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Man in the Chair

Herstellungsland:USA (2007)
Genre:Drama
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,00 (1 Stimme) Details

Inhaltsangabe:

Cameron möchte an einem Filmwettbewerb in der Schule teilnehmen. Sein größter Rivale ist ihm dabei überlegen, da dieser von seinem Vater enorme finanzielle Unterstützung erhält. Cameron hat nur seinen Kumpel Murphy. Bei einer Kinovorstellung wird er auf Flash aufmerksam, welcher vor etlichen Jahren bei vielen Filmen für die Belichtung zuständig war - auch für große Regisseure und bei oscarprämierten Filmen. Irgendwann wurde er dabei nicht mehr berücksichtigt und lebt seitdem in sich gekehrt und verbittert. Cameron möchte ihn für seinen Film gewinnen, was ihm zunächst schwer fällt, da Flash mit der Gesellschaft abgeschlossen hat und niemanden an sich ran lässt. Mit Hilfe einer regelmäßigen Lieferung von Zigarren und Hochprozentigem kann er ihn aber letztendlich für das Projekt gewinnen. Dass bei der Produktion nicht alles glatt läuft, ist bei Flashs Charakter schon vorprogrammiert, doch es entsteht auch eine Freundschaft zwischen ihm und Cameron. ()

eine kritik von enf:
Das Grundgerüst des Filmes ist nicht wirklich neu, zwei ungleiche Personen - eine alt und verbittert, die andere jung und motiviert - lernen sich durch einen Zufall kennen und stellen fest, dass jeder von dem anderen lernen kann. Es gibt aber zwei Punkte, die "Man in the Chair" erwähnenswert machen. Das ist zum einen das wirklich grandiose Schauspiel von Christopher Plummer, der hier Flash verkörpert und in all seinen Facetten meistert und ebenfalls von M. Emmet Walsh, der einen Drehbuchautoren mit ähnlichem Schicksal, aber anderer Lebensphilosophie, Leben einhaucht. Zum anderen die Fokussierung auf das Thema des amerikanischen Systems im Umgang mit älteren Personen, die teilweise unmenschlich in Altenheimen behandelt und auch von ihren Angehörigen im Stich gelassen werden. Die Geschichte über das Filme machen und dieses gesellschaftliche Problem sind dabei eng verknüpft, da hier die ehemaligen Filmcrews im Blickfeld stehen, die selbst nicht im Fokus des Filmmachens standen (Kostümbildner, Soundtechniker, etc.). Viele haben zwar das Glück von ihren ehemaligen Arbeitgebern eine vernünftige Bleibe in besseren Residenzen erhalten zu haben, aber ihr Anteil an großen Werken gerät in Vergessenheit. Das Filmprojekt von einem jungen, motivierten, angehenden Filmemacher gibt diesen ein gewisses Wertgefühl wieder zurück. Der "Man in the Chair" begnügt sich aber nicht nur mit der Kritik an diesem Zustand, sondern versucht auch aufzuzeigen, wie alte Menschen plötzlich alleine da stehen können durch ein kaputtes Familienbild. Bei der Machtart gibt es leider ein paar Wermutstropfen, so werden meiner Meinung nach völlig unpassende Zeitlupen in einigen Szenen verwendet, sowie Verwischungseffekte. Beides bildet einen harten Kontrast zu einem eher bodenständigen und ruhigen Film, dem diese modernen Elemente nicht stehen. Die musikalische Untermalung ist dafür wieder sehr passend und unterstreicht die jeweilige Stimmung des Filmes, meistens ist dies eine eher ruhige und nachdenklich stimmende.
Ein wirklich sehenswerter Film, schon alleine durch die Darsteller, der vielleicht hier und da etwas intensiver sein könnte.
8/10
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