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BoondockSaint123
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Eintrag: 29.06.2014

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Ghosts of Mars

Herstellungsland:USA (2001)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Action, Horror, Science-Fiction
Alternativtitel:John Carpenter's Ghosts of Mars

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,93 (52 Stimmen) Details
inhalt:
Der Mars im Jahre 2176. Mehr als 640.000 Menschen haben die überbevölkerte Erde verlassen und leben mittlerweile in versprengten Siedlungen auf dem roten Planeten. Dort werden in unzähligen Minen die wertvollen Bodenschätze abgetragen. Doch in Shining Canyon ereignet sich bei einer dieser Operationen ein verheerender Zwischenfall: Eine lange verschwundene Ur-Zivilisation des Mars wird zu neuem Leben erweckt. Und beginnt einen unbarmherzigen Feldzug gegen die menschlichen Einwanderer...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von boondocksaint123:

John Carpenter ist einer der innovativsten Regisseure unserer Zeit. Mit Filmen wie „Halloween“ oder dem Remake „Das Ding aus einer anderen Welt“, konnte er den Zuschauern das Grauen lehren. Doch auch im Actiongenre war er kein Kind von Unschuld, so drehte er zum Beispiel den visionären „Die Klapperschlange“ oder auch „Assault – Anschlag bei Nacht“. Doch je mehr sich die 2000er näherten, umso mehr mussten sich seine neuen Werke mit heftigen Kritiken auseinander setzen, so auch „Ghosts of Mars“. Zwar war dieser Film mit einem sehr guten Cast besetzt, doch half dies auch nicht, dass die Zuschauer eine bessere Meinung von diesem Werk hatten. Jetzt stellt sich nur die Frage, ob diese Kritiken auch gerechtfertigt sind.

Mit einem IMDb Rating von 4,9 Punkten bei 37.154 Usern, ist dies schon ein klares Urteil. Dies bedeutet eigentlich ein recht happiges Mittelmaß, das obwohl Carpenter 28.000.000$ zur Verfügung standen. Gut, man kann immer mal wieder sagen, dass sich ein solcher Regisseur auch mal einen Fehltritt erlauben dürfte. Doch mit dem ganzen Konzept des Filmes waren die Zuschauer wohl nicht sonderlich zufrieden. Betrachtet man mal die Handlung genauer, so muss man feststellen, dass diese sogar ein wenig an „Assault“ erinnert. Eine Gruppe von Cops machen sich auf den Weg (auf dem Mars) um einen Kriminellen von einem Ort zum nächsten transportieren. Kaum sind sie in einer Stadt angekommen, müssen sie feststellen, dass dies einer Geisterstadt ähnelt. Keine Männer, keine Frauen und auch keine Kinder sind zu sehen. Seltsamerweise ist der Kriminelle, der sich als James „Desolation“ Williams heraus stellt in seiner Zelle eingesperrt. Er kann es also nicht gewesen sein. Die Polizisten machen sich nun auf sie Suche nach irgendwelchen Menschen, finden diese aber nicht vor, dafür eine Gruppe von Aliens, die es auf die Polizisten abgesehen haben. Jetzt müssen sich sowohl Polizisten als auch Gangster zusammen tun um wieder lebendig nach Hause zu kommen.

Schon in der Inhaltsangabe erkennt man starke Parallelen zu seinem Actionwerk „Assault“, was zum einen recht lustig ist, zum anderen aber auch für etwas Verwirrung sorgen könnte. Doch „Ghosts of Mars“ ist im Grunde genommen sogar eine Vermischung aus mehren Genren. Zum einen wird dem Zuschauer ein gewisser Sci-Fi Touch geboten. Der Mars ist ja schon immer ein Ort gewesen, der eine gewisse Faszination beim Zuschauer erweckte. Paul Verhoeven hatte schon mit „Total Recall“ gezeigt, dass der Mars ein sehr interessanter Ort ist und man auch daraus einiges machen kann. John Carpenter gestaltete diese Vision des Planeten als sehr düster. Rote Farbe überall, alles sehr dunkel und trist. Selbst die Stadt wurde als eine Art Wüstenstadt aufgebaut. Zudem verbindet man in diesem Film auch diverse Actionelemente, was auch zum Teil bei der Charakterisierung der Personen anzutreffen ist. Das beste Beispiel liefert sogar Desolation Williams, der auf den Zuschauer schon eine sehr seltsame Wirkung hat. Die raue Art, die Machosprüche und auch andere Anzeichen deuten darauf hin, dass man mit ihm sogar eine neue Art Actionheld entwickeln wollte. Natürlich beschränkt sich der Actionpart nicht nur auf die Darsteller, sondern wird auch oft genug zur Waffe gegriffen, was auch ziemlich interessant in Szene gesetzt wurde. Und zum guten Schluss findet der Zuschauer auch Elemente eines Horrorfilmes in „Ghosts of Mars“ wieder. Die Aliens selbst werden als blutrünstige, geschminkte Monster dargestellt, die eiskalt und brutal agieren. Es kommt zu rasanten Hetzjagten, welche den Spannungsbogen enorm anzuheben wissen.

Oftmals wird „Ghosts of Mars“ eine gewisse Kreativlosigkeit vorgeworfen, was natürlich auch nicht weit hergeholt ist. Die Charaktere sind alle Stereotype und das könnte sogar etwas sauer aufstoßen. Klischees werden ordentlich bedient, so ist Desolution Williams ein typischer Gangster, wie man ihn kennt. Große Klappe, harte Sprüche und auch seine Vorgehensweise ist recht kühl und doch wird der dem Zuschauer als Held vorgestellt. Auch die Polizistin Melanie Belard ist von den Charakterzügen nicht originell entwickelt worden. Sie versucht sich nach Außen als seht taff zu geben und ist doch eigentlich ein unschuldiges Blümchen. Man muss wirklich sagen, dass Carpenter in dieser Hinsicht schon einmal bessere Arbeit geleistet hat.

Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass „Ghosts of Mars“ sich nicht einmal so ernst nimmt, wie man es annimmt. Mit seinen 90 Minuten Spielfilmlänge stellt sich „Ghosts of Mars“ sogar als recht unterhaltsam dar. Wenn man die Ansprüche mal bei Seite lässt, so kann man einen kurzweiligen und spaßigen Film haben. Denn diese Mischung der Genre ist sehr nett anzusehen, Vor allem ist es wirklich interessant diese ganzen bekannten, damals sogar recht unbekannten Gesichter in einem Film zu sehen. Desolation Williams wird hier zum Beispiel von Ice Cube verkörpert. Auch wenn er ein recht untalentierter Schauspieler ist, so meine Sichtweise, muss ich gestehen, dass er seine Rolle sogar ganz gut Inne hat. Seine Darbietung ist nur halb so schlimm wie man erwarten würde. Melanie Belard wird von Natasha Henstridge verkörpert. Bisher ist sie mir ziemlich unbekannt, lediglich aus dem Film „Species“ kenne ich sie und dort hat sie mir sehr gut gefallen. Man darf nur nicht glauben, dass sie bei „Ghosts of Mars“ auch so die Hüllen fallen lässt ;-) Aber auch Schauspieler wie Jason Statham, Pam Grier oder auch Clea DuVall spielen in diesem Film mit.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob „Ghosts of Mars“ die 18er Freigabe auch zurecht trägt. Ob ich hier der richtige Ansprechpartner bin, kann ich nicht einmal sagen, denn schon oft wurde mir nachgesagt, dass ich Filme zu harmlos einschätzen würde. Bei „Ghosts of Mars“ ist dies auch so. Es gibt ein paar blutige Szenen zu sehen, doch ich selbst hätte dem Film höchstens eine Freigabe ab 16 erteilt, zumindest aus heutiger Sicht. Okey, nun zu guter Letzt, ist „Ghosts of Mars“ ein schlechter Film? Wenn man mit großen Erwartungen und hohen Ansprüchen an dieses Werk heran geht, dann Ja. Möchte man aber eine kurzweilige, trashige und hirnlose Unterhaltung haben, dann ist man bei „Ghosts of Mars“ gut aufgehoben. John Carpenter hat schon deutlich bessere Filme erschaffen, doch so schlecht wie „Ghosts of Mars“ immer gemacht wird, ist er bei weitem nicht. 

6/10
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Kommentare

29.06.2014 18:04 Uhr - sonyericssohn
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Fand den Film beim ersten mal ansehen recht cool (was wahrscheinlich an Natasha Henstridge lag), aber beim zweiten mal kam echte Langeweile auf. Und wie du schon sagtest...hart ist der Streifen im Bezug auf manch andere Carpenters ehrlich nicht.

Sehr cooles Rev...wie gewohnt !

29.06.2014 18:49 Uhr - BoondockSaint123
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29.06.2014 18:04 Uhr schrieb sonyericssohn
Und wie du schon sagtest...hart ist der Streifen im Bezug auf manch andere Carpenters ehrlich nicht.

Sehr cooles Rev...wie gewohnt !


Erstmal, vielen Dank für das Lob :-)

Stimmt schon, die Gewalt in anderen Carpenter´s ist schon um einiges höher. Wenn man nur einmal an "Das Ding aus einer anderen Welt" denkt, der jetzt sogar mit einer 16er Freigabe im Handel erhältlich ist, da staune ich persönlich nicht schlecht.

29.06.2014 19:19 Uhr - sonyericssohn
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Ich hab da eher Assault im Kopf. Als der Typ das Mädel welches nur ein Eis kaufen will erschiesst...da zieht sich bei mir noch heute alles zusammen.

29.06.2014 20:58 Uhr - BoondockSaint123
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Die Szene ist einfach Assi, doch damit denke ich will Carpenter der Gesellschaft einfach den Spiegel vor´s Gesicht halten. Ist doch so, ein Leben zählt heute immer weniger, was wirklich sehr schade ist. Doch das mit dem Mädchen finde ich jedes Mal sehr extrem und mir dreht sich fast der Magen um.

30.06.2014 11:22 Uhr - sonyericssohn
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Aber der gesamte Film ist ein Spiegelbild. Angefangen beim Rassismus...

30.06.2014 12:58 Uhr - BoondockSaint123
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Selbstverständlich, doch du hast gerade halt nur diese eine Szene angesprochen ;-) "Assault" ist ein unbestrittenes Meisterwerk, da kann das Remake zu keiner Zeit mithalten, da es die Intensität des Originals nicht mit einfängt und ehr etwas plump wirkt. Metaphern sucht man dort vergebens und das ist auch etwas schade. Aber immerhin haben wir Carpenter viele Klassiker zu verdanken. Schade, dass er nicht mehr so gut im Geschäft ist.

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