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Jason X

Herstellungsland:USA (2001)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich
Genre:Horror, Science-Fiction, Splatter,
Thriller
Alternativtitel:Jason X: Evil Gets an Upgrade
Friday the 13th Part X
Jason 10
Jason X: Extra böse - Extra tödlich
Freitag der 13., Teil 10
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,94 (135 Stimmen) Details
inhalt:
Eine Gruppe Archäologie-Studenten macht im Jahr 2455 einen spektakulären Fund: Auf der Erde entdecken sie in der ehemaligen Wissenschaftsbasis von Crystal Lake den eingefrorenen Körper von Jason Voorhees, dem Killer aus der "Freitag der 13."-Serie, und bringen ihn an Bord ihres Raumschiffs. Professor Lowe hofft, für ihn auf dem Schwarzmarkt eine Menge Geld zu erhalten. Doch er und seine Crew wissen nicht, was für eine mordlustige Bestie sie sich da an Bord geholt haben. Denn was modernste Technologie aus Jason erschafft, übertrifft alles bisher Dagewesene...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

JASON X

 Die Freitag, Der 13. – Serie, in deren Mittelpunkt der maskierte Serienkiller Jason Voorhees steht, ist eine der erfolgreichsten Horrorfilmserien aller Zeiten. Dem Original von 1980 folgten bis 1988 sechs Fortsetzungen, die in den USA mit großem Erfolg in den Kinos liefen. Selbst der siebte Teil schaffte es noch bis in die Top 5 der amerikanischen Kinocharts, auch wenn der Film deutlich weniger Geld einspielte als die ersten fünf Teile. Viele Fans fühlten sich vom miserablen fünften Teil verarscht und kehrten dem Franchise im Kino den Rücken. Dass die Teile 6 und 7 immer noch recht profitabel waren, lag an den niedrigen Budgets der Filme.

Mit Freitag, der 13. VIII – Todesfalle Manhattan (1989) geriet die Serie ins Straucheln. Der Film floppte und die Produzenten sahen ein, dass mit der ewig gleichen Serienmasche kein Blumentopf mehr zu gewinnen war. Man verkaufte die Rechte an New Line Cinema, die dem Killer mit Jason Goes To Hell (1992) einen durchaus würdigen Abgang verschafften.Von einem Freitag, Der 13. – Film war danach nie wieder die Rede, wohl aber von einem Crossover mit Freddy Krueger aus den Nightmare On Elm Street – Filmen. Doch dieses Projekt kam jahrelang nicht in die Gänge.

 Ende der 90er Jahre erlebte das Slashermovie eine Renaissance. Wes Craven verpasste dem Genre mit seiner Scream – Trilogie (1996 – 2000) eine ironische Frischzellenkur. Ihm folgten zahlreiche Nachfolger wie Ich Weiß, Was Du Letzten Sommer Getan Hast (1997) oder Düstere Legenden (1998) und sogar der olle Michael Myers wurde für Halloween: H20 (1998) mit Erfolg reaktiviert. Nur von Jason Voorhees war nichts zu sehen und zu hören.Die neue Slashermovie – Welle ebbte ab, ohne dass es einen neuen Freitag, Der 13. – Teil gegeben hatte. Aber auch wenn es nicht so aussah, bastelte man bei New Line Cinema mit Hochdruck an einem neuen Freitag, Der 13. – Teil. Die Frage war nur: was sollte man ihm zehnten Teil der Serie mit Jason anfangen? Nach neun Filmen, die mehr oder minder nach demselben Schema abgelaufen waren, konnte man den Zuschauern nicht schon wieder ein Gemetzel am Crystal Lake anbieten. Sollte man Jason vielleicht nach Afrika schicken? Oder in irgendeinen Dschungel? Oder in die Antarktis? Keine dieser Ideen fand großen Anklang, bis jemand den rettenden Einfall hatte: Warum sollte man Jason Voorhees nicht in die Zukunft, bzw. an Bord eines Raumschiffs bringen? Ja, dachten sich die Produzenten, das ist es und übertrugen die Regie an den Newcomer James Isaacs-

 In Jason X, wie der zehnte Teil der Serie genannt wurde, spielt Stuntman und Schauspieler Kane Hodder zum vierten Mal Jason Voorhees. Es sollte sein letzter Auftritt als maskierter Serienkiller werden. Obwohl er bei den Fans sehr beliebt war und ist und in Interviews immer wieder betonte, wie sehr er sich darauf freue, Freddy Krueger in den Arsch zu treten, wurde er in Freddy Vs. Jason (2003) durch Ken Kirzinger ersetzt. Einen Gastauftritt in Jason X hat der berühmte Regisseur David Cronenberg (Scanners, 1981, Die Fliege, 1986). James Isaac hatte als Special Effects – Mann für Cronenberg gearbeitetund ihn zu dieser Gastrolle überredet. Cronenberg war nicht gerade glücklich über seine Mini – Rolle und soll froh gewesen sein, dass er nach nur wenigen Minuten getötet wurde. 

 Der Film beginnt in naher Zukunft: Jason Voorhees (Kane Hodder) ist ein Forschungsobjekt des US – Militärs geworden. Als er an einen anderen Ort verlegt werden soll, sprengt Jason seine Fesseln und bringt seine Bewacher in gewohnt kreativer und blutiger Manier um die Ecke. Die Wissenschaftlerin Rowan (Lexa Doig) kann Jason zwar in einer Kühlkammer einschließen, wird aber gemeinsam mit ihm eingefroren.Im Jahr 2455 werden Rowan und Jason von einem Forschungsteam entdeckt und an Bord ihres Raumschiffs gebracht. Wie durch ein Wunder hat Rowan als menschlicher Eisblock überlebt und kann sich – natürlich – problemlos an ihre Vergangenheit erinnern … und an Jason. Der taut in der Zwischenzeit ebenfalls wieder auf und schnetzelt sich durch die Besatzung des Sternenkreuzers. Einzig und allein der menschliche Kampfroboter Kay – Em 14 (Lisa Ryder) scheint dem Killer vom Crystal Lake Einhalt gebieten zu können…

 Die Idee, Jason Voorhees im Weltall morden zu lassen, hört sich hochgradig bescheuert an, funktioniert aber in den ersten beiden Dritteln des Films erstaunlich gut, zumal sich Jason X, gar nicht sooo weit von den Wurzeln der Serie entfernt. Schließlich gibt es auch im Jahr 2455 jede Menge dämliche Teenager, die unanständige Dinge tun und förmlich danach schreien, von Jason bestraft zu werden. Und das tut das von Kane Hodder dargestellte Monstrum reichlich: Über 20 Menschen müssen in Jason X ihr filmisches Leben lassen, womit dieser Streifen den bis dahin höchsten Bodycount der Serie hatte.

In puncto Mordmethoden schlug die Fantasie von Drehbuchautor Todd Farmer wahre Kapriolen: Einem Opfer wird der Kopf erst tiefgefroren und dann zerschmettert, diverse Darsteller werden aufgespießt oder der Länge nach in zwei Teile geschnitten und eine Frau wird durch die Maschen eines Gitters gedrückt. Einige der Bluteffekte entstanden mit der Hilfe von CGI, was nicht immer gut aussieht, aber nichtsdestotrotz dürften sie jeden Fan der Serie zufriedenstellen.

 Was Jason X auch noch unterhaltsam macht, ist seine Ironie. Diese besteht nicht aus Peinlichkeiten mit Fremdschämfaktor 10 wie in Freitag, Der 13. V – Ein Neuer Anfang (1985), sondern aus wirklich witzigen Einfällen. Ein Highlight ist die Retro – Szene auf dem „Holodeck“, in der Jason an den Crystal Lake zurückkehrt, wo zwei junge Schönheiten ihn zu Sex und dem Konsum von Bier und Drogen überreden wollen. Wie Jason auf dieses „unmoralische“ Angebot reagiert, sollte jeder Fan selbst gesehen haben …

 Also alles Friede, Freude, Eierkuchen? Nicht ganz! Das Finale des Films, in dem Jason zu einer Art Roboter mutiert, ist ziemlich albern geraten und erinnert etwas an das Finale einer Captain Planet – Folge. Ohne diesen Schönheitsfehler wäre Jason X vielleicht zum einem der großen (B -)Horrorfilme der 2000er Jahre geworden, aber so ist der Film „nur“ eine unterhaltsame Mischung aus Science – Fiction – Film und Slashermovie geworden.

 Der mit einem Budget von 14 Millionen Dollar teuerste Film der Serie entwickelte sich zu deren größtem Flop. Magere 13,1 Millionen Dollar spielte der Film in den USA ein. Weltweit brachte es der Streifen auf knapp 17 Millionen Dollar. Mit einem solchen Misserfolg dürfte niemand gerechnet haben.

 Trotz dieses Flops kam zwei Jahre später das nicht mehr für möglich gehaltene Freddy Vs. Jason – Crossover in die Kinos und entwickelte sich zum größten Erfolg für beide Slasherikonen. Beflügelt von diesem Erfolg folgte im Jahr 2008 ein Freitag, Der 13. – Reboot und angeblich ist immer noch ein weiterer Freitag, Der 13. – Film geplant…

 

7-8/10

7/10
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Kommentare

11.10.2014 00:08 Uhr - Fratze
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Tatsächlich nach dem Original mein liebster "Jason"-Film, gerade wegen seiner Selbstironie (habe allerdings auch noch nicht alle Teile gesehen - Schande über mich 8P). Die Szene auf dem Holodeck ist wirklich genial ^^

Und ein klasse Review, wie gewohnt ; )

11.10.2014 00:56 Uhr - Punisher77
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Vielen Dank!
Die Holodeck-Szene ist echt super!
Und falls Du ihn noch nicht gesehen haben solltest, kann ich Dir "Freitag, Der 13. VI" wärmstens empfehlen...der isst spannend, unterhaltsam und (selbst)ironisch. Ein echtes Highlight!

11.10.2014 02:49 Uhr - Dragon50
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Also alles Friede, Freude, Eierkuchen? Nicht ganz! Das Finale des Films, in dem Jason zu einer Art Roboter mutiert, ist ziemlich albern geraten und erinnert etwas an das Finale einer Captain Planet – Folge.


Und genau deswegen ist der Film bei mir durchgefallen, weil diese Szene den ganzen Film versaut hat.


Die Review ist Top. :)

11.10.2014 09:15 Uhr - Frank the Tank85
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Ich glaubs net :) ich hab Gestern mit nem Review zu Jason X angefangen :-D Deine Kritik ist super.Doch ich persönlich mag Teil 10 überhaupt nicht.Mir ist das ganze zu albern.Der Film nimmt sich zwar keine Sekunde ernst, is aber trotzdem garnet mein Fall.Aber wie gesagt, Review is top 😉

11.10.2014 10:59 Uhr - Punisher77
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Danke für Euer Lob!
Das Ende ist zwar albern, davor hat der Film aber vieles richtig gemacht. Die Weltraumidee fand ich weitgehend ok.
"Freitag, der 13."-Filme, die mir persönlich nicht so zusagen, sind die Teile 5 und 8 und Teil 9 sehe ich auch etwas zwiespältig.

11.10.2014 12:06 Uhr - Clemens
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Der Film sieht optisch ganz gut aus und die Kills können sich wirklich sehen lassen (Stichwort: 'Wasser'-Bad...).

Ich denke aber hierbei immer an diese Szene wo dieser Nerd seiner Cyborg-Tante seine Liebe gesteht und die beiden ev. rumvögeln... Das gab dem Safer Sex eine ganz neue Bedeutung...

Wie auch immer: klasse und unterhaltsam geschriebenes Rev!

11.10.2014 13:42 Uhr - Punisher77
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Vielen Dank!

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