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Man lebt nur zweimal

Originaltitel: You Only Live Twice

Herstellungsland:Großbritannien (1967)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Thriller
Alternativtitel:James Bond 007 - Man lebt nur zweimal
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,38 (27 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Nach einer Katastrophe im Weltraum steht die Menschheit am Rande des dritten Weltkriegs und nur James Bond kann dessen Ausbruch verhindern. In diesem großartigen Kinospektakel kehrt Sean Connery als Agent 007 auf die Leinwand zurück, um die teuflische SPECTRE-Organisation und ihren grausamen Anführer Ernst Stavro Blofeld (Donald Pleasence) daran zu hindern, von seinem geheimen Hauptquartier in einem inaktiven Vulkan aus einen globalen Krieg anzuzetteln. (20th Century Fox)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Über dem schimmernden blau der Erde dreht eine Raumkapsel, welche mit zwei Astronauten bemannt ist, der Sowjetunion seine Runden. In Absprache mit der Bodenstation macht sich einer der Spaceheros auf, die Kapsel zu verlassen. Kurz nach dem Ausstieg meldet sich das Kontrollzentrum, es sei ein unbekanntes Raumschiff auf dem Weg zu den beiden Astronauten...leider von hinten. Weil eine Raumkapsel selten Rückspiegel besitzt, ist das Ding auch nicht zu sehen. Aber die Bodencrew sieht das Teil auf dem Radar. Fassungslos müssen sie miterleben wie das fremde Schiff die Raumkapsel quasi verschlingt und so schnell verschwindet wie es aufgetaucht ist... 

Naürlich macht die Sowjetunion die USA für den Vorfall verantwortlich. Da aber auch die Amerikaner bereits ein Raumfahrtzeug verloren haben sind die Fronten verhärtet. 

Jetzt ist mal wieder der beste Agent ihrer Majestät gefragt. James Bond 007, mit der Lizenz zum...das hatten wir schon mal ;-) 

Dieser ist im Moment in HongKong tätig. Naja, wie soll ich sagen...tätig auf seine ihm angenehmste Weise. Doch ein Killerkommando macht Bond einen Strich durch die Rechnung. Ruhen sie sanft 007. 

Aber hey, das ist nur Teil eines Plans. Denn Bond soll ja untersuchen wer hinter den "Diebstählen" der Raumkapseln steckt. Und da sich Spur irgendwo in Japan verliert macht er sich auch sofort an die Arbeit. 

Lewis Gilbert, der später noch zweimal für einen Bondfilm auf dem Regiestuhl Platz nahm, drehte 1967 mit "Man lebt nur zweimal" den (für mich) zweitbesten 007 nach dem grandiosen "Goldfinger". Sean Connery übernahm auch hier wieder die Rolle des britischen Geheimagenten und spielt gewohnt elegant. M, Q und Moneypenny sind wieder mit den lieb gewonnenen Darstellern besetzt und haben liefern sich wunderbare Dialoge mit Bond. Man muss sie einfach mögen ! Karin Dor, welche durch diverse Edgar Wallace Filme bekannt ist, sieht einfach wunderschön aus. Leider hat sie nur eine etwas grössere Nebenrolle. Was ziemlich schade ist. Hätte man erweitern können. Sehr schade ist daß gerade der Bösewicht die geringste Screentime beschehrt bekam. So erhascht man nur im direkten Showdown Ernest Stavro Blofeld aka Donald Pleasance in seiner vollen Pracht. 

In diesem Film wird auf das übliche Länderhopping verzichtet und spielt rein nur in Japan, was ihm ein wenig geradlinigkeit verleiht, aber auch ein wenig Abenteuer vermissen lässt. Stört aber nicht wirklich. 

Auffallend sind die wirklich guten Spezialeffekte, welche für die damalige Zeit sehr ausgefeilt wirken. Heutzutage lächelt man darüber nur milde. Aber die Weltraumsequenzen und der Kampf Little Nellys gegen die Hubschrauber sehen sehr nett aus. Auch in Sachen Action kann der Streifen punkten. Die Knallereien ziehen, die Schlägereien kommen gut rüber, sind aber wieder beschleunigt. Dadurch kommt der Slapstickgedanke auf. 

Leider nerven auch gewisse Dinge. Wie z.B. die gepriesenen Ninjas welche durch Kendokämpfer und samuraiähnliche Krieger dargestellt werden. Des weiteren die originalen Filmschnipsel die als Aufzeichnungen von Überwachungskameras genutzt werden. Spätestens bei der Hubschrauberabschleppaktion bekommt man nen Schreikrampf !

Trotzdem bleibt ein wunderbares Bond-Abenteuer mit einigen Logiklöchern (ach ne ?).

 

"Warum in die Ferne schweifen wenn die Gute steht so nah ?"

8/10
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Kommentare

15.09.2014 09:12 Uhr - Gorno
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Wie immer funny deine Reviews zu lesen, top :D

Hat mich gestern sogar motiviert aber nicht für den hier sondern für Goldfinger :P Ja irgendwas lief schief ^^

15.09.2014 12:48 Uhr - Tom Cody
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15.09.2014 09:12 Uhr schrieb Static&Gorno
Wie immer funny deine Reviews zu lesen, top :D

Kann ich eigentlich nur unterstreichen!

ABER...
"...drehte 1967 mit "Man lebt nur zweimal" den (für mich) zweitbesten 007 nach dem grandiosen "Goldfinger"...."
DARÜBER könnte man diskutieren. Obwohl's eigentlich müßig ist, da sowieso jeder Bond-Fan irgendwie eine andere Top Ten- Liste der Filme hat.

Für mich war dieser hier immer einer der schwächeren Bonds (Trotz "Little Nellie" und des schicken Ken Adam - Designs). Aber andere Filme fielen sogar noch deutlich mehr ab, z.B. "Diamantenfieber" (Lächerliches Killerpärchen, extrem blasser Blofeld, dämliche Jagd mit Mondfahrzeugen, Tiffany Case wurde von Bond zurecht als "dumme Nuss" bezeichnet, und der Look? -da sieht selbst "Feuerball heute noch frischer aus!), "Moonraker" (nur noch Klamauk und SciFi) oder der definitiv schwächste Bondfilm "Der Mann mit dem Goldenen Colt" (trotz Christopher Lee).

Warum dieser hier nicht sooo toll ist?
- Die ganze Story mit den gemopsten Raumkapseln war schon nicht so prickelnd.
- Die Space-Effekte sahen sehr billig und künstlich aus. Und jetzt bitte nicht mit "1967" argumentieren. Da liegen Welten zwischen diesem Film und dem EIN JAHR später entstandenen "2001"
- Die völlig überzeichnete Bloefeld-Figur. Kein Wunder, dass die Darstellung von Pleasance später als Blaupause für "Dr. Evil" herhalten musste. Ein sehr viel besserer "Bloefeld": Telly Savalas.
- Bond als Japaner verkleidet??? Geht gar nicht.
- die wirklich nicht sonderlich überzeugenden "Ninjas".

So, genug an 007 rumgemeckert. Jetzt wo das gesagt ist, muss ich natürlich nochmal betonen, dass auch ein schwächerer Bondfilm trotzdem immer noch tolle Unterhaltung ist und "You Only Live Twice" damals sicherlich als das Nonplusultra der Kinounterhaltung angesehen wurde. Nur sind andere Bonds halt etwas besser gealtert ("Liebesgrüße aus Moskau" oder "Feuerball").


Aki: „I think I will enjoy very much serving under you.“





18.09.2014 22:22 Uhr - Punisher77
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Wieder mal ein sehr gutes Review!
Grundsätzlich mag ich den Film auch, allerdings finde ich nicht nur "Goldfinger" besser als "Manm Lebt Nur Zweimal" - auch "Feuerball" und vor allem "Liebesgrüße Aus Moskau" gefallen mir deutlich besser. Zudem finde ich, dass Sean Connery hier etwas zu routiniert spielt...irgendwie merkt man ihm an, dass er sich gedanklich schon von der ihm verhassten Rolle verabschiedet hatte.
Ist aber nur meine Meinung.

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