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Die Säge des Todes

Herstellungsland:Spanien, Deutschland (1981)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Horror
Alternativtitel:Bloddy Moon
Bloody Moon
Bloody Moon - Die Säge des Grauens
Colegialas violadas
Profonde tenebre
Sexmord
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,35 (26 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Es gibt viele hübsche Mädchen in der kleinen Sprachschule an der spanischen Küste. Doch statt wilden Abenteuern wird für die jungen Frauen der Urlaub bald zum gigantischen Alptraum. Ein grausamer Mörder geht um und tötet die Mädchen auf brutalste Art und Weise. Niemand ist mehr sicher... (Snake Films DVD)

eine kritik von dissection78:
Ein Killer mordet in einem spanischen Mädcheninternat...

Jesses, Jesus hat wieder zugeschlagen!
Jesús Franco Manera, besser bekannt als Jess Franco, inszenierte diese deutsch-spanische Co-Produktion als Antwort auf US-amerikanische Slasherfilme. Dabei ging der spanische Tunichtgut in Sachen Sex & Violence etwas freizügiger zu Werke als seine Kollegen aus den US of A. Ein gar würdiger Grund diesen schundigen Schlitzer-Schmonzes aus "Good Ol' Germoney" zu verbannen, wobei einmal mehr der § 131 des teutschen StGb Mittel zum Zwecke war. Doch auch im Vereinigten Königreich wetzte die BBFC die Messer und setzte das Machwerk auf die "Video-Nasty"-Liste. God Shave the Queen (with a Barber Knife, harg)!

Dabei ist der Film wahrlich nix besonderes in diesem Subgenre. Eine altbekannte (Minimal-)"Story" wird mit begrenztem filmischen Ausdrucksvermögen erzählt.
Jess Franco konnte mit Sicherheit gute Filme drehen, wenn er denn wollte. Von den 50ern des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart wollte er aber leider nicht (bis auf ein paar Ausnahmen, welche man an einer Hand abzählen kann), und ehrlich gesagt bin ich mir ziemlich sicher, dass er es just heutzutage dann doch nicht mehr kann... mit über 80.

"Bloody Moon" (aka "Die Säge des Todes") erzählt die Geschichte eines Mörders, der ein Mädcheninternat unsicher macht und ringt dem ohnehin arg begrenzten Thema nicht EINE neue Facette ab. Dafür wird der geneigte Zuschauer Zeuge von unfreiwillig komischen Humoreinlagen, etwas Titten und Ärschen, ähem, bzw. etwas mehr davon, sowie von effektheischenden Morden, die in ihren Tricks einfach zu durchschauen, aber ziemlich blutig sind.
Spannung kommt kaum auf; das Drehbuch ist nach dem "Malen-nach-Zahlen"-Schema zusammengekloppt; die Darsteller stellen kaum etwas dar; die Regie ist dementsprechend ebenso kaum vorhanden; Schnitt, Musik und Kamera sind unperfekt (um es nett auszudrücken) - und doch macht "Bloody Moon" in gewisser (und perverser) Art und Weise Spaß. Das ist unerhört, das ist unglaublich! Doch... es ist nicht unmöglich. Ich kann es nicht begreifen, aber die schäbig-schmierige Stimmung des Schundstreifchens lässt mein Herz höher schlagen (was nicht unbedingt für mich spricht).

Señor Franco hat wahrhaft bessere Werke vollbracht, als diese Mär des Strafers von ungezogenen, nackichten Weibers, aber als Slasher- und Trash-Fan alter Schule sollte man vielleicht doch mal einen Blick riskieren und ablachen. Vorher Gleichgesinnte einladen und bewusstseinsbeeinträchtigende und/oder -erweiternde Stoffe besorgen (Alkohol latürnich), dann kann man sich weidlich amüsieren.

Fazit: Ein "Horror"film der B- bis C-Kategorie ohne festes Drehbuch, aber mit unfreiwilliger Belustigung, primitiven, jedoch derben Morden, Schauspielern, die keine sind und - oh Graus! - Discomusik. Dazu ein schönes Setting und Olivia Pascal ("Oh la la - Die kleinen Blonden sind da"(?), "Insel der tausend Freuden", "Sunshine Reggae auf Ibiza" und... trara!... "Die Schwarzwaldklinik") als Hauptdarstellerin.
Seltsamerweise kommt mir bei der Sichtung von "Bloody Moon" immer wieder "Pieces - Stunden des Wahnsinns" in den (Wahn-)Sinn. Warum wohl?

5 Punkte (0 für seriöse Filmfans, 10 für Trasher) Juchheee!
5/10
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