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Red Heat

Herstellungsland:USA (1988)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Komödie, Krimi, Thriller
Alternativtitel:Dimitri
Red Bull
Danko
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,60 (79 Stimmen) Details
inhalt:
Captain Ivan "Iron Jaws" Danko (Arnold Schwarzenegger) von der Moskauer Drogenspezialeinheit wird in die USA geschickt, um den gefährlichen russischen Drogendealer Viktor Rostavili dingfest zu machen. Aber Danko wird von der Gang des Dealers ausgetrickst. Rostavili entkommt, und als Schüsse fallen, wird ein Polizei-Veteran dabei getötet. Der Partner des toten Beamten, Art Ridzik (James Belushi) schließt sich Danko an, um die Killer zu jagen und Rostavili der Justiz zu übergeben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, sich zu verständigen und miteinander klarzukommen, gehen die beiden auf Jagd und nehmen den Drogendealer auseinander. Und diese unheilige Allianz zwischen Ost und West ist extrem action- und humorgeladen...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                 RED HEAT        

 Von Anfang der 80er bis Mitte der 90er Jahre war Arnold Schwarzenegger der weltweit populärste Actionstar und einer der bestbezahlten Schauspieler aller Zeiten. Von Conan, Der Barbar (1982) bis zu True Lies (1994) stand der Name Schwarzenegger – von wenigen Ausnahmen (Red Sonja) abgesehen – für Unterhaltung der Premiumklasse, die die Kinokassen klingeln ließ. Ein Grund für den anhaltenden Erfolg war Schwarzeneggers Fähigkeit, sein Rollenspektrum innerhalb seiner eingeschränkten schauspielerischen Fähigkeiten zu erweitern, anstatt sich – wie z. B. Chuck Norris oder Steven Seagal – auf ein und dieselbe Rolle festlegen zu lassen. Der gebürtige Österreicher schaffte spielend den Sprung aus vorzeitlichen Fantasywelten (Conan, Der Barbar) in die Neuzeit, in der er Kampfmaschinen aus der Zukunft (Terminator), Ex – Militärs (Phantom Kommando) und Undercoveragenten (Der City – Hai) spielte. Auch in seinem 1988er Actionfilm Red Heat bot die „steirische Eiche“ ihren Fans etwas Neues: Schwarzenegger spielte hier zum ersten Mal einen „richtigen“ Cop und zwar nicht irgendeinen, sondern Moskaus härtesten Bullen. Außerdem zeigte er sich zum ersten Mal mit einem gleichberechtigten Partner an seiner Seite: James Belushi.

 Die Regie des Films übernahm Actionspezialist Walter Hill (Die Letzten Amerikaner, Nur 48 Stunden). Gedreht wurde hauptsächlich in Wien und in Ungarn. Außerdem war es der Red Heat – Crew als erstem amerikanischen Filmteam gestattet, auf dem Roten Platz in Moskau zu drehen. Moskau taucht zwar „nur“ im Vor – und Abspann auf, aber dennoch war die Drehgenehmigung seitens der russischen Regierung etwas Besonderes.

 In Red Heat jagt der Cop Ivan Danko (Arnold Schwarzenegger) den Schwerverbrecher und Drogendealer Victor Rosta (Ed O´ Ross), der bei einem Feuergefecht seinen Partner erschießt.Es gelingt dem Schurken, sich in die USA abzusetzen, wo er einen gewaltigen Drogendeal einfädelt. Allerdings wird Rosta von der Polizei festgenommen. Danko reist nach Chicago, um ihn nach Moskau zu überführen. Dort lernt er den großmäuligen Polizisten Art Ridzig (James Belushi) kennen. Obwohl die beiden einander nicht ausstehen können, werden sie zur Zusammenarbeit gezwungen, als Rosta von Komplizen befreit wird und dabei Ridzigs Partner getötet wird. Gemeinsam jagen Danko und Ridzig den Gangster kreuz und quer durch Chicago …

 Red Heat ist für mich einer der besten Filme in der Arnold Schwarzenegger – Filmographie und ein echter Klassiker des 80er Jahre – Actionkinos. Der Streifen bietet eine äußerst unterhaltsame, gut ausgewogene Mischung aus knallharter Action und Humor, ebenfalls ein Novum in Schwarzeneggers Filmen.

 Von einer knüppelharten Schlägerei in einer russischen Sauna über mehrere Schießereien mit großkalibrigen Schusswaffen bis hin zu einer spektakulären Verfolgungsjagd mit zwei Bussen bietet Red Heat alles, was das Herz des qualitätsbewussten Actionfilmfans begehrt. Besonders diese Verfolgungsjagd hat es in sich, da hier u.a. jede Menge Parkuhren und ein Denkmal dran glauben müssen. In den Kampfszenen tauschen die Kontrahenten geradezu unmenschliche Hiebe aus, die die Luft im wahrsten Sinne des Wortes schneiden, und bei den Shoot – Outs klingt jeder Schuss wie ein Kanonendonner. Herrlich, zumal Action damals noch so inszeniert wurde, dass man jederzeit nachvollziehen kann, wer hinter wem herfährt und wer auf wen schießt.

Aber nicht nur als Actionfilm ist Red Heat hervorragend, auch als komödiantisches Buddy Movie funktioniert der Streifen bestens. Die Chemie zwischen Schwarzenegger und Belushi stimmt und in Red Heat geben sie ein ähnliches Paar ab wie Nick Nolte und Eddie Murphy.Zwar quasselt James Belushi nicht so viel wie Eddie Murphy, aber er überzeugt durch ausgefeiltes Minenspiel, lockere Sprüche und seine polternde Art, während Schwarzenegger den ganzen Film über kaum eine Miene verzieht und oft nur mit rudimentären Sätzen antwortet. Böse Zungen warfen Schwarzenegger mal wieder vor, dass er die Rolle nur so spiele, weil er sich keine längeren Dialoge merken könne, aber in Wahrheit ist diese Vorgehensweise wichtiger Bestandteil der Komik des Films. Auch wenn Schwarzeneggers Dialogzeilen oft sehr kurz sind, hat er gegenüber dem geschwätzigen Belushi meist das letzte Wort. Gerade die Wortgefechte zwischen dem russischen Stoiker und dem amerikanischen Großmaul, in denen beide Seitenhiebe auf die Regierung des jeweils anderen verteilen, machen den Streifen enorm unterhaltsam.

 Mit Ed O´ Ross, der u.a. in Walter Hills Nur 48 Stunden mitspielte und auch später Auftritte in Actionfilmen wie Und Wieder 48 Stunden (1990) und Universal Soldier (1992) hatte, verfügt Red Heat über einen würdigen Gegner für Schwarzenegger und Belushi. Aber auch die anderen Nebendarsteller sind prominent besetzt. Belushis Vorgesetzten Peter Boyle kennt man aus Filmen wie Taxi Driver (1976), Lt. Stobbs wird vom späteren MatrixStar Laurence Fishburne gespielt und in einer Nebenrolle taucht der viel zu früh verstorbene Brion James auf, der einen herrlichen Gastauftritt als Zuhälter und Informant hat. Brion James spielte einen der Replikanten in Blade Runner (1982) und war seitdem in zahlreichen Großproduktionen und B – Movies als Schurke zu sehen. Die einzige nennenswerte Frauenrolle in Red Heat wird von Gina Gershon gespielt, die danach noch weitere Nebenrollen in Actionfilmen wie Deadly Revenge – Das Brooklynmassaker (1991) und Face/Off – Im Körper Des Feindes (1997).

 Ein weiterer Pluspunkt ist die Filmmusik von James Horner, die dem Film eine Menge Atmosphäre verleiht.

 Bis zum Schluss, an dem die beiden Cops ihre Uhren als Zeichen der Freundschaft austauschen, stimmt an Red Heat eigentlich alles. Actionfans sollten diesen Film auf jeden Fall kennen.

 9-10/10

9/10
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Kommentare

28.09.2014 11:10 Uhr - Tom Cody
1x
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Eine wirklich gute Kritik zu "RED HEAT".

Die Rezension ist sehr flüssig zu lesen und mit den notwendigen Hintergrundinfos versehen. Auch die Stärken des Films sind schön herausgearbeitet. Ich wüsste im Moment auch nicht, wo man da noch irgend etwas ergänzen könnte.
Two thumbs up!

28.09.2014 12:22 Uhr - Dr. Jones
Kann mich der Meinung von Tom Cody 1 nur anschließen . Ein Film der sein 80er Jahre Action - Stempel wie kein zweiter aufgerückt hat . Ergänzend könne man noch sagen das die Ost/West Wortgefechte vielleicht bei den Leuten noch wirken die diese Zeit noch hautnah miterlebt haben und heute immer noch für Schmunzeln sorgen .

28.09.2014 14:40 Uhr - Frank the Tank85
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Von Anfang der 80er bis Mitte der 90er Jahre war Arnold Schwarzenegger der weltweit populärste Actionstar und einer der bestbezahlten Schauspieler aller Zeiten.

Hier muss ich dir,zumindest Ansatzweise,wiedersprechen.Anfang der 80er war Stallone,besonders durch Rocky 4 und Rambo 2,noch wesentlich populärer als Schwarzenegger,und strich auch wesentlich höhere Gagen ein.Erst Mitte der 80er konnte Arnie Sly in Sachen popularität und Gage überholen.Ansonsten top Kritik.

30.09.2014 23:13 Uhr - Punisher77
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Stimmt, Frank, Du hast Recht. Anfang der 80er hatte Sly noch die Nase vorn. Ich glaube 1987, als Stallone mit "Over The Top" baden ging, hängte Arnie ihn mit "Predator" ab und spätestens ab da ging´s für die steirische Eiche bergauf, während Filme wie "Rambo III", "Lock Up" oder "Rocky V" weit hinter den finanziellen Erwartungen zurückblieben.

03.10.2014 21:34 Uhr - Frank the Tank85
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Jop,so isses.Ab da drehte Arnie auch einfach die besseren Filme.Sly konnte sich erst mit Cliffhanger und Demolition Man kurzzeitig wieder etablieren

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