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Alarmstufe: Rot

(Originaltitel: Under Siege)
Herstellungsland:USA, Frankreich (1992)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Action, Thriller
Alternativtitel:Alarmstufe Rot
Dreadnought
Liberator
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,72 (148 Stimmen) Details
inhalt:
Auf einer Feier des Nuklearkreuzers Missouri entpuppen sich die Gäste als Terroristen. Brutal nehmen sie das Schiff unter Kontrolle, um in den Besitz der Atomraketen zu gelangen. Doch keiner hatte mit dem Elitekämpfer Casey Ryback gerechnet. Ein mörderischer Kampf auf hoher See beginnt...
eine kritik von kable tillman:

Hubschrauber über Bord

Anmerkung: Wertungsanpassung nach dem 2015er-System.

Andrew Davis, der bereits bei Steven Seagal's erstem Film "Nico" (im Original "Above the Law") Regie geführt hat, schickt seinen Actionstar in "Alarmstufe: Rot" auf ein Schiff. Spielte er in allen 4 vorherigen Filmen noch ein Cop, so durfte er dieses Mal endlich in eine andere Rolle schlüpfen, nämlich in die eines Kochs. Doch, keine Sorge, actionreich geht es trotzdem in dem 35.000.000$ teurem "Stirb Langsam"-Klon "Alarmstufe: Rot" (im Original "Under Siege") aus 1992 zu. Dieser erschien hierzulande ungekürzt mit einer FSK-18 Freigabe und wurde, trotz einiger brutaler Szenen, überraschenderweise nie indiziert. Dennoch ist er bis heute, genauso wie sein Nachfolger, in Deutschland nie auf Blu-ray erschienen, was insbesondere aufgrund des Striptease von Nebendarstellerin Erika Eleniak ausgesprochen bedauerlich ist. Doch gibt es außer nackter Silikonbrüste noch etwas Sehenswertes in "Alarmstufe: Rot"?

Casey Ryback (Steven Seagal) ist Koch auf der USS Missouri (auf welcher während einer ihrer letzten Fahrten tatsächlich gedreht wurde) und ein guter Freund des Kapitäns. Auf der letzten Fahrt des Schlachtschiffs zu dessen Ausmusterung wird eine Geburtstagsparty für Captain Adams (Patrick O’Neal) geschmissen, selbstverständlich eine Überraschung für den alten Seebären. Initiator der Aktion ist Commander Krill (Gary Busey), der unter anderem das Playmate Jordan Tate (heiß: Erika Eleniak, die übrigens auch im realen Leben Playmate war) und eine Rockband mit dem Frontmann William Stranix (Tommy Lee Jones) aufs Boot lotst. Doch Krill plant eine noch viel größere Überraschung als die Party, und die betrifft jeden Menschen auf der Welt.

Um kurz zu fassen: "Alarmstufe: Rot" ist wie "Stirb Langsam", nur auf einem Schiff und mit Steven Seagal statt Bruce Willis. Deshalb bekommt man mehr Aikido-Action und etwas weniger coole Sprüche, auch wenn sich Hauptakteur Casey Ryback für einen flapsigen One-Liner nie zu schade ist. Im Grunde ist aber diese Parallelität das größte Problem von "Alarmstufe: Rot", denn während man bei "Stirb Langsam" anno 1988 noch wirklich das Gefühl hatte etwas neues, unverbrauchtes zu sehen, so ist sowohl das Konzept von "Alarmstufe: Rot" altbekannt, als auch der zum B-Actionstar gereifte Steven Seagal in seinem nunmehr 5. Langfilm mit ihm in der Hauptrolle. Dennoch stellt der Film seinen ganz großen Durchbruch dar, denn aufgrund des Erfolgs an den Kinokassen war er nun einem breiten Publikum ein Begriff. Doch das lag sicherlich auch an der hohen Qualität von "Alarmstufe: Rot", der nicht umsonst in gleich zwei Kategorien für den Oscar nominiert war. Die Actionszenen sind famos und explosiv, die Story spannend, der Ton-Schnitt sowie der Score von Gary Chang sitzen klasse, Tommy Lee Jones und Gary Busey sind in Spiellaune und liefern herrlich schräge und böse Leistungen ab und Steven Seagal war wohl nie wieder so cool wie hier. In einer Nebenrolle sieht man unter anderem den aus "Star Trek: Deep Space Nine" bekannten Colm Meaney, dessen Rolle in "Alarmstufe: Rot" aber weitestgehend blass bleibt. Ein weiterer Wermutstropfen ist das schlechte Schauspiel von Erika Eleniak, die viele sicherlich als scharfe Shauni McClain aus "Baywatch" in Erinnerung haben.

Das wenig innovative Drehbuch, ein paar Längen, viele Unglaubwürdigkeiten und der nicht immer überzeugende Cast drücken die Laune beim Zuschauer etwas nach unten. Die Rolle des Casey Ryback ist zwar, typisch Seagal, durchweg auf cool getrimmt, aber absolut nicht glaubhaft. Allein die übertriebenen MacGyver-Fähigkeiten entlockten mir jedesmal ein Schmunzeln. Nichtsdestotrotz ist "Alarmstufe: Rot" einer der besten Filme mit Steven Seagal und für Fans des Aikido-Asses sowas wie der heilige Gral. Vor allem die Szene, in welcher sich Casey Ryback in Akimbo-Manier durch die Gegner-Reihen pflügt ist zu 100% Badass und Kult. Fazit: Hochexplosive Schifffahrt mit einem Koch mit gewissen Vorzügen.    

Qualitätswertung: 7 von 10 Punkten
Unterhaltungswertung: 10 von 10 Punkten
Gesamtwertung: 8,5 von 10 Punkten

Und ich meide besser Kreuzfahrten, außer Casey Ryback ist der Schiffskoch.

Bis zum nächsten Review!

Hochachtungsvoll euer Kable

8/10
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Kommentare

25.05.2014 21:24 Uhr - sonyericssohn
1x
Moderator
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Erfahrungspunkte von sonyericssohn 8.515
Jeah, das war noch Action. Hier brannte die Luft, die Blutbeutel explodierten in Ehrfurcht vor der echten Arbeit. Ja, ja, die Vergangenheit.
Super und wie immer frotzeliges Review von dir.
Danke !

26.05.2014 12:41 Uhr - Dragon50
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von Dragon50 2.040
Da war Seagal noch nicht zu einem Fleischklumpen mutiert.

26.05.2014 21:42 Uhr - cecil b
1x
DB-Co-Admin
User-Level von cecil b 18
Erfahrungspunkte von cecil b 6.268
Ach ja, dieser Koch namens Seagal verbrennt sich hier nicht so schnell. Jedenfalls nicht im Kampf. Und auch dieses Review ist Al Dente ! Aber an Erika Eleniak hätte man sich schon verbrennen können:)

02.06.2014 18:50 Uhr - Jack Bauer
1x
User-Level von Jack Bauer 2
Erfahrungspunkte von Jack Bauer 42
Mein absoluter Lieblings-DIE-HARD-Klon und überhaupt einer meiner absoluten Lieblingsfilme! Gucken wir jedes Jahr mindestens einmal in geselliger Runde und feiern den so richtig ab. Die fantastische Kulisse, die satte Action, die schier unglaublichen One-Liner, Gary Busey als Commander Krill im Frauenfummel (der es wagt, Seagal im wahrsten Sinne des Wortes in die Suppe zu spucken!), Tommy Lee Jones als psychopathischer Terrorist Strannix im Hendrix-Outfit, Steven Seagal als Ryback in der Form seines Lebens, der wuchtige Score von Gary Chang - da stimmt alles. Actionmeisterwerk. :-)

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