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ParamedicGrimey
Level 4
XP 232
Eintrag: 28.05.2014

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Wolfenstein - The New Order

(Wolfenstein: The New Order)
Herstellungsland:Schweden (2014)
Standard-Freigabe:USK 18
Alternativtitel:Project Tungsten

Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,03 (42 Stimmen) Details
inhalt:
Europa. Der Kontinent versinkt im großen Krieg. Wo zuvor die Alliierten auf dem Vormarsch waren, hat die Armee der grausamen Nazis auf dramatische Weise dank der technologisch fortschrittlichen Kriegsmaschinerie von General Wilhelm Strasse, genannt Totenkopf, wieder die Oberhand gewonnen. Als ein letzter alliierter Angriff auf die Basis von Totenkopf fehlschlägt, stirbt alle Hoffnung der Alliierten.

Europa 1960. Der Krieg ist vorbei und die Nazis triumphieren. Mit brutaler Gewalt und gnadenloser Unterdrückung haben die Nazis selbst die mächtigsten Nationen unterworfen. Sie regieren die Welt mit eiserner Hand.

Sie schlüpfen in die Rolle des amerikanischen Kriegshelden Captain B.J. Blazkowicz. Nachdem Sie sich inmitten dieser düsteren Welt wiederfinden, müssen Sie einen scheinbar unmöglichen Gegenschlag gegen die monströsen Nazis führen. Nur Sie haben den Mut, sich der unaufhaltsamen Armee von Kampfrobotern und Maschinensoldaten entgegenzustellen. Nur Sie können die Geschichte umschreiben.
eine kritik von paramedicgrimey:

Ach, Wolfenstein.

Kaum ein Spiel verfolgt mich persönlich schon so lange als Spieler. Meinen Einstieg hatte ich damals Anno 1992 (wie vermutlich die meisten anderen auch) mit "Wolfenstein 3D". Klar, gab es 1981 auch noch "Castle Wolfenstein" auf dem Apple II, allerdings ging dieses Spiel altersbedingt immer an mir vorbei. Ebenfalls das 1984 erschienene Beyond Castle Wolfenstein". Inzwischen habe ich die beiden ersten Stealth-Games aber nachgeholt. Emulator sei Dank.

 Aber "Wolfenstein 3D", das war genau mein Ding. Schon damals. Nazisoldaten aus der übelsten Klischeekiste, eine trashige Story (wenn man die überhaupt so nennen will) und absurdeste Endgegner. Der erste Ego-Shooter an sich bot Brutalität und Schocks und machte sich so weltweit einen Namen. Auch in Deutschland: Gut zwei Jahre später wurde es beschlagnahmt. Was uns aber nicht daran hinderte es auf sämtlichen Schulrechnern zu installieren.

Die Fortsetzung "Spear of Destiny" wirkte eher wie ein Addon zum Spiel und besaß einen immensen Schweirigkeitsgrad, der hin und wieder etwas den Spielspaß minderte.

Ende 2001 spendierte man der Spielerschaft "Return to Castle Wolfenstein". Und auch wenn man einen Deutschlandrelease vorher kategorisch ausschloss, veröffentlichte man dennoch zeitgleich eine angepasste Version. Hier wurden Namen verändert (aus Himmler wurde Höller), Symbole entfernt und der Kontext von "Nazis" auf "Wölfe" umgeschrieben, welche für mich damals dennoch nach einer Geheimgruppierung der Nazis klangen. An der Brutalität wurde nicht geschraubt. Das Spiel erschien mit einer USK 16-Freigabe, was damals allerdings nicht vor der BPjS schützte, welche das Spiel Monate später indizierte. - Ja, Wolfenstein hatte es nie leicht.

Die Story um alte germanische Könige, Okkultismus, Zombies und Supersoldaten unterhielt auf bestem B-Movie-Niveau. Der Shooter war geradlinig und spaßig. Zudem spendierte man einen Multiplayermodus, der in Sachen Klassenauswahl und Spielmodi wegweisend war. "Medic, help!"

Dann wurde es lange Zeit ruhig um Wolfenstein, bis man uns im August 2009 "Wolfenstein" vorsetzte. Der Singleplayermodus ging hierbei leider dem Trend nach und versuchte das Spiel als Open-World-Titel anzulegen. Die Stadt "Isenstadt" (wenn mans englisch ausspricht wird daraus "Eisenstadt") war leblos und öde. An einzelnen Stellen konnte man Haupt- oder Nebenmissionen beginnen. Immer dabei ein Artefakt, welches einen in eine Paralleldimension versetzen oder auch einen Schutzschild generieren konnte. Waffen ließen sich upgraden und insgesamt war  das Spiel weder Fisch noch Fleisch. In der deutschen Version zudem wie "RtCW" zensiert, plus Gewaltzensur. Die englische Version wurde indiziert und wegen Symboliken und Gewaltverherrlichung beschlagnahmt.

Als 2013 dann die Ankündigung für einen neuen Teil kam, war ich hellauf begeistert. Dass das Setting nun aber in 1960 stattfand, war für mich erst mal ein herber Rückschlag. Ich wollte ein klassisches Wolfenstein.

Die Story in "Wolfenstein: The New Order" handelt davon, wie Captain B.J. Blazkowicz 1946 beim Kampf gegen Wilhelm "Deathshead" Strasser in ein Koma fällt und erst 1960 wieder vollends erwacht. Die Nazis haben den Krieg gewonnen und beherrschen die Welt. Ähnlich wie in Robert Harris' Roman "Vaterland", allerdings hier natürlich mit dem üblichen Wolfenstein-Trash. Und das ist durchweg positiv gemeint. Die Dystopie, die hier aufgebaut und inszeniert wird ähnelt zudem George Orwells "1984" und natürlich Aldous Huxleys "Brave New World", welche sich natürlich am Nazi-Regime orientierten. Kurzum: Die Story ist interessant und macht neugierig.

Spielerisch haben wir einen geradlinigen Ego-Shooter, der zwar auch verbesserbare Perks beinhaltet, dieses aber nie in den Vordergrund schiebt. Interessanter sind die teilweise gut versteckten sammelbaren Objekte wie Gold oder Enigma-Codes. Zudem lässt sich "Castle Wolfenstein"-klassisch Schleichen oder "Wolfenstein 3D"-mäßig rumballern. Sehr schön! Die Settings variieren stark und ohne, dass ich hier Spoilern möchte, aber es wird viel Abwechslung geboten. Ein Durchlauf mit ein wenig hin und her schauen nach Objekten bringt euch gut 12 Stunden Spielspaß. Der verlängert sich natürlich, wenn man alles finden möchte. In Sachen Gewalt ist auch die deutsche Version uncut, allerdings wurde wieder Bezüge zum Dritten Reich komplett ausgeblendet. Was schade ist, denn so entgeht einem die tolle englische Sprachausgabe, in der auch die Deutschen sich perfekt artikulieren. Die deutsche Version ist deswegen nun nicht schlecht, denn auch dort wurde sehr gute Synchronarbeit abgeliefert. Ich bevorzuge dennoch die englische Version.

Und das trotz der Geolock-Gängeleien für Deutsche. Ohne VPN findet sich nämlich kein Wolfenstein:TNO in meiner Steamliste.  Bei "Black Ops" ging es doch auch ohne diesen Kinderkram. Der Besitz ist ja nicht strafbar.

Story- und gewaltmäßig orientiert man sich teilweise an "Inglourious  Basterds". Soll heißen: Überzeichnete Brutalität, absurder Humor und teilweise bittere Szenen geben sich die Klinke in die Hand, was meiner Meinung nach gut funktioniert. Auch der Extra eingespielte Soundtrack, der sich an 60er Hits orientiert, allerdings allem einen Nazi-look verpasst hat, weiß sehr zu gefallen.

Wir haben also einen sehr guten Shooter, der lange dauert, eine sehr gute Story liefert und nie wirklich langweilig wird. Das Setting war für mich zu Beginn gewöhnungsbedürftig, inzwischen halte ich es für genial. Ich hoffe auf eine Fortsetzung.

 

Ungegeolockte 9/10 Punkte

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