SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Ganz böses Zombiespiel aus AT · Hol dir das böse Game ohne Zollprobleme · ab 34,99 € bei gameware Back 4 Blood · Von den Machern von Left4Dead · ab 67,99 € bei gameware

Mein Nachbar Totoro

Originaltitel: Tonari no Totoro

Herstellungsland:Japan (1988)
Genre:Anime, Fantasy, Kinderfilm
Alternativtitel:Long Mao
Mi Vecino Totoro
Mon voisin Totoro
My Neighbor Totoro
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,00 (9 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Die achtjährige Satsuki und ihre kleine Schwester Mei ziehen mit ihrem Vater auf das Land. Sie wollen in der Nähe ihrer Mutter sein, die sich in einem nahe gelegenen Krankenhaus von einer schweren Krankheit erholt. Ihr neues Zuhause ist ein heruntergekommenes Bauernhaus, das einige Zeit unbewohnt war. Beim Spielen auf dem Hof entdeckt die kleine Mei eines Tages ein winziges Wesen mit einem Sack, das Eicheln sammelt. Als sie ihm folgt, trifft sie auf den fest schlafenden Totoro, eine riesige fellige Kreatur. Die Kinder freunden sich schnell mit dem magischen Wesen an und erleben gemeinsam mit ihm viele tolle Abenteuer. (Universum Anime Blu-Ray-Cover)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von roderich:

Mein Nachbar Totoro ist ein Zeichentrickfilm des Studios Ghibli und ein weiteres Meisterwerk des genialen Schöpfers zahlreicher hochwertiger Animes, Hayao Miyazaki, der seine Karriere leider jetzt beendet hat.

Der Film wendet sich auf den ersten Blick an kleine Kinder, die an dem Film ganz sicherlich auch ihre Freude haben werden. Tatsächlich ist er aber ein Film für jedermann, da er den Zuschauer quasi in die Erlebnis- und Gedankenwelt von Kindern hinein versetzt: Wir sehen die Welt mir ihren Augen und mit ihrer Logik, aber auch mit ihrem Rhythmus: Es gibt keine Hektik und keinen Zynismus, die Fröhlichkeit ist echt und Sorgen sind nicht immer gleich Katastrophen. Nach kurzer Zeit und mit nur ein ganz klein wenig gutem Willen kann sich auch der zynischste Schnittberichte-Gorefreak auf die ruhig erzählte und amüsante Geschichte einlassen, denn klein und jung waren wir halt alle einmal.

Wir erleben, wie zwei Mädchen, die achtjährige Satsuki und ihre viel jüngere Schwester Mei, mit ihrem Vater ein altes, etwas verfallenes Landhaus in Japan beziehen. Ihre Mutter ist im Krankenhaus und die Familie hat wohl auch Geldsorgen, aber die Kinder interessiert zunächst natürlich nur das neue Haus, in dem sie jede Menge kleine „Rußmännchen“ entdecken, wobei offenbleibt und auch völlig egal ist, ob diese real oder im Spiel von den Kindern erfunden worden sind.

Beim Herumstöbern im Garten entdeckt das jüngere Mädchen ein überaus putziges kleines Wesen, dem es folgt und dabei auf eine Riesenausgabe desselben Wesens trifft, nämlich dem in einem gigantischen Baum wohnenden bzw schlafenden puscheligen und gemütlichen bepelzten Waldgeist Totoro, dessen Hauptfunktion zu sein scheint, gelegentlich Grunzgeräusche von sich zu geben. Natürlich können nur Kinder ihn sehen und obwohl Totoro offenbar zaubern kann dienen diese Zauber nur dem Amüsement. Im weiteren Verlauf verläuft sich Mei bei dem Versuch, ihre Mutter im Krankenhaus zu besuchen, aber Satsuki, Totoro und ein Katzenbus (eine Riesenkatze mit Fenstern, vermutlich ein Kumpel von Totoro in der man Herumfliegen kann) sorgen für ein Happy End.

Die wunderschönen Landschaften, Animationen und insbesondere das Design von Totoro selbst, der inzwischen das Logo der Ghibli-Studios ziert, sind fantastisch. Die ländliche Umgebung wird voller Liebe zu Pflanzen, Tieren und Menschen dargestellt. Das Besondere an ‚Mein Nachbar Totoro‘ ist jedoch die friedliche Stimmung, die unverfälschte Freude an den schönen Dingen im Leben, die Liebe zu allen Figuren und die fast vollständige Abwesenheit von Angst und Hysterie. Und ja, das ist zwar ruhig erzählt aber keineswegs langweilig. Dafür sorgt schon der feine, aber manchmal auch - kindgerecht - grobe Humor, der den ganzen Film durchzieht. Das legendäre Bild als sich der riesige Totoro mit seinem viel zu kleinen Regenschirm neben Satzuki stellt um auch im Regen auf den Bus zu warten (offenbar einfach so, weil er es lustig findet) werden auch viele kennen, die den Film nicht gesehen haben.

Meisterlich!

 

 

10/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Children
Roderich
9/10
die neuesten reviews
Chaos
sonyericssohn
8/10
Bound
Cabal666
9/10
Rookies,
Ghostfacelooker
Fast
Phyliinx
8/10
Auf
McGuinness
8/10
Nightmare
CHOLLO
4/10

Kommentare

12.10.2014 17:15 Uhr - Gorno
DB-Helfer
User-Level von Gorno 13
Erfahrungspunkte von Gorno 2.685
Totoroooo ^_^

Neben Chihiro und Mononoke mein liebster Ghibli! Tolle Kritik übrigens ;)

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)