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Spec Ops: The Line

Herstellungsland:Deutschland, USA (2012)
Standard-Freigabe:USK 18
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,67 (12 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Dubai, einst schillernde Metropole des Orients, wurde vor 6 Monaten von einem verheerenden Sandsturm verwüstet. Tausende Menschen haben durch die biblische Katastrophe ihr Leben verloren. Um die letzten Überlebenden zu evakuieren, entsendet die USA ein Bataillon ihrer besten Soldaten, doch schon nach kurzer Zeit reißt der Kontakt zur Eliteeinheit ab. Nur ein mysteriöses Funksignal ist noch aus der zerstörten Stadt zu empfangen...
Sie sind Captain Walker, Kommandant einer U.S. Delta Force Aufklärungseinheit. Zusammen mit zwei Kameraden sollen Sie das mysteriöse Signal aufspüren und nach Überlebenden suchen. Doch nichts ist, wie es anfänglich scheint. Walker und sein Team geraten selbst in einen Kampf ums Überleben, der sie moralisch an die Grenze des Ertragbaren treibt. Bald geht es nicht mehr darum, sich zwischen Gut oder Böse zu entscheiden – denn der Wahnsinn von Dubai gebiert weder Hoffnung auf Überleben noch strahlende Helden. (2K Games )

eine kritik von dimetrodon12:

 

Kritik: „Spec Ops: The Line

Story:

Dubai wird seit einigen Monaten von riesigen Sandstürmen heimgesucht. Colonel John Conrad und sein Bataillon, die „Damned 33rd“ sollen eine Evakuierungsmission durchführen. Er soll aber auf Grund der aussichtslosen Lage die Stadt und die zivile Bevölkerung aufgeben. Er weigert sich und desertiert. Lange Zeit hört man nichts mehr von Conrad oder seinen Männern, bis eine Nachricht abgefangen wird. Das dreiköpfige Delta-Force-Team, bestehend aus Walker, Adams und Lugo, wird nach Dubai geschickt um den Aufenthalt von Conrad und seiner Männer zu bestätigen. Kaum ange­kommen werden die drei von Einheimischen angegriffen. Je weiter sie nach Dubai vordringen, de­sto mehr scheinen sich aber die „Damned 33rd“ als feindlich zu entfalten.

Die Story von „Spec Ops: The Line“ ist besonders (das meine ich im positiven Sinne). Auch wenn das Spiel mit ca. 4-5 Stunden Spielzeit (auf normalem Schwierigkeitsgrad) recht kurz geraten ist, so packt die Story den Spieler und zwingt ihn fast weiterzuspielen. Inspiriert wurde die Story von dem Buch „Heart of Darkness“ (Herz der Finsternis) von Joseph Conrad. Selbiges Buch diente auch als Vorlage für Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now“. Die Story von „Spec Ops: The Line“ be­ginnt wie die von jedem gewöhnlichen Shooter, entwickelt sich jedoch sehr schnell in eine andere Richtung, in der der Spieler mit Themen wie Krieg und Wahnsinn auf eine vernünftige Art konfron­tiert wird. Dem Spieler werden Dinge gezeigt, die er selbst verantwortet hat und am Ende des Spie­les, muss man alles erst mal einige Minuten sacken lassen.

Charaktere:

Die Charaktere sind eine weitere Stärke von „Spec Ops: The Line“. Der Spieler übernimmt die Kontrolle über Captain Walker, den Anführer des Delta-Force-Team, der in Afghanistan unter Con­rad gedient hat. Er wird eingeleitet wie der typische Soldat eines Actionspiels und bleibt am An­fang dem Spieler eher fremd. Nach einiger Zeit jedoch wird er durch den Spieler „ersetzt“, so dass sich der Spieler verantwortlich für Walkers Taten fühlt. Neben Walker gibt es noch seine beiden Teammitglieder, Lugo und Adams. Die beiden sind oftmals unterschiedlicher Meinung oder wider­sprechen Walkers Meinung. Somit werden immer wieder moralische Konflikte hervorgerufen. Ne­ben den drei Delta-Force Soldaten spielt auch Conrad eine wichtige Rolle, selbst wenn er im Spiel kaum vorkommt (mehr sei hier nicht verraten).

Atmosphäre:

„Spec Ops: The Line“, hält den Spieler fest und zwingt ihn, das Spiel zu Ende zu spielen. Danach fühlt man sich aber nicht mehr wie am Anfang des Spieles. Es handelt sich eigentlich um einen De­ckungsshooter, mit einem recht hohen Gewaltanteil. Doch langsam aber sicher beginnt das Spiel, den Spieler in den Wahnsinn des Krieges zu führen. Es scheint fast so als wolle das Spiel, dass sich der Spieler freut, wenn ein Kopf in Zeitlupe platzt, nur um später sagen zu können: „und du hattest dabei sogar Spaß!!??!!“. Ich kann die Atmosphäre dieses Spiels gar nicht richtig beschreiben, aber es lohnt sich auf jeden Fall ein zweiter Spieldurchlauf, bei dem man auf die Umgebung, die Gesprä­che etc. achtet.

Fazit:

Hier könnte ich mich eigentlich nur wiederholen, also: Kauft dieses Spiel, es lohnt sich echt. Die Story, die Charaktere und die Atmosphäre sind großartig. Auch die Botschaft, die das Spiel vermit­telt ist gut gewählt und kommt rüber. Lediglich die Steuerung (für PC) wirkt an einigen Stellen et­was schlecht gewählt, aber man kann das sehr einfach übergehen, da man ein sonst grandioses Spiel geboten bekommt.

10/10

 

10/10
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From
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Lizenz
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7/10

Kommentare

04.08.2014 16:44 Uhr - Marsche
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Was für eine Botschaft soll das spiel denn bitte vermitteln?

04.08.2014 19:21 Uhr - Dimetrodon12
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04.08.2014 16:44 Uhr schrieb Marsche
Was für eine Botschaft soll das spiel denn bitte vermitteln?


Ich möchte jetzt nicht spoilern, aber die Botschaft des Spieles stellt sich gegen Krieg und die damit zusammenhängenden Taten, die der Spieler im Spiel auch selbst durchführt/durchführen muss

04.08.2014 19:54 Uhr - Marsche
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04.08.2014 19:21 Uhr schrieb Dimetrodon12
04.08.2014 16:44 Uhr schrieb Marsche
Was für eine Botschaft soll das spiel denn bitte vermitteln?


Ich möchte jetzt nicht spoilern, aber die Botschaft des Spieles stellt sich gegen Krieg und die damit zusammenhängenden Taten, die der Spieler im Spiel auch selbst durchführt/durchführen muss


AHA und deswegen wir man als Spielen bei Kopfschüssen mit einer coolen Slowmo beloht?

04.08.2014 19:59 Uhr - Dimetrodon12
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04.08.2014 19:54 Uhr schrieb Marsche
04.08.2014 19:21 Uhr schrieb Dimetrodon12
04.08.2014 16:44 Uhr schrieb Marsche
Was für eine Botschaft soll das spiel denn bitte vermitteln?


Ich möchte jetzt nicht spoilern, aber die Botschaft des Spieles stellt sich gegen Krieg und die damit zusammenhängenden Taten, die der Spieler im Spiel auch selbst durchführt/durchführen muss


AHA und deswegen wir man als Spielen bei Kopfschüssen mit einer coolen Slowmo beloht?


Das meinte ich ja in meiner Review: bei mir kam es so an, das das Spiel erst in Richtung CoD-Ballershooter geht und dann im weiteren Verrlauf dem Spieler klar macht, was er eigentlich im Spiel macht und was er bis dahin so cool fand. Wie gesagt, so hab ich es zumindest empfunden, tut mir leid falls ich das nicht ganz so deutlich in meiner Review gemacht habe

04.08.2014 21:35 Uhr - Laughing Vampire
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Es muß sich doch niemand für seine Ansicht rechtfertigen. Für mich klingt das sogar durchaus schlüssig: Warum dem Spieler nicht einen Spiegel vors Gesicht halten und ihn zum Nachdenken bringen? Letztendlich ist und bleibt es natürlich ein Spiel, und ich gehöre garantiert nicht zu jenen Zeitgenossen, die der Ansicht sind, daß sich so etwas aufs eigene Sozialverhalten bzw. die moralische Urteilsfähigkeit überträgt, wie gewisse deutsche Behörden das gerne tun. Man kann aber gerade auch in solch einem Rahmen durchaus mal etwas zum Nachdenken bewegt werden, dagegen spricht doch nichts.

In dem Sinne: Interessantes Review zu einem Spiel, das mir sonst nie im Regal aufgefallen wäre. Leider bin ich, was Ballerspiele betrifft, komplett untalentiert.

05.08.2014 01:10 Uhr - Marsche
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Wenn du diese Art von Spielen imme noch als "Ballerspiele" bezeichent, solltest du auch die Finger davon lassen.

17.02.2015 15:24 Uhr - ParamedicGrimey
1x
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04.08.2014 16:44 Uhr schrieb Marsche
Was für eine Botschaft soll das spiel denn bitte vermitteln?


Krieg ist scheisse!
Die Paralellen zu "Apokalypse Now" sind erdrückend und das Ende erklärt dir dann in Form eines Magentritts, warum das so ist. Fulminante Wendung. Spielerisch vielleicht bestenfalls 7-8/10 aber inhaltlich.... WOW! Sollte aber jeder selbst erspielen.

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