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Inglorious Zombie Hunters

(Originaltitel: Joshikyôei hanrangun)
Herstellungsland:Japan (2007)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Erotik/Sex, Trash
Alternativtitel:Attack Girls' Swim Team Versus the Undead
Girls Rebel Force of Competitive Swimmers, The
Nihombie 2
Nihonbi 2
Undead Pool
Mermaid Rebel Army
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,49 (28 Stimmen) Details
inhalt:
Die attraktive Japanerin Aki ersetzt ihre Schwimmkameradin, weil diese vom übereifrigen Trainer aus der Mannschaft geprügelt wurde. Der leicht gestörte Schularzt soll die knackig-trainierten Bodies der Studentinnen gegen ein Virus impfen und infiziert die Mädels eher aus Versehen. Die ganze Schule verwandelt sich in einem Amoklauf von rabiaten Zombies, die sich zum Pimpern und Fressen gernhaben. Der Kampf beginnt. Es liegt an Aki und dem Schwimm-Team, die lüsterne Zombiehorde zurück zu den Duschszenen zu schicken!
eine kritik von nivram:

Nur für den Fall, dass irgendeiner meiner Leser mit dem Begriff "Japan-Splatter" nichts anfangen kann: Diese aus Japan stammende Splatterfilme bestechen durch einen sehr hohen Blutverbrauch, nicht gerade professionelle Inszenierung und meist noch ein bisschen Sexszenen von seiten der Darstellerinnen, die gerne mal aus dem Porno-Gewerbe gecastet werden. Das solche Filme meistens zu keiner Zeit Ernst genommen werden sollten, nur auf die bloße Befriedigung niederster (männlicher) Bedürfnisse abzielen und von der FSK noch nie gerne gesehen wurden, dürfte klar sein.

"Inglorious Zombie Hunters" landete abgesehen von meinem Interesse an Japan-Splatter auch wegen meinem Interesse am Schwimmsport im Laufwerk meines Laptops. In letzterer Hinsicht konnte der Film in den ersten paar Minuten sogar begeistern, mit der ersten Hinsicht ist das aber so eine Sache...

Der komplette Film spielt in einem Schulgebäude, dass verdächtig baufällig aussieht und im echten Leben vermutlich eine stillgelegte Fabrik oder so etwas in der Richtung ist. Dort leben die grob geschätzt 20 Schülerinnen (an Komparsen wurde wirklich gespart!) ein firedliches Leben, bis eine neue in die Klasse kommt und ein seltsamer Virus fast alle Schüler und Lehrer zu Zombies mutieren lässt. Nur das Schwimmteam bleibt verschont, weil.... weil.... na, warum eigentlich? Die einzige im Film abgegebene Erklärung, "wegen dem Pool", macht vorne und hinten keinen Sinn und wird niemals näher erläutert. Egal, auf jeden Fall sind sie die einzigen Überlebenden und müssen sich gegen die Zombies zur Wehr setzen, finden jedoch trotzdem noch Zeit für ein wenig Lesben-Sex.

Ob ihr es glaubt oder nicht: Das war eigentlich schon der komplette Film, ich könnte dieses Review nun beenden. Aber gehen wir einfach noch ein bisschen ins Detail.

Die "Schauspieler" haben ihren namen nicht verdient und leiden allesamt an Overacting, was bei Japan-Splatter aber ganz normal ist. Der Soundtrack könnte mit ein paar netten Technoliedern und ein wenig Klaviergeklimpere punkten, wenn er in einem anderen FIlm benutzt worden wäre. In diesem wirkt er einfach nur deplaziert und wird oft an den falschen Stellen verwendet. Die Lesbenszene empfand ich als etwas zu lange, aber noch schlechter und langatmiger war die nutzlose Dialogszene davor, in der die Hintergrundgeschichte der Hauptfigur erläutert wurde, für die sich doch sowieso kein Schwein interessiert.

Die Goreeffekte halten sich in Grenzen. Es gibt zwar einige blutige Szenen, aber die sind viel zu zahlenmäßig den langweiligen Dialogen oder den unblutigen, lächerlich inszinierten Kämpfen gegen die stärkeren "Lehrer-Zombies" unterlegen. Dies bedeutet für einen Japan-Splatter in der Regel das Todesurteil, und so ist es auch fast hier.

Eine Bewertung ist verdammt schwer, da dieser Film wie so ziemlich alle anderen Japan-Splatter nach den "normalen" Richtlinien (Drehbuch, Geschichte, Kamera, Schnitt, Darsteller, Action...) durchfallen würde. Das soll aber nicht heißen, dass er nicht unterhaltsam sein kann. Es ist nur nötig, zu wissen, worauf sich eingelassen wird.

Fazit:

Ein Japan-Splatter, und noch dazu ein unterdurchschnittlicher. Nur für Fans des Genres, alle anderen werden nach fünf Minuten abdanken.

4/10
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Kommentare

31.08.2014 22:56 Uhr - Laughing Vampire
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Es gibt ja solche und solche Splatterfilme aus Japan -- aber mit dieser "neuen Welle", die zum Glück bereits wieder etwas abgeebbt ist, konnte ich nie etwas anfangen. Weder lustig noch besonders innovativ, sondern einfach nur dämlich und totlangweilig. Dabei hätte das Konzept Pornodarstellerinnen (die in Japan ja einen völlig anderen Ruf haben) und Horror/Splatter eigentlich viel Potential, würde man nicht ständig solche Legastheniker-Regisseure wie Iguchi und seine nicht minder infantilen Freunde dafür engagieren. :(

01.09.2014 00:12 Uhr - nivraM
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31.08.2014 22:56 Uhr schrieb Laughing Vampire
Es gibt ja solche und solche Splatterfilme aus Japan -- aber mit dieser "neuen Welle", die zum Glück bereits wieder etwas abgeebbt ist, konnte ich nie etwas anfangen. Weder lustig noch besonders innovativ, sondern einfach nur dämlich und totlangweilig. Dabei hätte das Konzept Pornodarstellerinnen (die in Japan ja einen völlig anderen Ruf haben) und Horror/Splatter eigentlich viel Potential, würde man nicht ständig solche Legastheniker-Regisseure wie Iguchi und seine nicht minder infantilen Freunde dafür engagieren. :(

Kann ich teilweise zustimmen. Ein paar Japan-Splatter sind wirklich mies. Was sage ich, nicht nur ein paar, sondern die meisten der Neueren. Aber ein paar, wie zum Beispiel "Tokyo Gore Police", konnten zumindest mich halbwegs unterhalten.

01.09.2014 13:55 Uhr - Laughing Vampire
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"Tokyo Gore Police" gehört zu den wenigen Filmen, die ich nicht einmal bis zum Ende durchgehalten habe -- bzw. erst nach mehreren Anläufen. Ich finde den so grottenschlecht und langweilig. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Ich mag vor allem die älteren Vertreter aus den 80ern und 90ern (oder von noch früher, Teruo Ishiis Werke zum Beispiel) wirklich gerne, und von den neueren Werken konnte mich gerade mal Grotesque halbwegs überzeugen, da er im Kern eine liebevoll gemachte Hommage ans Ero-Guro-Genre ist (was im Westen natürlich kaum jemand versteht), und zudem wirklich ordentlich inszeniert. Ich freue mich ja sehr auf Shiraishis neusten Film. ;)

01.09.2014 20:00 Uhr - nivraM
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Ich habe Grotesque vor kurzem erst gesehen und fand ihn auch ganz nett.
Ehrlich gesagt kenne ich hauptsächlich nur die Neueren. Von den Japan-Splattern vor dem Jahr 2000 kenne ich eigentlich nur "Naked Blood" und "Guinea Pig" (wobei... sind das eigentlich Japan-Splatter?). Von Teruo Ishii oder dem Ero-Guro-Genre höre ich offen gestanden zum ersten Mal. Klingt, als hätte ich noch einiges nachzuholen ^^

01.09.2014 23:35 Uhr - Laughing Vampire
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Hast du durchaus. ;) Ishii war der König des japanischen Exploitationsfilms, der dem westlichen in kaum etwas nachsteht -- garantiert einen Blick wert! Ansonsten empfehle ich auch noch den leicht zu findenden "Evil Dead Trap", zu dem ich bei Gelegenheit selber noch ein Review verfassen werde. Sehr interessanter Film und leider kaum beachtet.

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