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BoondockSaint123
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XP 2.215
Eintrag: 18.06.2014

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Darfur - Der vergessene Krieg

(Originaltitel: Darfur)
Herstellungsland:Kanada, Südafrika, Deutschland (2009)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Drama, Krieg
Alternativtitel:Attack On Darfur
Janjaweed

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,29 (7 Stimmen) Details
inhalt:
Seit 2003 begehen arabische Milizen namens Janjaweed in Darfur schwere Menschenrechtsverletzungen an der Zivilbevölkerung und ziehen mordend, plündernd und vergewaltigend von Dorf zu Dorf. Für die Vereinten Nationen handelt es sich um eine der "schlimmsten humanitären Katastrophen der Welt". Eine kleine Gruppe internationaler Journalisten besucht ein noch unzerstörtes Dorf, um mehr über diese Massaker zu erfahren. Als sich herausstellt, dass die Janjaweed auf dem Weg zu diesem Dorf sind, stehen die Reporter vor einer schwierigen Entscheidung. Entweder sie wenden die Augen von dem anstehenden Blutbad ab oder sie helfen der Bevölkerung, koste es, was es wolle...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von boondocksaint123:

Dem geneigten Filmfreund ist der Name Uwe Boll auf jeden Fall ein Begriff. Der deutsche Regisseur schaffte es mit seinen Spiele-Verfilmungen wie z.B. „Far Cry“ oder auch „Dungeons Siege“ die Meinungen der Zuschauer zu spalten. Doch irgendwann wendete er diesen Filmen den Rücken zu und konzentrierte sich auf ernstere Themen. So hat er im Jahr 2007 mit seinem Film „Siegburg“ die wahre (?) Begebenheit von ein paar Insassen im Gefängnis berichtet. Im Jahre 2011 lies er die Zuschauer Angst haben durch seinen Film „Rampage“, bei welches es sich vor allem um einen Amoklauf dreht. Doch nicht zu vergessen ist der 2009 entstandene „Darfur“, welcher über die gesellschaftlichen Missstände in Afrika berichtet. Das wichtige bei solchen Filmen ist es natürlich, dass man diese Handlung auch mit dem gewissen Maß an Respekt erzählt. Jetzt stellt sich nur die Frage, schafft dies auch „Darfur“?

Eine Gruppe von Journalisten findet sich in Afrika wieder. Sie möchten der westlichen Welt etwas über die Menschen dort erzählen, möchten die Missstände aufdecken und somit vielleicht auch ein paar Menschen erreichen, welche ein Herz für diese Menschen hat. Auf ihrer Reise gelangen sie an ein Dorf, wo sie freundlich aufgenommen werden. Diese Gelegenheit nutzten sie sofort um die Bewohner dieses kleinen Dorfes zu interviewen und dabei erfahren sie grausames. Immer wieder werden Dörfer von den Janjaweed angegriffen und ausgerottet. Es herrscht ein unerbittlicher Krieg, wo es kein Unterschied macht ob man Mann, Frau oder Kind ist. Jeder wird als Feind angesehen. Die Journalisten sind total entsetzt und wollen den Heimweg antreten, doch dann erfahren sie, dass die Janjaweed auf dem Weg zu dem Dorf sind. Jetzt müssen sie sich die Frage stellen, ob sie einfach die Augen verschließen wollen, wissend dass Menschen ihr Leben verlieren oder wollen sie einschreiten und für das Leben von hilflosen Menschen kämpfen…

Ich muss gestehen, dass ich schon einiges über „Darfur“ gehört habe. Dieser sollte ein sehr brutales Werk sein, welches den Zuschauer mit drastischen Bildern, über die Taten in Afrika, erschrecken soll. Ich selbst habe mich erst jetzt an den Film gewagt, weil ich mit gemischten Gefühlen bin, wenn es sich um Uwe Boll handelt. Seine Filme „Siegburg“ und „Rampage“ habe ich natürlich schon gesehen und sie haben mir trotz ihres drastischen Erzählstiles gefallen. Heute ging ich durch einen hiesigen Laden und entdeckte dort die Blu-Ray von „Darfur“ für gerade einmal 5€, weshalb ich nicht lange zögerte und ihn einfach mal mitgenommen habe. Kaum war ich wieder zu Hause, landete auch schon dieser Film im Player und ich muss sagen, ich bin entsetzt.

Die ersten 43 Minuten der Handlung verlaufen sehr ruhig. Es werden die Journalisten gewissermaßen vorgestellt, doch ging man trotzdem etwas auf Distanz. Man versuchte nicht sie in den Fokus des Filmes zu rücken, sondern viel mehr die Bewohner des Dorfes. Bei diesen Interviews, welche die Journalisten führen, erhält der Zuschauer einen Blick auf die düsteren Abgründe des Menschen. Hierbei ist man gemischter Gefühle, denn zum einen findet man die Dialoge welche sich über Vergewaltigung, Mord und Schändung drehen sehr Interessant (von der Thematik her!) und andererseits ist man erzürnt über solche abartigen Taten. Die Dorfbewohner werden dem Zuschauer von Minute zu Minute immer sympathischer. Doch sobald die 43 Minute angebrochen ist, dann erlebt der Zuschauer den blanken Horror.
Mit der 43 Minute wird der Startschuss gegeben und es beginnt der Überfall auf das Dorf. Dabei geht Uwe Boll sehr schroff zur Sache, denn er nimmt kein Blatt vor den Mund. Er möchte dem Zuschauer die Gewalt zeigen, welche in Afrika wirklich herrscht. Es folgen Vergewaltigungen an Frauen, Exekutionen von Kindern, Zerstückelungen von Männern und anderen grausamen Taten, welche von Menschen (!) verübt werden. Des Öfteren überkommt einem das Gefühl des Ekels, der Abart und man entwickelt ein gewisses Hassgefühl gegenüber des Films. Wie kann man es wagen, dass solche Szenarien so dargestellt werden, doch um ehrlich zu sein, Boll hatte Recht. Mit den drastischen Bildern öffnet er die Augen des Zuschauers, der sich oftmals für die südlichen Länder wenig interessiert hat.
Ab der 43 Minute wird man in einen Strudel der Gewalt und der Perversion mit reingezogen, dass man sich wünschte, man könnte diesem entkommen. Sehr realitätsnah wird dieses Werk erzählt und man leidet, ja man leidet mit den Dorfbewohnern mit. Die Janjaweed gehen mit solch einer kaltherzigen Art an die „Arbeit“ und verrichten ihre Gräueltaten so schonungslos, dass man am liebsten den Blick abwenden würde.

„Darfur“ ist trotz der drastischen Bilder kein schlechter Film, ehrlich gesagt ist es sogar der beste Film, den Uwe Boll bisher gemacht hat (ich kenne aber auch nicht alle!). Größtenteils wurde der Film mit der Handkamera eingefangen, weshalb die Illusion der Realität entsteht. Man erlebt die gezeigten Bilder mit solch einer intensiven Wirkung, dass man sich dessen nicht entziehen kann. Die bestialischen Taten werden zum Teil sehr schnell gezeigt, doch stellenweise hält die Kamera auf sehr detailliert drauf.
Diese intensive Wirkung wird vor allem durch die tollen Schauspieler hervorgehoben. Auf der einen Seite hat man professionelle Darsteller wie z.B. Billy Zane („Titanic“ oder „Ritter der Dämonen“) als auch Edward Furlong („Terminator 2“, „American History X“) und Kristinna Loken ( „Terminator 3“, „Dungeons Siege“). Diese machen ihre Sache wirklich sehr gut, vor allem da diese wie sehr normale Menschen wirken. Sie werden nicht als Helden dargestellt sondern viel mehr agieren sie wie jeder normale Mensch und das bringt auch große Sympathiepunkte beim Zuschauer ein. Die Dorfbewohner wurden zum größten Teil durch Laiendarsteller besetzt. Das erschreckende oder auch besondere daran ist, manche Darsteller haben solche Angriffe selbst mitgemacht. Es gibt zum Beispiel eine Frau, die wurde tatsächlich vergewaltigt und erzählt dies auch in dem Film. Dafür gebührt den Darstellern sehr großen Respekt und man was die Darsteller abgeliefert haben ist wirklich große Klasse.

Die gezeigte Gewalt im Film mit dem Hintergrundwissen, dass dies auf realen Begebenheiten beruht, machen diesen Film zu einem sehr brutalen und fragwürdigen Film. In Deutschland hat der Film eine KJ-Freigabe erhalten und das ist eine Freigabe, die ich stark anzweifle. Vor ein paar Jahren wären solche Filme in unserem Land schon längst auf Liste B indiziert worden, doch dieser schafft es sogar so durch die FSK Prüfung. Diese rohe Gewalt, dieser raue und brutale Grundton des Filmes, sind sehr extrem, weshalb ich wirklich da gesessen habe und mir meine Gedanken über diese Freigabe gemacht habe. „Darfur“ ist kein Film, den man sich zu reinen Unterhaltungszwecken anschaut, denn das ist wirklich sehr extrem was man dort zu Gesicht bekommt. Trotzdem ein sehr mitreisender und spannender Film, der dem Zuschauer mitfiebern lässt und vielleicht auch mit einem unwohlen Gefühl im Magen zurück lässt. Hierbei sei gesagt, es ist kein Film, der für zarte Gemüter bestimmt ist. 

9/10
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Kommentare

18.06.2014 22:03 Uhr - sonyericssohn
2x
DB-Co-Admin
User-Level von sonyericssohn 18
Erfahrungspunkte von sonyericssohn 6.758
Extrem geniales Review. Ich denke du hattest echt Gänsehaut bei diesem Film, was sich auch in deinen Worten wiederspiegelt.
Chapeau !!!

18.06.2014 23:28 Uhr - Tom Cody
3x
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von Tom Cody 8.312
18.06.2014 22:03 Uhr schrieb sonyericssohn
Extrem geniales Review. Ich denke du hattest echt Gänsehaut bei diesem Film, was sich auch in deinen Worten wiederspiegelt.
Chapeau !!!


Dieser Meinung kann ich mich nur anschließen. "Darfur" ist (leider) einer der Boll-Filme, die ich nicht kenne. Es scheint aber tatsächlich einer seiner (wenigen) wirklich guten Filme zu sein. Nach dieser toll geschriebenen Kritik werde ich jetzt erstmal versuchen, die Sichtung dieses Streifens a.s.a.p. nachzuholen.

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