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Battle for Haditha

Herstellungsland:Großbritannien (2007)
Genre:Action, Drama, Krieg, Historie
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,00 (1 Stimme) Details

Inhaltsangabe:

Al-Haditha, Irak, 19. November 2005. Dieser traurige Tag ging in die Geschichte ein, als ein US-amerikanischer Militärkonvoy in der immer wieder umkämpften Stadt Haditha angegriffen wird. Die US-Militärs sehen sich vermeintlichen Al-Quaida Rebellen gegenübergestellt und es kommt zu einem der schlimmsten Kriegsverbrechen in der amerikanischen Geschichte. ()

eine kritik von samploo:

Ich hatte keine Erwartungen an diesen Film. Auch wusste ich nichts vom Regisseur oder den Schauspielern, wovon viele bisher nur in diesem Film mitspielten. Ich war schon etwas verwundert über die Intro-Sequenz, die genauso gut aus einer x-beliebigen Dokumentation über den Irakkrieg hätte kommen können.

Der Film ist als Episodenfilm zu bezeichnen, so werden hier drei Seiten gezeigt - die Amerikaner bzw. die US-Marines, die Irakischen Zivilisten und die vermeintlichen Terroristen, wenn man sie so nennen will. In etwa die gesamten ersten 50 Minuten vermitteln dem Zuschauer die Ansichten der verschiedenen Menschen. Die Amerikaner, die aus diesem "Loch", wie es beschrieben wird, raus wollen und deren Probleme.
Die Zivilisten, die einfach nur in Frieden leben wollen und in Angst vor sowohl Terroristen als auch Amerikaner leben müssen.
Die Terroristen, die ihr Land bzw. die Stadt Haditha von ihren verhassten amerikanischen Besatzern befreien wollen.  Man kann in diesem Teil des Films eine ausgeprägte Bindung zu einzelnen Personen aufbauen, wobei man alle Seiten irgendwie verstehen kann - auch die "Terroristen". Es wird hier keinem ein patriotischer amerikanischer Kriegsfilm vorgesetzt, der die Amerikaner als Helden feiern will - ganz sicher nicht. Deutlich wird das, wenn die Bombe explodiert. In den Szenen, die sich danach abspielen herrscht eine unglaubliche Spannung und man ist völlig sprachlos und es bleibt einem erstmal die Spucke weg.
Minder brutal geht es hier auch nicht zur Sache, vielleicht ist das auch nicht für jeden etwas. Permanente Action wie in Black Hawk Down sollte man hier jedoch nicht erwarten. Im letzten Teil des Films können auch ein paar der weitgehend unbekannten Schauspieler stark überzeugen. Hier ist man hautnah dabei, wenn den Pro- bzw. Antagonisten klar wird, welches Leid sie eigentlich anrichten. Nicht, dass sie sonst nicht ihr Talent aufweisen koennen, bloß gegen Ende zeigt sich dies besonders. Außerdem ist hervorzuheben, dass der Film bisweilen wunderbar fotografiert ist. Besonders die Bilder aus weitem Winkel wissen sehr zu beeindrucken! 

Alles in allem also ein äußerst intensives, zum Nachdenken anregendes Kriegsdrama, das jedem zu empfehlen ist, der für die Thematik das entsprechende Interesse aufbringen kann, sich auch mit Hintergründen vertraut machen will, nichts gegen einen etwas dokumentarisch angehauchten Stil hat und keine Daueraction erwartet. 9/10.

9/10
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