wie viel Wert auf den "Rape"- und wie viel auf den "Revenge"-Part der Handlung gelegt wird. Nachdem jüngere Vertreter wie die beiden neueren "I spit on your grave"s die Messlatte für Gewalt und für "Rape" ein gutes Stück höher gesetzt haben, versucht sich der mit deutlich weniger finanziellen Mitteln realisierte "Savaged" daran, den Schwerpunkt auf die "Revenge" zu setzen und gleichzeitig mit einer überraschend ungewöhnlichen Idee: Das taubstumme Opfer wird nach dem schnell und doch schmerzvoll absorvierten "Rape" von einem alten Indianer gefunden, der sie mit einem (lächerlich aussehendem) Ritual wieder ins Leben zurück holen will. Dabei erwacht jedoch auch der Geist eines alten Indianerhäuptlings, der ebenfalls stinksauer auf die Täter ist und (im wörtlichen Sinne) das Kriegsbeil ausgräbt.

Der Film wird zu großen Teilen auch aus der Sicht der Täter erzählt, die allesamt unsymphatische, rassistische und fluchende Kerle sind, über deren Ableben der Zuschauer dann doch erfreut sein dürfte. Die übliche moralische Frage, ob der Rachefeldzug denn nun gerechtfertigt ist oder das Opfer nicht selber zur Täterin wird, wird durch den Indianergeist, der in den Racheszenen die Führung übernimmt, leicht verwässert und nur am Rande angerissen.

Die Schauspieler machen ihre Arbeit befriedigend, nur Hauptdarstellerin Amanda Adrienne sticht mit ihrem wortkargem Spiel hervor. Doch selbst Top-Schauspieler hätten aus den meist klischeebelasteten und eindimensionalen Rollen nicht viel herausholen können.

Die übernatürlichen Elemente harmonieren überraschend gut mit der klassischen Rachestory, können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, das ganze Nebenhandlungen einfach von anderen Horrorfilmen kopiert wurden: Wer vor allem das weiter oben bereits erwähnte Remake von "i spit on your Grave" oder "The crow" gesehen hat, wird so manches Deja vu erleben. Ärgerlich ist auch, das viele Nebenfiguren überhaupt keinen Nutzen für die Story haben und offenbar nur dazu dienen, den Bodycount in die Höhe zu treiben und ein paar Minuten Laufzeit zu strecken, was der Film nicht nötig gehabt hätte. Ein weiterer Kritikpunkt ist der teils schlampige Schnitt: Manche Szenen enden einfach mitten in der Unterhaltung oder wirken abgehakt.

Bei den Morden geht es teils recht blutig zur Sache, die Verweigerung von Seiten der FSk für die ungeschnittene Fassung ist keine große Überraschung. Die Szenen sind aber bei weitem nicht so ausgewalzt  wie in anderen "Rape and Revenge"-Filmen und wirken durch die übermenschlichen Kräfte des Indianergeistes auch vergleichsweise unrealistischer.

Fazit:

Flott inszenierter "Rape and Revenge"-Horror mit leichten Schwächen, der aber trotzdem unterhalten kann.

6/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Skyline
nivraM
4/10
Temper
nivraM
1/10
TubeClash
nivraM
die neuesten reviews
American
Ghostfacelooker
Terminator
Apollo
Muttertag
dicker Hund
5/10
Katzenmenschen
Insanity667
8/10
10
sonyericssohn
8/10
Kuck'
TheMovieStar
9/10
Coming
Ghostfacelooker
kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)